Warum essen wir manchmal gegen unseren Körper? Ernährungskonditionierung im Human Design

Ernährung gehört zu den Bereichen, in denen Konditionierung unglaublich früh beginnt. Wir wachsen mit bestimmten Lebensmitteln, Gewohnheiten und Vorstellungen darüber auf, was gesund ist, was auf den Teller gehört und wovon ein Körper wie viel braucht. Dazu kommt die Ernährung unserer Eltern, später die unserer Partner, Kinder oder anderer Menschen, mit denen wir viel Zeit verbringen. Im Human Design können wir zusätzlich beobachten, dass bestimmte Aktivierungen im Chart Hinweise auf Themen wie schnellen Zucker, Fett, tierisches Eiweiß oder Fleisch geben können. Entscheidend bleibt trotzdem immer Strategie und Autorität, denn ein Chart sagt weder, wie viel ein Mensch davon braucht, noch ob etwas genau jetzt für seinen Körper korrekt ist. Bei Franziska wurde diese Konditionierung besonders deutlich beim Thema Fett. Sie lebt die Ernährungsstrategie Nummer 1, Appetit, inzwischen sehr konsequent und isst ihre Lebensmittel nacheinander. Trotzdem dauerte es noch einmal lange, bis ihr Körper ihr beim Fett immer deutlicher Rückmeldung gab. Franziska ist mit sehr fettreicher Ernährung aufgewachsen. Auch Menschen in ihrem unmittelbaren familiären Umfeld bringen innerhalb der Human-Design-Betrachtung entsprechende Aktivierungen mit. Butter, Sahne, Speck – viel Fett war für sie vollkommen normal. Erst als sich ihr gesamtes Leben verlangsamte und sie weniger über die Energie anderer Menschen funktionierte, wurde für sie deutlicher, dass ihr eigener Körper deutlich weniger davon möchte. Gerade deshalb finde ich Franziskas Experiment mit Human Design Ernährungsstrategie 1: Appetit so interessant. Die Ernährungsstrategie gibt einen Rahmen, beantwortet aber längst nicht jede Frage. Auch wenn sie ihre Lebensmittel korrekt nacheinander isst, muss ihr Körper immer noch unterscheiden können: Was davon möchte ich überhaupt? Welche Menge ist richtig? Was passt heute? Franziska beschreibt, dass ihr Körper auf größere Fettmengen inzwischen teilweise sehr deutlich reagiert. Gleichzeitig ist Fett etwas, das ihr schmeckt. Genau das macht die Konditionierung so spannend: Selbst eine Kognition oder eine starke Körperwahrnehmung muss sich erst wieder durch Schichten hindurch ausdifferenzieren, wenn etwas über Jahrzehnte tief eingeprägt wurde. Bei mir gab es ein sehr ähnliches Thema. Schon lange vor meinem Human Design Experiment hatte ich wahrgenommen, dass Fett für meinen Körper sehr dicht ist und dass ich damit schwer aufhören kann. Erst viel später habe ich verstanden, wie stark auch meine eigene Kindheit dabei hineinspielt. Beide Eltern hatten innerhalb dieser Betrachtung einen starken Bezug zum Thema Fett. Während einer Reise mit zwei Generatoren, bei denen dieses Thema ebenfalls präsent war, konnte ich beobachten, wie schnell meine alte Konditionierung wieder ansprang. Plötzlich war der Zug zu fettreichen Lebensmitteln wieder sehr viel stärker. Für mich war das vor allem interessant, weil ich inzwischen danebenstehen und beobachten konnte: Ah, okay. Da ist dieses alte Muster wieder. Genau darin liegt für mich ein großer Teil von Dekonditionierung. Es geht nicht darum, sich dafür fertigzumachen, dass ein altes Muster wieder auftaucht. Man kann beobachten, wie es aktiviert wird, was der Verstand daraus macht und wie der Körper anschließend reagiert. Manchmal konnte ich bei mir bleiben, manchmal bin ich vollständig in die alte Dynamik hineingegangen. Auch das gehört zum Experiment. Gerade Ernährung kann sehr tief konditioniert sein. Je länger ich beobachte, desto deutlicher wird die Übersetzung meines Körpers. Dinge, die früher kaum auseinanderzuhalten waren, werden irgendwann ziemlich eindeutig. Spannend wurde für mich dabei auch meine Kognition Berührung. Fettige Lebensmittel anzufassen, mochte ich eigentlich schon immer nicht besonders. Butter an den Fingern, Fett auf der Haut oder bestimmte tierische Lebensmittel wollte ich sofort wieder abwaschen. Lange habe ich darüber hinweggegangen: Dann benutzt man eben Messer und Gabel. Erst später habe ich angefangen, diese Wahrnehmung überhaupt ernst zu nehmen. Genau solche kleinen Signale zeigen für mich, wie viel Information der Körper längst liefert, während der Verstand noch versucht, alles logisch zu erklären oder passend zu machen. Beim Zucker kam noch einmal eine ganz andere Schicht dazu. In meinem Chart gibt es eine Aktivierung, die ich innerhalb des Human-Design-Systems mit schnellem Zucker in Verbindung bringe. Lange hatte ich diese Information kaum auf dem Schirm. Gleichzeitig konnte ich beobachten, dass mein Essen für mich wesentlich stabiler wird, wenn ich ausreichend Früchte, Datteln, Smoothies oder Fruchtsaft zu mir nehme. Wenn dieser schnelle Zucker fehlt, entsteht bei mir leichter der Zug zu anderen Lebensmitteln – unter anderem genau zu dem Fett, bei dem ich so stark konditioniert bin. Der entscheidende Punkt war für mich, dass diese Beobachtung zuerst aus meinem Experiment kam. Erst danach fiel mir wieder ein, dass ich genau dazu eine entsprechende Aktivierung im Chart habe. Und auch daraus sollte niemals ein neues Ernährungskonzept entstehen. Eine Aktivierung im Chart bedeutet nicht: Jetzt brauche ich jeden Tag eine bestimmte Menge Zucker. Ebenso wenig bedeutet eine Fettaktivierung, dass jemand einfach möglichst viel Fett essen sollte. Der Körper entscheidet im Hier und Jetzt. Genau deshalb ist Human Design Ernährung mit Strategie und Autorität für mich die Grundlage. Das Wissen kann eine Richtung zeigen, in der wir beobachten können. Die konkrete Umsetzung entsteht über den eigenen Körper. Gerade beim schnellen Zucker gibt es für mich außerdem noch eine weitere Unterscheidung. Braucht mein Körper gerade tatsächlich Zucker – oder benutze ich Essen, um über Erschöpfung hinwegzugehen? Als Projektorin kenne ich diese Situation gut. Der Körper ist eigentlich fertig, der Tag wäre zu Ende, und der schnelle Energieschub über Essen könnte dafür sorgen, dass ich trotzdem noch ein paar Stunden weitermache. Auch da entsteht die Antwort nicht über eine Regel. Ich muss beobachten, was gerade wirklich passiert. Manchmal ist der Zucker korrekt. Manchmal wäre die eigentliche Information: Rita, der Tag ist vorbei. Genau deshalb kann auch ein Ernährungskonzept für eine bestimmte Phase durchaus korrekt sein. Vielleicht zieht es jemanden eine Zeit lang zu veganer Ernährung, zu bestimmten Lebensmitteln oder dazu, etwas vollständig wegzulassen. Der Körper kann genau diese Phase brauchen. Später kann sich das wieder verändern. Schwierig wird es dort, wo der Verstand daraus eine dauerhafte Identität oder eine starre Regel baut. Human Design gibt für mich keine fertige Speisekarte vor. Es zeigt Stellen, an denen wir genauer beobachten können. Und manchmal ist der Körper noch gar nicht bereit, etwas loszulassen. Franziska beschreibt rückblickend, dass die sehr energiereiche Ernährung möglicherweise genau zu einer Zeit in ihr Leben passte, in der sie noch ein enormes Pensum getragen und

Was passiert, wenn du mit einem passiven Körper wie ein aktiver Körper lebst?

Wir leben in einer Welt voller Körperbilder. Schlank, drahtig, muskulös, straff, trainiert – je nach Zeit verändert sich das Ideal, aber irgendein Ideal gibt es fast immer. Und gerade durch Social Media wird dieser Vergleich noch einmal enorm verstärkt. Du siehst einen Körper und fragst dich: Warum sehe ich nicht so aus? Warum funktioniert dieses Training bei mir nicht? Warum brauche ich mehr Ruhe? Warum reagiert mein Körper anders? Im Human Design eröffnet der Unterschied zwischen aktivem und passivem Körper eine ganz andere Perspektive auf genau diese Fragen. Ein passiver Körper funktioniert anders als ein aktiver Körper. Und damit beginnt für mich auch hier wieder das eigentliche Human Design Experiment: weg vom Vergleich und hin zur Beobachtung des eigenen Körpers. Ich selbst habe einen passiven Körper und habe lange versucht, ihn nach Vorstellungen zu behandeln, die gar nicht zu ihm passen. Gleichzeitig habe ich über die Jahre sehr viel beobachtet – bei mir und bei anderen Menschen. Gerade beim Thema Sport sehe ich häufig, wie stark Menschen aus Konzepten heraus trainieren: Was sollte man machen? Wie oft sollte man trainieren? Welche Sportart formt den Körper am besten? Welche Bewegung gilt gerade als gesund oder optimal? Dabei sagt ein passiver Körper überhaupt nicht automatisch: keine Bewegung. Es gibt keinen Trainingsplan für alle passiven Körper. Ein manifestierender Generator mit passivem Körper kann vollkommen anders unterwegs sein als eine Projektorin mit offenem Sakral und passivem Körper. Mein Bruder ist dafür ein gutes Beispiel. Er ist manifestierender Generator, viermal rechts und hat einen passiven Körper. Gleichzeitig bringt sein gesamtes Design viel Energie und Bewegung mit. Beruflich läuft er teilweise acht oder neun Stunden am Tag und fährt anschließend mit dem Fahrrad nach Hause. Für seinen Körper kann das vollkommen passen. Ich bin Projektorin mit offenem Sakral und passivem Körper. Bei mir sieht dieselbe Variable völlig anders aus. Ich brauche sehr viel mehr Ruhe und nehme inzwischen ziemlich schnell wahr, wenn körperlich etwas zu viel wird. Genau deshalb bleibt Strategie und Autorität wichtiger als jede allgemeine Aussage darüber, wie ein passiver Körper leben sollte. Früher hatte ich diese Wahrnehmung noch nicht. Ich hatte 15 Jahre einen Hund und bin in dieser Zeit wahrscheinlich sehr viel mehr gelaufen, als mein Körper tatsächlich tragen wollte. Auch Bewegung und Sport waren lange mit Vorstellungen darüber verbunden, was man eben tun sollte. Heute frage ich nicht mehr: Was steht auf meinem Trainingsplan? Ich beobachte meinen Körper von Tag zu Tag. Möchte ich Yoga machen? Möchte ich spazieren gehen? Möchte ich eine halbe Stunde wandern? Braucht mein Körper Ruhe? Dann lege ich mich hin. Für mich ist das mittlerweile sehr viel präziser als jedes Programm, das mir vorgibt, dreimal pro Woche eine bestimmte Leistung zu erbringen. Ein schönes Beispiel dafür ist Yin Yoga. Vor etwa anderthalb Jahren war mein Körper unglaublich stark damit in Resonanz. Schon nach den ersten Wochen hatte ich die Wahrnehmung: Das wollte mein Körper wahrscheinlich schon sehr lange. Ich konnte beobachten, wie er sich öffnete und wie gut mir diese sehr ruhige Form der Bewegung tat. Mein Verstand machte daraus natürlich sofort eine Zukunftsgeschichte: Super, dann machen wir jetzt für immer Yin Yoga. Einige Zeit später begann mein Körper allerdings etwas völlig anderes zu verlangen. Noch mehr Öffnung und noch mehr Passivität passten plötzlich nicht mehr. Ich nahm einen deutlichen Zug hin zu aktiverem Yoga und mehr Spannung wahr. Genau daran sieht man für mich, warum auch „passiver Körper“ nie zu einem neuen starren Konzept werden darf. Dasselbe gilt für Ernährung. Ein passiver Körper kann weniger Input brauchen, aber „weniger“ lässt sich nicht in eine allgemeine Kalorientabelle übersetzen. Mein Bedarf verändert sich. Es gibt Tage, an denen mein Körper mehr Nahrung möchte, und Tage, an denen er deutlich weniger verlangt. Auch hier entscheidet nicht die Variable allein. Typ, Energie, Alltag und das gesamte Design spielen mit hinein. Je länger ich meinen Körper beobachte, desto deutlicher nehme ich wahr, wann Nahrung tatsächlich gefragt ist und wann mein Verstand lediglich ein Konzept abarbeitet. Gerade deshalb finde ich auch Human Design Ernährung mit Strategie und Autorität so wichtig: Aus PHS sollte nicht das nächste Regelwerk darüber werden, wie viel oder was ein Körper essen muss. Social Media war für mich in diesem Zusammenhang ebenfalls ein riesiger Faktor. Seit ich dort kaum noch unterwegs bin, nehme ich den Unterschied sehr deutlich wahr. Sobald ich wieder länger durch Inhalte scrolle, wird mein Verstand lauter. Vielleicht müsste ich dies noch tun. Vielleicht sollte ich so trainieren. Vielleicht wäre dieses Ernährungskonzept besser. Gerade Körper- und Schönheitsideale können dadurch sehr schnell wieder zum äußeren Maßstab werden. Für mich war deshalb irgendwann spannend zu beobachten: Was bleibt eigentlich übrig, wenn diese ganze Lautstärke von außen einmal wegfällt? Welche Bewegung möchte mein Körper wirklich? Wie möchte ich tatsächlich essen? Wie viel Ruhe brauche ich? Der schmerzhafte Teil beginnt dort, wo ein passiver Körper über Jahre wie ein aktiver behandelt wird. Dann kann ein Hamsterrad entstehen: härter trainieren, Essen stärker kontrollieren, sich mit anderen vergleichen und sich gleichzeitig fragen, warum der eigene Körper trotzdem anders reagiert. Ich kenne diese Gedanken selbst. Warum bin ich keine Sportmaus? Warum sieht mein Körper nicht so aus? Warum brauche ich andere Bewegung? Und irgendwann entsteht daraus vielleicht die Vorstellung, man sei undiszipliniert oder müsse einfach noch mehr machen. Für mich wurde es erst entspannter, als ich aufgehört habe, permanent gegen meinen Körper zu arbeiten und begonnen habe, seine eigene Mechanik ernst zu nehmen. Interessanterweise hat sich dadurch auch meine Beziehung zu meinem Körper verändert. Je mehr ich Strategie und Autorität gelebt habe, desto mehr hat sich mein Körper für mich ausdifferenziert. Heute sehe ich ihn anders als früher. Ich weiß, dass er nicht wie ein aktiver, drahtiger Körper aussehen muss. Ich nehme wahr, dass er besser funktioniert, wenn ich ihm tatsächlich folge. Und genau daraus ist für mich etwas entstanden, das viel tiefer geht als klassische Selbstoptimierung. Man sieht irgendwann den eigenen Körper. Man sieht die eigene Energie. Man erkennt, dass Anderssein kein Fehler ist. Gerade deshalb finde ich ständige Selbstoptimierung in diesem Zusammenhang so interessant. Wenn wir versuchen, einen Körper in ein allgemeines Ideal hineinzutrainieren,

Human Design Ernährungsstrategie 5: Klang laut zwischen Geräusch, Schwingung und Außenschau

Bei der Human Design Ernährungsstrategie Nummer 5 geht es nicht mehr vorrangig darum, was gegessen wird, sondern um die Bedingungen, unter denen der Körper Nahrung aufnimmt. Cindy hat die aktive Variante der Fünf: Klang laut, Sound High. Geräusche und Frequenzen gehören damit zu ihrem Ernährungsexperiment. Als Cindy mit PHS begann, war ihre erste Idee ziemlich konsequent: Wenn Geräusch wichtig ist, dann sucht sie sich ein Lied aus und hört dieses einfach bei jeder Mahlzeit. Ihre Familie konnte dieses eine Lied irgendwann kaum noch hören. Erst über das Experiment wurde immer deutlicher, dass Klang laut keine starre Lautstärke und kein bestimmtes Geräusch bedeutet. Cindy muss jeweils wahrnehmen, welche Geräuschkulisse ihr Körper gerade braucht. Genau deshalb bleibt auch bei der Ernährung Strategie und Autorität die Grundlage. Bevor Cindy Human Design kannte, hatte sie bereits einiges mit Ernährung ausprobiert. Sie beschreibt starken Druck im Bauch und einen ausgeprägten Blähbauch und hatte wie viele Menschen verschiedene Diäten getestet. Wirklich weitergebracht hatte sie das nicht. Als sie etwa zwei Jahre nach ihrem Einstieg in Human Design mit PHS begann, entschied sie sich deshalb für eine begleitete Umsetzung. Gemeinsam mit ihrem Coach führte sie Protokoll und begann überhaupt erst einmal zu beobachten: Was passiert, wenn ich mit Geräuschen esse? Was verändert sich bei unterschiedlichen Lautstärken? Was ist angenehm und was stört meinen Körper? Heute kann das sehr unterschiedlich aussehen. Manchmal braucht Cindy deutlich wahrnehmbaren Sound, manchmal reicht etwas ganz Dezentes im Hintergrund. Ein Regenschauer kann passen, Musik, ein Hörbuch oder Geräusche beim Kochen. Interessant ist, dass diese Vorbereitung bei ihr teilweise schon vor der eigentlichen Mahlzeit beginnt. Wenn sie allein zu Hause ist, genießt sie normalerweise Ruhe. Sobald sie anfängt zu kochen, nimmt sie manchmal plötzlich wahr: Jetzt ist es mir zu still. Dann macht sie Musik oder ein Hörbuch an und bringt bereits während der Zubereitung Klang in die Umgebung. Die Geräusche dürfen sich sogar während einer Mahlzeit verändern. Cindy kann anfangen zu essen und irgendwann merken, dass es inzwischen zu laut oder zu aufdringlich geworden ist. Dann reguliert sie die Lautstärke wieder herunter. Dabei hat sie auch festgestellt, dass Kopfhörer für sie nicht dasselbe sind. Für Cindy geht es nicht einfach darum, etwas über die Ohren zu hören. Sie beschreibt die Erfahrung vielmehr als Schwingung, die sie mit dem ganzen Körper wahrnimmt. Deshalb funktioniert für sie ein Kopfhörer beim Essen nicht als Ersatz für Klang im Raum. Genau hier wird sichtbar, wie individuell diese Ernährungsstrategie werden kann. Der Ausgangspunkt lautet Klang laut. Was das für den einzelnen Körper konkret bedeutet, entsteht erst im Experiment. Das Gegenstück dazu ist Human Design Ernährungsstrategie 5 – Klang leise, bei der dieselbe fünfte Farbe mit einer völlig anderen Klangbedingung gelebt wird. Bei Cindy kommt außerdem die Außenschau als kognitives Potenzial hinzu. Sie braucht ihr Essen vor Augen. Eine Speisekarte ohne Bilder ist für sie deshalb viel schwieriger als ein Buffet oder der Blick auf die Teller anderer Gäste. Im Restaurant schaut sie häufig erst einmal, was dort tatsächlich serviert wird. Farben spielen eine große Rolle. Grün und Rot auf dem Teller sprechen sie beispielsweise stark an. Selbst zu Hause erlebt sie immer wieder, dass ihr Verstand schon entschieden hat, was sie essen könnte, sie dann den Kühlschrank öffnet und ihr Blick plötzlich auf etwas ganz anderes fällt. Genau dieses Lebensmittel wird in diesem Moment interessant. Auch beim Einkaufen kann das passieren: Ein Lebensmittel kann vollkommen in Ordnung sein und sie trotzdem optisch überhaupt nicht ansprechen. Dadurch wird auch deutlich, warum sich eine Ernährungsstrategie nie isoliert betrachten lässt. Cindy hat ein offenes Sakralzentrum und kennt das Thema, nicht zu wissen, wann genug genug ist. Ein Buffet ist für ihre Außenschau zunächst ideal, weil sie alles sehen und auswählen kann. Gleichzeitig kann die große Menge an verfügbarem Essen dazu führen, dass sie über den Punkt hinaus weiterisst, an dem ihr Körper bereits genug hat. Für sie funktioniert es deshalb besser, beispielsweise ein Brot fertig zuzubereiten, die Lebensmittel anschließend wegzuräumen und dann diese eine Mahlzeit zu essen. Wenn alles weiterhin vor ihr steht, wird die Wahrnehmung von „genug“ schwieriger. Auch darin zeigt sich, wie viele Ebenen des Designs gemeinsam in ein Ernährungsexperiment hineinspielen. Eine der wichtigsten Veränderungen beschreibt Cindy als die wiedergewonnene Verbindung zu ihrem Körper. Einige Monate nach Beginn ihres PHS-Coachings hatte sie während eines Reflektor-Retreats eine intensive Situation, in der sie sich vollständig zurückzog. Irgendwann begann sie Schritt für Schritt wahrzunehmen, was ihr Körper gerade brauchte: Die Kleidung war nass, ihr wurde kalt, also zog sie sich um und ging unter eine warme Dusche. Für Cindy war das ein Wendepunkt. Zum ersten Mal begann sie ihren Körper nicht mehr als etwas zu behandeln, das einfach funktionieren muss, sondern seine Rückmeldungen ernst zu nehmen. Dieses Wahrnehmen begleitet sie heute auch in ihrem Ernährungsexperiment. Auch ihr früheres Bauchthema hat sich nach ihrer eigenen Beobachtung deutlich verändert. Kleidung über dem Bauch, die früher unangenehm gewesen wäre, kann sie heute wieder tragen. Besonders deutlich merkt sie den Unterschied, wenn sie gegen ihre wahrgenommenen Bedingungen isst. In der Anfangszeit war sie beispielsweise bei einer Freundin zu Besuch, nahm bereits wahr, dass die Geräuschkulisse für sie nicht passte, wollte das angebotene Essen aber aus Höflichkeit nicht ablehnen. Danach bekam sie starke Magenkrämpfe. Solche Erlebnisse haben ihr geholfen, die Rückmeldungen ihres Körpers immer genauer einzuordnen und ihre Klangbedingungen konsequenter zu berücksichtigen. Mittlerweile berücksichtigt Cindy noch weitere Faktoren. Wenn sie emotional stark aufgewühlt ist, beispielsweise nach einem Konflikt oder einer belastenden Nachricht, wartet sie nach Möglichkeit mit dem Essen. Auch wenn Klang und Optik eigentlich passen, nimmt sie wahr, dass Essen in solchen Momenten ihren Magen belasten kann. Genau solche Erfahrungen zeigen, warum eine PHS-Information allein nicht ausreicht. „Ich brauche Geräusche beim Essen“ ist nur der Anfang. Erst durch Beobachtung wird sichtbar, was der Körper in unterschiedlichen Situationen tatsächlich braucht. Für Cindy war die Ernährungsstrategie gerade als Reflektorin ein wichtiger Baustein ihres Human Design Experiments. Die klassische Information über den Mondzyklus half ihr im Alltag zunächst nur begrenzt weiter. Über PHS, Außenschau und die zunehmende Wahrnehmung ihres Körpers bekam sie sehr viel konkretere Orientierung für alltägliche Situationen. Das ergänzt

Wie funktioniert die Human Design Ernährungsstrategie 5 – Klang leise – im Alltag?

Die Human Design Ernährungsstrategie Nummer 5 gehört zu den drei oberen Ernährungsstrategien. Hier geht es nicht mehr in erster Linie darum, was gegessen wird, sondern unter welchen Bedingungen der Körper Nahrung aufnimmt. Bei Farbe 5 spielt Klang eine zentrale Rolle. Die linke Variante ist Klang laut, Sound High, die rechte Variante Klang leise, Sound Low. Ich habe Klang leise und einen passiven Körper. Für mich bedeutet das, dass mein Verdauungssystem sehr sensibel auf die Frequenz der Umgebung reagiert. Klang leise bedeutet dabei nicht automatisch absolute Stille. Es geht um den für den jeweiligen Körper korrekten Klang, um Lautstärke, Frequenz und darum, welche Geräusche in diesem Moment überhaupt passen. Genau deshalb bleibt auch hier Strategie und Autorität die Grundlage des gesamten Experiments. Als ich meine Ernährungsstrategie kennengelernt habe, war meine erste mentale Reaktion ziemlich eindeutig: Das ist doch völliger Müll. Gleichzeitig wusste ich sehr schnell, dass an dieser Information für mich etwas dran ist. Ich komme aus Hotellerie und Gastronomie und habe einen großen Teil meines Lebens in Restaurants gegessen. Und ich hatte dabei sehr häufig Bauchschmerzen. Meine Schlussfolgerung war jahrelang: Dann esse ich wahrscheinlich das Falsche. Also begann ich Lebensmittel auszusortieren, Ernährungskonzepte auszuprobieren und immer weiter danach zu suchen, welches Essen mein Problem verursacht. Genau das war für meine Ernährungsstrategie eine riesige Konditionierung, weil mein Fokus permanent auf den Lebensmitteln lag, während mein Körper auf etwas ganz anderes reagierte: auf die Bedingungen, unter denen ich gegessen habe. Deshalb ist für mich der Zusammenhang aus PHS und Human Design Ernährung mit Strategie und Autorität inzwischen so wesentlich. Mein Ernährungsexperiment begann deshalb auch nicht damit, dass ich von heute auf morgen perfekt in Stille gegessen habe. Es begann mit Beobachtung. Welche Ernährungskonzepte trage ich eigentlich mit mir herum? Was glaube ich essen zu müssen? Was glaube ich nicht essen zu dürfen? Ich hatte mich schon Jahrzehnte vor Human Design intensiv mit Ernährung beschäftigt und entsprechend viel Material im Kopf. Diese Konditionierungen abzutragen hat Jahre gedauert. Rückblickend würde ich trotzdem sagen: Mein Experiment hatte bereits begonnen, als ich anfing, all das überhaupt wahrzunehmen. Mein Körper war noch lange nicht an dem Punkt, an dem er die Ernährungsstrategie vollständig leben konnte. Der Prozess war trotzdem längst in Bewegung. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich auch, dass die Tendenz zu Klang leise schon sehr früh da war. Ich habe immer lieber gewartet, bis ich zu Hause war, bevor ich gegessen habe. Damals wusste ich nur nicht, warum. Gleichzeitig bin ich wie viele Menschen damit aufgewachsen, gemeinsam am Tisch zu essen: Familie, Gespräche, Radio, Geräusche. Genau das war für mein System permanent viel Input. Als Kind habe ich trotzdem noch sehr vieles problemlos gegessen. Später begann ich immer stärker über Lebensmittel zu regulieren. Bauchschmerzen verschwanden vielleicht einmal, dafür kamen an anderer Stelle andere Themen hinzu. Genau dadurch wurde mir irgendwann klar, wie wichtig es ist, den Körper als Ganzes zu beobachten und nicht nur ein einzelnes Symptom oder eine einzelne Mahlzeit. Je länger ich mit Klang leise experimentiere, desto differenzierter wird meine Wahrnehmung. Beim Essen bevorzuge ich inzwischen sehr deutlich Stille. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass nicht jedes Geräusch automatisch falsch für mich ist. Eine sehr leise Baustelle in der Ferne kann meinen Körper beim Essen bereits stören, während ein anderes Geräusch in derselben Lautstärke vollkommen in Ordnung sein kann. Auch leise Musik kann unter bestimmten Bedingungen passen. Genau deshalb lässt sich aus „Klang leise“ keine starre Regel machen. Für jemanden am Anfang kann vollständige Stille ein guter Ausgangspunkt sein, um überhaupt Unterschiede beobachten zu können. Von dort aus beginnt das eigentliche Experiment: Welcher Klang passt? Welche Frequenz stört? Was verändert sich in Verdauung, Wahrnehmung und Körperzustand? Besonders spannend ist für mich, dass sich diese Ernährungsstrategie längst über das Essen hinaus in meinen Alltag ausgebreitet hat. Wenn ich mittags als Projektorin eine Pause mache und mich hinlege, kann mein Körper in Stille bereits sehr gut herunterfahren. Wenn ich dabei eine für mich passende leise Musik höre, ist die Wirkung teilweise noch einmal völlig anders. Ich nehme wahr, dass mein Körper sich dadurch sehr viel stärker reguliert und ich danach wieder mehr Energie zur Verfügung habe. Beim Essen wiederum ist diese Musik häufig gar nicht das Richtige. Genau diese feinen Unterschiede sind das Experiment. Auch mein Schlaf und die Bedingungen, unter denen mein Körper wirklich zur Ruhe kommt, gehören für mich inzwischen zu dieser viel umfassenderen Wahrnehmung meiner Umgebung. Wie weit mein Körper mit dieser Ernährungsstrategie inzwischen tatsächlich ist, habe ich besonders deutlich während eines zweiwöchigen Urlaubs mit Freunden gemerkt. Ich war sehr viel mit anderen zusammen, habe häufiger in Restaurants gegessen und hatte weniger Raum für meine eigenen Bedingungen. Dabei wurde für mich plötzlich sichtbar, wie stark meine Ernährungsstrategie bereits eingerastet ist. Ich konnte schwerer bei mir bleiben, ließ mich leichter mitziehen, hatte weniger Klarheit bei meiner Nahrungsauswahl und ging häufiger über meine Grenzen. Dazu kamen bei mir sehr konkrete Rückmeldungen: schlechter Schlaf, Bauchschmerzen, starke Gedankenaktivität und Cravings. Diese Erfahrung war unangenehm und gleichzeitig unglaublich wertvoll, weil ich danach viel klarer sehen konnte, wie sehr sich mein Körper bereits verändert hatte. Auch Restaurants sind für mich inzwischen sehr unterschiedlich. Ein lautes Restaurant mit vielen Gesprächen und viel Bewegung ist etwas völlig anderes als ein ruhiger Raum mit sehr leiser Musik, in dem ich allein essen kann. Ich habe sogar mit Ohrstöpseln experimentiert. Das Optimum ist für mich inzwischen meistens zu Hause, ruhig, mit möglichst wenig Input. Ähnlich ist es unterwegs. In einem vollen Zug zu essen ist für meinen Körper inzwischen kaum vorstellbar. Wenn ich einen ganzen Tag Zug fahre, funktioniert es für mich häufig besser, überhaupt nicht zu essen und später in einer für mich passenden Umgebung meine Mahlzeit einzunehmen. Das ist meine individuelle Erfahrung mit meinem passiven Körper und meiner Ernährungsstrategie und keine allgemeine Regel für Klang leise. Selbst bei Getränken wurde die Differenzierung immer feiner. Früher habe ich am Computer sehr gerne Tee getrunken. Irgendwann habe ich wahrgenommen, dass Tee für meinen Körper ebenfalls Nahrung beziehungsweise Nährstoff bedeutet und damit wieder die Bedingungen meiner Ernährungsstrategie relevant werden. Heißes Wasser ist etwas anderes. Das kann ich auch während

Warum funktioniert deine Human Design Ernährung nur mit Strategie und Autorität?

Eine Human Design Ernährungsstrategie lässt sich nicht einfach wie ein neues Ernährungskonzept anwenden. Genau da liegt für mich einer der wichtigsten Unterschiede zum klassischen Denken über Ernährung. Ich kann herausfinden, welche PHS-Ernährungsstrategie ich habe, mir die Beschreibung durchlesen und dann beschließen: Ab morgen mache ich das genauso. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass mein Körper für diesen Schritt überhaupt bereit ist. Im Human Design ist die Ernährung Teil des Transformationsprozesses. Sie soll aus dem Körper heraus gelebt werden. Deshalb stehen Strategie und Autorität davor. Sie zeigen überhaupt erst, ob und wann es für den Körper korrekt ist, mit diesem Experiment zu beginnen. Gerade beim Thema Ernährung wird sehr sichtbar, wie stark wir über Konzepte konditioniert sind. Wir haben gelernt, was gesund sein soll, wie viel wir essen sollten, welche Lebensmittel besonders wertvoll sind und welche wir besser vermeiden. Genau diese Vorstellungen können dann einfach in Human Design weitergetragen werden. Plötzlich heißt es nicht mehr: Du musst Rohkost essen. Dann heißt es vielleicht: Du hast diese Ernährungsstrategie, also musst du ab jetzt genau so essen. Der Mechanismus bleibt derselbe. Der Verstand nimmt ein neues System und versucht, es richtig zu machen. PHS ist für mich aber genau der Raum, in dem diese Kontrolle nach und nach an den Körper zurückgegeben wird. Das kann ganz praktisch bedeuten, dass der Körper etwas möchte, was überhaupt nicht zu dem passt, was der Verstand bisher als gesund abgespeichert hat. Vielleicht gibt es frische, rohe Lebensmittel und gleichzeitig zeigt der Körper sehr deutlich: Ich möchte das heute warm. Dann kann der Kopf sofort anfangen: Aber frisch ist doch besser. Roh bleiben doch mehr Nährstoffe erhalten. Das ist saisonal, regional und eigentlich viel gesünder. Und trotzdem kann die körperliche Rückmeldung eine ganz andere sein. Genau solche Momente sind im Experiment interessant. Nicht weil warm grundsätzlich besser wäre, sondern weil der eigene Körper beginnt, seine individuelle Rückmeldung zu geben. Wie unterschiedlich das aussehen kann, sieht man sehr schön bei der Human Design Ernährungsstrategie 3 – Durst heiß, bei der Wärme tatsächlich Teil der grundlegenden Mechanik ist. Dasselbe gilt für Mengen. Auch dort sitzen unglaublich viele Vorstellungen darüber, was normal, vernünftig oder gesund sein sollte. Wenn der Körper nach einer Mahlzeit weiterhin ganz klar signalisiert, dass er noch nicht satt ist, kann der Verstand sofort eingreifen: Das reicht jetzt aber. Du hast doch schon genug gegessen. Gerade im Ernährungsexperiment kann genau diese Stelle spannend werden. Kann ich beobachten, was mein Kopf dazu erzählt, und gleichzeitig wahrnehmen, was mein Körper tatsächlich sagt? Vielleicht verändert sich die Menge mit der Zeit. Vielleicht auch nicht. Der Körper muss sich an eine andere Art der Ernährung möglicherweise selbst erst gewöhnen. Das lässt sich nicht über eine mentale Vorgabe beschleunigen. Franziska und ich haben in unseren eigenen Experimenten beide erlebt, dass solche Veränderungen Zeit brauchen können. Der Körper ist über Jahre oder Jahrzehnte unter bestimmten Bedingungen gelaufen. Gleichzeitig hat der Verstand sehr feste Vorstellungen aufgebaut. Diese Konditionierung verschwindet nicht, nur weil man jetzt seine PHS-Ernährungsstrategie kennt. Bei mir hat es beispielsweise Jahre gedauert, bis ich bestimmte Ernährungskonzepte wirklich lockerlassen konnte. Ich war unter anderem stark mit pflanzlicher Ernährung und vielen Vorstellungen darüber beschäftigt, was ich essen darf und was nicht. Selbst nachdem ich Human Design kannte, kamen diese Konzepte immer wieder zurück. Erst nach und nach entstand überhaupt der Raum, Lebensmittel wieder ohne diese ganzen Regeln zu beobachten und meinen Körper damit experimentieren zu lassen. Deshalb finde ich es so wichtig, verschiedene Ernährungsstrategien auch über reale Experimente kennenzulernen. Bei Human Design Ernährungsstrategie 4 – Berührung nervös geht es beispielsweise um eine völlig andere Bedingung als bei Durst heiß. Dort spielt die äußere Anregung beim Essen eine zentrale Rolle. Schon daran wird deutlich, warum es keinen allgemeingültigen Weg geben kann. Das eine System möchte eine bestimmte Temperatur, ein anderes reagiert auf äußere Frequenz, wieder ein anderes braucht ganz andere Bedingungen. Und selbst innerhalb derselben Ernährungsstrategie bleibt jeder Mensch individuell, weil Autorität, Kognition, Variablen und das restliche Design mit hineinspielen. Der eigentliche Skill ist für mich deshalb die Beobachtung. Am Anfang gibt der Körper vielleicht noch gar keine besonders deutliche Rückmeldung. Man beginnt ein Experiment und fragt sich: War das jetzt besser? War das schlechter? Habe ich überhaupt irgendetwas gemerkt? Mit der Zeit kann diese Wahrnehmung sehr viel präziser werden. Irgendwann merkst du vielleicht schon beim Einkaufen, dass dein Körper etwas möchte oder ablehnt. Oder du nimmst während des Essens sofort wahr: Das passt. Das reicht. Davon brauche ich noch mehr. Genau diese Differenzierung kann sich langsam entwickeln. Der Körper lernt und der Verstand wird dabei zunehmend zum Beobachter. Und genau deshalb kann man eine Human Design Ernährungsstrategie aus meiner Sicht auch nicht perfekt machen. Perfektion wäre schon wieder ein Verstandeskonzept. Man kann beobachten, ausprobieren, zurückfallen, etwas neu versuchen und feststellen, dass ein Schritt heute noch nicht möglich ist. Vielleicht gibt Strategie und Autorität erst Monate oder Jahre später ein echtes Go. Vielleicht beginnt jemand sofort. Vielleicht verändert sich erst einmal nur eine Mahlzeit. Entscheidend ist, dass das Experiment aus dem eigenen Körper heraus entsteht und nicht aus der Idee, jetzt ein besonders guter Human Design Mensch sein zu müssen. Für mich ist das einer der tiefsten Aspekte von PHS: Ernährung wird zu einem Weg, den eigenen Körper überhaupt wieder kennenzulernen. Nicht länger nur nach außen schauen und fragen, was gesund ist, sondern zunehmend wahrnehmen: Was sagt mein eigener Körper? Wann ist er bereit? Was funktioniert heute? Was verändert sich mit der Zeit? Genau darin liegt für mich die eigentliche Transformation. Du möchtest das Thema lieber hören? In der Podcastfolge „#24 Warum deine Human Design Ernährung nur mit Strategie & Autorität funktioniert“ sprechen Franziska und Rita darüber, warum PHS kein neues mentales Ernährungskonzept ist, wie stark Konditionierungen beim Essen wirken und weshalb der Körper selbst den Zeitpunkt und die Richtung des Ernährungsexperiments vorgeben muss. → Podcastfolge auf Spotify anhören P.S. Wenn du deine eigene Ernährungsstrategie kennenlernen und sie Schritt für Schritt aus deinem Körper heraus in dein Leben bringen möchtest, begleite ich dich in meiner Human Design Ernährungsbegleitung durch dein persönliches PHS-Experiment. → Zur Human Design Ernährungsbegleitung

Wie funktioniert die Human Design Ernährungsstrategie 3 – Durst heiß – mit Außenschau?

Bei der Human Design Ernährungsstrategie Nummer 3 geht es um Durst. Anja hat die linke Variante, Durst heiß. Im PHS bedeutet das, dass Nahrung und Getränke für ihren Körper grundsätzlich über Körpertemperatur passend sind und dass Flüssigkeit eine wichtige Rolle spielt. Dabei geht es nicht darum, alles kochend heiß zu essen oder nur noch Suppen zu sich zu nehmen. Entscheidend ist die individuelle Umsetzung im eigenen Design. Anja kommt beispielsweise mit ausschließlich flüssiger Nahrung überhaupt nicht gut zurecht, weil sie gleichzeitig ein starkes Bedürfnis nach wirklicher Sättigung und Volumen im Magen kennt. Genau daran sieht man schon, dass eine Ernährungsstrategie nie isoliert vom restlichen Design betrachtet werden kann. Vor Human Design hat Anja ganz klassisch gegessen: morgens eher kalt, abends Brotzeit, Salate, kalte Getränke, Eis und im Sommer auch gerne einen eisgekühlten Aperol Spritz. Eine besondere Tendenz zu warmer Ernährung hatte sie rückblickend nicht. Als sie ihre Ernährungsstrategie kennengelernt hat, war allerdings sofort ein Go da. Sie hatte sich schon vor ihrem ersten Reading mit Human Design beschäftigt und direkt nach ihrer Ernährung gefragt. Angefangen hat sie zunächst mit den Getränken. Sie hat sie wärmer getrunken, später Mahlzeiten nach und nach umgestellt und immer häufiger darauf geachtet, über Körpertemperatur zu essen. Genau diese schrittweise Umsetzung war für sie stimmig. Strategie und Autorität waren dabei die Grundlage und sind es bis heute. Der Verstand fand natürlich nicht jede Konsequenz davon lustig. Eis, kalte Getränke oder bestimmte Dinge im Sommer waren schließlich vorher ganz normal gewesen. Anja hat daraus aber nie eine starre Regel gemacht. Wenn ihr Körper heute wirklich ein Go für etwas Kaltes gibt, dann macht sie das auch. Genau das ist für mich beim PHS so wichtig: Die Ernährungsstrategie wird nicht zum nächsten Konzept, das man sich überstülpt. Sie gibt eine Richtung vor, in der der Körper experimentieren kann. Und wenn Strategie und Autorität etwas anderes anzeigen, dann gehört auch genau diese Erfahrung ins Experiment. Bei Anja kommt außerdem die Kognition Außenschau dazu. Das bedeutet für sie, dass ihre Augen eine wichtige Rolle spielen. Sie möchte sehen, was sie isst, und sich auf das Essen fokussieren können. Wenn sie selbst kocht, kann sie die Lebensmittel schon während der Zubereitung anschauen und ihr System bekommt früh visuelle Informationen darüber, was gleich kommt. Beim Einkaufen greift sie häufig spontan nach dem, worauf ihr Blick fällt. Gleichzeitig musste sie auch dort Konditionierung beobachten. Gerade weil Nachhaltigkeit für sie wichtig war, kam zwischendurch der Gedanke auf, sie müsste vielleicht gerade die Lebensmittel nehmen, die weniger schön aussehen. Für ihre Außenschau durfte sie irgendwann akzeptieren, dass das, was ihre Augen anspricht, für sie eine wichtige Information sein kann. Was dabei „schön“ bedeutet, ist natürlich vollkommen individuell. Die Auswirkungen ihrer Ernährungsumstellung hat Anja besonders deutlich an ihrer Verdauung wahrgenommen. Wenn sie konsequent genügend Flüssigkeit und Wärme in ihre Nahrung bringt, beschreibt sie ihre Verdauung als wesentlich leichter. Müdigkeit nach dem Essen und Blähungen treten bei ihr dann deutlich weniger auf. Gerade bei rohen Salaten und Gemüse hatte sie früher oft die Vorstellung im Kopf, dass sie diese essen müsse, weil das allgemein als gesund gilt. Ihr eigener Körper hat ihr etwas anderes gezeigt. Diese Erfahrung war für sie ein wichtiger Schritt weg von allgemeinen Ernährungskonzepten und hin zu einer viel stärkeren Körperführung. Die zwölf Human Design Ernährungsstrategien zeigen genau diese Individualität: Was für einen Körper hervorragend funktioniert, kann für einen anderen überhaupt nicht passend sein. Auch bei der Menge musste Anja einige allgemeine Vorstellungen loslassen. Sie kann große Portionen essen und auch mehrmals am Tag wirklich viel Nahrung brauchen. Ihr aktiver Körper spielt dabei für sie ebenfalls eine Rolle. Früher hat sie sich darüber teilweise gewundert, heute kann sie viel leichter akzeptieren, dass ihr Körper sich holt, was er braucht. Suppen allein funktionieren für sie beispielsweise überhaupt nicht als dauerhafte Lösung. Sie braucht etwas, das den Magen wirklich füllt. Porridge ist für sie ein gutes Beispiel: genügend Flüssigkeit und gleichzeitig Substanz und Sättigung. Auch Nudeln mit Sauce funktionieren für sie wesentlich besser als eine Mahlzeit, die hauptsächlich aus Flüssigkeit besteht. Gerade diese Kombination mit ihrem restlichen Design zeigt, warum die reine Information „Durst heißt viel Suppe“ viel zu kurz greifen würde. Ein weiterer interessanter Punkt in Anjas Experiment ist ihre Wahrnehmung. Sie beschreibt, dass ihr Körpergefühl über die Jahre immer feiner geworden ist. Gleichzeitig fällt dieser Zeitraum mit anderen körperlichen Veränderungen zusammen, unter anderem damit, dass sie nach vielen Jahren die Pille abgesetzt hat. Deshalb möchte sie selbst gar nicht behaupten, jede Veränderung ausschließlich ihrer Ernährung zuordnen zu können. Was sie aber klar wahrnimmt: Sie hat heute eine ganz andere Beziehung zu ihrem Körper. Sie hört genauer hin, nimmt Signale früher wahr und versteht zunehmend, wie ihr Körper mit ihr kommuniziert. Gerade mit ihrer Milzautorität im Human Design ist diese immer feinere Körperwahrnehmung für sie ein wichtiger Teil ihres gesamten Experiments. Auch etwas so Einfaches wie die Temperatur wurde mit der Zeit immer leichter wahrnehmbar. Am Anfang hat Anja teilweise ein Thermometer benutzt, um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, wann Essen über Körpertemperatur liegt. Heute merkt sie beim Trinken schon im Mund- und Rachenraum sehr schnell, ob etwas für sie warm genug ist. Im Sommer darf es eher lauwarm sein, im Winter mag sie Getränke häufig wärmer. Beim Essen achtet sie darauf, es möglichst direkt nach dem Kochen auf den Teller zu bringen, damit es nicht zu schnell auskühlt. Wenn das passiert, trinkt sie manchmal einfach warmes Wasser dazu. Das sind genau diese kleinen individuellen Lösungen, die im Laufe eines Experiments entstehen und irgendwann ganz selbstverständlich werden. Ausnahmen gibt es trotzdem. Manchmal hat Anja Lust auf Sushi, manchmal auf ein kaltes Getränk. Sie merkt inzwischen deutlicher, wie ihr Körper darauf reagiert, und genau diese Rückmeldung gehört für sie ebenfalls dazu. Gerade am Anfang kann ein Körper möglicherweise auch Zeit brauchen, um sich überhaupt an eine andere Ernährungsweise zu gewöhnen. Für manche Menschen ist eine sehr konsequente Umstellung sofort richtig, für andere funktioniert ein langsamer Prozess besser. Anja würde rückblickend sogar noch entspannter an ihre eigene Umstellung herangehen. Eine Mahlzeit etablieren, dann die nächste, unterwegs schauen, was möglich ist und

Human Design Ernährungsstrategie 4: Berührung nervös – wenn dein System Anregung beim Essen braucht

Die Human Design Ernährungsstrategie Nummer 4 wird Berührung genannt. Bei der linken Variante geht es um Berührung nervös beziehungsweise aufgeregt. Das bedeutet nicht, dass jemand nervös sein muss, um essen zu können. Entscheidend ist vielmehr, dass das System beim Essen eine gewisse Anregung von außen bekommt. Das kann durch andere Menschen passieren, durch Bewegung, durch ein Gespräch, durch Autofahren oder durch eine Umgebung, in der einfach etwas los ist. Der Körper bekommt einen äußeren Reiz und genau diese Frequenz unterstützt die Nahrungsaufnahme. Sabrina lebt diese linke Variante und beschreibt sehr klar, dass sie dafür gar keinen komplizierten Aufbau braucht. Unsere heutige Welt bietet ohnehin viele Möglichkeiten für diese Art von Anregung: Restaurants, unterwegs sein, Arbeit, andere Menschen oder eben Autofahren. Sabrina ist erst über ihr Human Design Experiment langsam in diese Ernährungsstrategie hineingewachsen. Typ, Strategie und Autorität waren zuerst da, das PHS kam später dazu. Das Wissen über ihre Ernährung hatte sie schon relativ früh, wirklich konsequent damit experimentiert hat sie erst später. Gerade beim Thema Ernährung merkt man oft, wie viele allgemeine Konzepte im Kopf sitzen. Gemüse ist gesund, Zucker ist schlecht, dieses Lebensmittel darf man essen, jenes besser nicht. Auch Sabrina kannte diese ganzen Vorstellungen. Der spannende Punkt im Experiment war deshalb irgendwann, all diese Ideen nicht automatisch über den eigenen Körper zu stellen. Für mich bleibt dabei Strategie und Autorität immer die Grundlage, weil genau darüber überhaupt entschieden wird, was für den eigenen Körper in diesem Moment korrekt ist. Am Anfang hat Sabrina ihre Ernährungsstrategie eher in kleinen Etappen ausprobiert. Ein paar Tage anders essen, dann wieder zurück in die gewohnte Art. Rückblickend sagt sie selbst, dass sie dadurch kaum etwas beobachten konnte. Erst als sie über mehrere Wochen konsequenter wurde, konnte sie Veränderungen wirklich wahrnehmen. Bei den Lebensmitteln selbst hat sich bei ihr gar nicht so viel verändert. Der entscheidende Punkt war der Umstand, in dem sie gegessen hat. Ein Keks ist immer noch ein Keks. Heute stellt sich für sie eher die Frage: Möchte mein Körper den jetzt? Passt der Moment? Passt die Umgebung? Bei den Ernährungsstrategien vier, fünf und sechs spielt genau dieser äußere Umstand eine zentrale Rolle. Was tatsächlich gegessen wird, läuft weiterhin über die eigene Autorität. Das zeigt sich bei Sabrina auch sehr deutlich, wenn sie irgendwo eingeladen ist. Wenn die Anregung in der Umgebung für sie nicht passt, kann sie inzwischen einfach sagen: Ich esse jetzt nichts. Sie sitzt trotzdem mit den anderen zusammen, verbringt Zeit mit ihnen und isst später. Ich finde das einen wichtigen Punkt, weil gesellschaftlich unglaublich viel rund ums Essen aufgebaut ist. Man trifft sich zum Frühstück, zum Abendessen oder zum Kaffee und Kuchen und dadurch entsteht schnell die Vorstellung, dass alle gleichzeitig essen müssten. Sabrina hat sich hier die Freiheit genommen, ihren Körper entscheiden zu lassen. Gerade als Projektorin ist auch ihre Projektor-Strategie mit der Einladung Teil des gesamten Experiments und läuft nicht getrennt von ihrer Ernährung. Die Veränderungen durch das Experiment waren bei Sabrina teilweise sehr subtil. Vieles hat sie erst im Rückblick bemerkt. Ein Beispiel war ihr Schlaf. Jahrelang brauchte sie nachts ein geöffnetes Fenster und hatte das Gefühl, nur mit viel frischer Luft wirklich gut schlafen zu können. Später stellte sie fest, dass sie auch bei geschlossenem Fenster schlafen konnte und dieses starke Bedürfnis nach ständig frischer Luft nicht mehr dieselbe Rolle spielte. Genau solche Beobachtungen finde ich im PHS-Experiment spannend. Manchmal verändert sich etwas bei der Verdauung, manchmal bei der Energie, manchmal beim Schlaf und manchmal fällt eine Veränderung erst viel später auf. Human Design und Schlaf ist deshalb für mich ebenfalls ein Bereich, in dem man sehr viel über den eigenen Körper beobachten kann. Sabrina macht heute kaum noch Ausnahmen, weil ihre Ernährungsstrategie für sie ziemlich einfach zu leben ist. Wenn sie Anregung braucht, kann schon ein Telefonat reichen oder sie isst unterwegs. Besonders gerne isst sie tatsächlich beim Autofahren. Ein Sandwich oder eine Semmel im Auto funktioniert für sie sehr gut und passt auch zu ihrem Alltag. Gleichzeitig hat sich über das Ernährungsexperiment noch etwas anderes entwickelt: Sie steht mehr für sich ein. Sie beschreibt, dass sie authentischer geworden ist und stärker darauf vertraut, was sie selbst wahrnimmt. Dieses Vertrauen hat sich mit der Zeit auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Wenn der Körper immer wieder die Erfahrung macht, dass seine eigene Wahrnehmung ernst genommen wird, bleibt das eben nicht nur beim Essen. Bei Sabrina kommt außerdem ihre emotionale Autorität dazu. Auch die Auswahl von Lebensmitteln passiert deshalb über Zeit. Beim Einkaufen kann sie zwei- oder dreimal an etwas vorbeigehen und schauen, ob sie es immer noch möchte. Manchmal hat sie schon vorher eine Idee, schreibt etwas auf die Einkaufsliste und überprüft im Laden noch einmal, ob es weiterhin passt. Zu Hause kann sie mehrmals den Kühlschrank öffnen, wieder weggehen und zehn Minuten später noch einmal schauen. Im Restaurant kennt sie häufig schon vorher die Speisekarte und kann dadurch bereits vorher wahrnehmen, was für sie infrage kommt. Dafür braucht es nicht immer Stunden. Manchmal reichen wenige Minuten, damit innerhalb der emotionalen Welle mehr Klarheit entsteht. Und dann kommt bei Sabrina noch die Kognition Gefühl dazu. Sie beschreibt es so, dass sie die Energie eines Lebensmittels wahrnimmt. Sie muss eine Erdbeere nicht anfassen, um zu merken, ob genau diese Erdbeere für sie passt. Zwei Dinge können äußerlich vollkommen gleich aussehen und sich trotzdem unterschiedlich anfühlen. Am Buffet kann sie an mehreren gleichen Lebensmitteln vorbeigehen und eines davon fühlt sich für sie stimmiger an als die anderen. Genau daran sieht man sehr schön, wie differenziert PHS mit der Zeit werden kann. Ernährungsstrategie, Autorität und Kognition greifen immer feiner ineinander und der Körper entwickelt seine ganz eigene Art, durch diese Auswahl zu gehen. Was Sabrina jemandem am Anfang mitgeben würde, ist ziemlich klar: wirklich ausprobieren und lange genug beobachten, damit überhaupt etwas sichtbar werden kann. Für sie waren einzelne Mahlzeiten zu wenig, um einen Unterschied wahrzunehmen. Gleichzeitig kann auch der Zeitpunkt, an dem jemand überhaupt in sein Ernährungsexperiment einsteigt, nur aus dem eigenen Prozess entstehen. Vielleicht ist es heute dran, vielleicht erst später. Genau deshalb ist PHS für mich

Human Design Ernährungsstrategie 3: Durst heiß im echten Experiment

In der Podcastfolge #16 habe ich wieder mit Lena gesprochen. Wir hatten vorher schon eine Folge zu Strategie und Autorität aufgenommen und diesmal wollte ich mit ihr tiefer in ihr Ernährungsexperiment gehen. Lena ist manifestierende Generatorin mit sakraler Autorität, 2/4-Profil und hat die Human Design Ernährungsstrategie Nummer 3, Durst heiß. Dazu kommt bei ihr die Kognition Geschmack. Mich hat vor allem interessiert, wie das Ganze tatsächlich im Alltag aussieht, weil genau das für mich bei PHS immer das Spannende ist: Wie hast du vorher gegessen? Wie bist du überhaupt in das Experiment gekommen? Was hat sich verändert? Und was passiert, wenn der Körper diese Ernährungsweise mit der Zeit immer besser kennenlernt? Lena ist über ihre DDP-Ausbildung damit in Berührung gekommen und hat erst einmal ein bis zwei Jahre eher halbherzig experimentiert. Irgendwann kam noch einmal eine klare Reaktion und sie ist konsequenter eingestiegen. Genau dadurch hat sie noch einmal einen ganz anderen Unterschied wahrgenommen. Und ich finde das so wichtig, weil Ernährung eine unglaublich tiefe Konditionierung sein kann und dieser Weg einfach so lange dauern darf, wie er dauert. Bevor Lena mit ihrer Ernährungsstrategie angefangen hat, hatte sie unglaublich viele Ernährungskonzepte im Kopf. Gesund sollte es sein, ökologisch sollte es sein, manche Lebensmittel waren irgendwann tabu, weil sie irgendwo gelesen hatte, dass sie schädlich seien. Sie hat Basenfasten ausprobiert, vegan gegessen und unterschiedliche Konzepte getestet. Dazu kam bei ihr das offene Emotionszentrum und damit auch dieses Thema: Wenn ich irgendwo eingeladen bin, kann ich dann wirklich sagen, danke, das esse ich jetzt nicht? Genau diese Konfrontation mit dem Außen kennen viele. Bei Durst heiß geht es um Nahrung, die in irgendeiner Form verändert oder zubereitet wurde, also gekocht, gebacken, erhitzt, und um viel Flüssigkeit über die Nahrung oder über Getränke. Beim linken Durst geht es um Wärme über Körpertemperatur. Spannend fand ich, dass Lena rückblickend schon als Kind und Jugendliche immer wieder genau dort gelandet ist. Ihre Mutter hat dieselbe Ernährungsstrategie und hat viel gekocht. Als Jugendliche hat Lena bei einem Bäcker gearbeitet und sich dort sehr häufig ein überbackenes Käsebrötchen mit Remoulade geholt. Heiß und fettig. Rückblickend konnte sie sehr gut sehen, dass ihr Körper damals schon einiges ganz intuitiv gewählt hatte. Dann kommt bei Lena noch Geschmack als Kognition dazu. Und auch das war schon lange vor ihrem bewussten Human Design Experiment sichtbar. Lena hat beim Frühstück zum Beispiel immer erst einmal vom Brötchen abgebissen, bevor sie es überhaupt geschmiert hat. Für andere sah es so aus, als würde sie schon anfangen zu essen. Für sie war das überhaupt kein Essen. Ihr Körper wollte erst einmal schmecken, was gleich kommt. Genau dieses Probieren ist heute immer noch da. Der Geschmack gibt ihr auch Information darüber, wann genug ist. Sie beschreibt, dass sie durchaus sehr viel essen kann und irgendwann plötzlich merkt: Jetzt ist der Geschmack weg. Dann ist für sie auch das Essen fertig. Über die Zeit hat sich außerdem verändert, welche Konsistenzen sie anziehen. Am Anfang waren es noch viele feste Sachen, Nudeln, Pizza, warmes Brot. Später kamen immer mehr Suppen, Saucen und flüssigere warme Mahlzeiten dazu. Sie hat irgendwann gemerkt, dass diese Flüssigkeit die Wärme für sie anders hält. Gleichzeitig beschreibt sie eine ganz andere Sättigung. Früher hatte sie oft das Gefühl, unglaublich viel essen zu können und trotzdem nicht wirklich fertig zu sein. Heute erlebt sie diesen Abschluss viel klarer. Sehr spannend fand ich auch unser Gespräch über Trinken. Lena mag Wasser schlichtweg nicht. Ihr Geschmack sagt dazu offenbar sehr klar etwas und sie trinkt hauptsächlich Tee, teilweise auch selbst aufgekochten Tee aus Fenchelsamen. Sie hatte irgendwann sogar ihre Blutwerte untersuchen lassen, weil sie wissen wollte, wie es ihrem Körper mit dieser Ernährungsweise geht, und beschreibt, dass diese Werte für sie sehr positiv und eine Bestätigung ihres eigenen Experiments waren. Genau an dieser Stelle sieht man für mich wieder so schön, wie unterschiedlich Körper funktionieren können. Ich habe im Gespräch mein eigenes Beispiel gebracht: Bei meiner Ernährungsstrategie Klang leise spielt die Umgebung die entscheidende Rolle. Sobald in einem Getränk Nährstoffe stecken, gehört für meinen Körper auch das bereits zur Nahrungsaufnahme und damit wird die richtige Umgebung wichtig. Deshalb bin ich irgendwann bei heißem Wasser gelandet und liebe es inzwischen. Lena sitzt daneben mit ihrem Tee und genau das ist Differenzierung. Jeder Körper hat seine eigene Mechanik und darf über das Experiment herausfinden, wie das tatsächlich für ihn aussieht. Auch im Familienalltag hat sich bei Lena mit der Zeit viel verändert. Früher war Essen häufig stressig, weil sie für die Hauptmahlzeiten verantwortlich war, alle etwas anderes mochten und sie selbst oft überhaupt kein Gefühl von wirklicher Sättigung hatte. Dazu hat sie einen aktiven Körper und braucht regelmäßig Nahrung. Ihr Mann und ihre Familie funktionieren da anders. Heute wissen sie das. Lena erzählt von einer langen Fahrradtour zu einem Herbstmarkt, bei der ihrem Mann sofort klar war: Mama braucht jetzt erst einmal etwas zu essen. Da gab es warmen Grillkäse und für sie war das genau passend. Dieses Verständnis ist inzwischen einfach Teil ihres Familienlebens geworden. Gleichzeitig kann sie viel besser schauen, was ihre Kinder eigentlich brauchen, weil sie selbst versorgt ist. Auch Schokolade spielt inzwischen kaum noch eine Rolle. Auf einem Geburtstag kann sie vor einem großen Kuchenbuffet sitzen, Kaffee oder Tee trinken und merken, dass sie gerade überhaupt keinen Kuchen braucht. Ihre Schwiegermutter weiß inzwischen, wie sie isst, macht ihr etwas Warmes oder wärmt ein Brötchen für sie auf. Diese Standhaftigkeit im eigenen Experiment ist mit der Zeit gewachsen und damit wurde auch das Außen entspannter. Was Lena über die körperlichen Veränderungen erzählt hat, fand ich besonders schön. Sie beschreibt ihren Körper heute gleichzeitig gesetzter, geerdeter und leichter. Sie fühlt sich fokussierter und wacher und nimmt eine klarere Wahrnehmung wahr. Sie spricht auch über diesen Brainfuck, den viele kennen, dieses Gefühl, dass im Kopf permanent ein Film läuft und Denken unglaublich anstrengend wird. Bei ihr ist da inzwischen viel mehr Klarheit. Gerade mit ihren zwei emotional definierten Kindern merkt sie das sehr deutlich. Früher konnte diese emotionale Welle sie schnell aus der Reserve locken und

Human Design Ernährungsstrategie: Warum du sie kennst und trotzdem nicht umgesetzt bekommst

Vielleicht kennst du deine Human Design Ernährungsstrategie längst. Du weißt theoretisch, wie dein Körper Nahrung am besten aufnehmen kann, du hast dich damit beschäftigt und trotzdem denkst du irgendwann: Ich krieg’s einfach nicht hin. Genau darüber habe ich in einer Solo-Folge meines Podcasts „Human Design Leben“ gesprochen. Denn dass eine Ernährungsstrategie im Chart steht und dass man sie tatsächlich im Alltag lebt, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Für mich beginnt dieser Prozess immer wieder bei Strategie und Autorität. Die Ernährungsstrategie kann sehr schnell zu einem weiteren Thema werden, das der Verstand übernimmt. Man kennt seine Strategie, versteht sie vielleicht sogar ziemlich gut und beginnt dann mental zu überlegen, wie man sie jetzt korrekt umsetzt. Genau da kann es schon wieder schwierig werden. Wenn Strategie und Autorität im Körper noch nicht genug verankert sind, fehlt häufig die Körperführung für diesen Prozess. Dann weiß der Kopf zwar, wie es theoretisch gehen müsste, aber der Körper ist noch gar nicht an diesem Punkt. Deshalb ist für mich Strategie und Autorität die Grundlage, bevor man wirklich tief in die Ernährungsstrategie geht. Der Körper braucht ein Go für diesen Prozess. Ich kenne das aus meinem eigenen Experiment sehr gut. Bei mir war von Anfang an eine sehr tiefe Resonanz auf meine Ernährungsstrategie da. Gleichzeitig hat mein Verstand sehr lange gebraucht, um all die generalisierten Ernährungskonzepte überhaupt loszulassen. Man hat über Jahre gelernt, was gesund sein soll, wann man essen soll, wie viel man essen soll, welche Lebensmittel gut oder schlecht sein sollen und wie Ernährung angeblich funktioniert. Dieses Wissen sitzt teilweise unglaublich tief. Selbst wenn der Körper längst etwas anderes zeigt, kann der Mind immer wieder dazwischenfunken und versuchen, die Kontrolle zu behalten. Bei mir hat das wirklich lange gedauert. Diese Konditionierungen lösen sich nicht einfach auf, nur weil man seine Human Design Ernährungsstrategie kennt. Und manchmal ist auch einfach das Timing noch nicht da. Vielleicht kennst du deine Ernährungsstrategie und spürst trotzdem, dass du noch nicht richtig hineinkommst. Dann können vorher andere Schichten dran sein. Vielleicht geht es erst einmal darum, Strategie und Autorität überhaupt wahrnehmen zu lernen. Vielleicht verändert sich gerade dein Alltag. Vielleicht sortiert dein Körper erst andere Dinge. Eine Ernährungsstrategie ist ein intensiver Prozess und der Körper entscheidet letztlich selbst, wann er dafür bereit ist. Man kann diesen Zeitpunkt nicht mental erzwingen. Dazu kommt der ganz normale Alltag. Familie, Kinder, Arbeit, Einkaufen, Kochen, Strukturen, vielleicht ein Umfeld, das überhaupt nicht mitzieht. Auf dem Papier kann eine Ernährungsstrategie sehr einfach aussehen. Im echten Leben hängt sehr viel mehr daran. Vielleicht müsstest du anders einkaufen, anders vorbereiten oder zu anderen Zeiten essen. Vielleicht fehlt dir Unterstützung. Vielleicht kochst du für mehrere Menschen und alle brauchen etwas anderes. Vielleicht weißt du theoretisch längst, was für dich korrekt wäre, bekommst es in deiner aktuellen Lebenssituation aber einfach noch nicht umgesetzt. Auch das gehört zum Prozess. Genau deshalb mache ich selbst auch keine reine Ernährungsanalyse, nach der jemand mit seinem Wissen wieder allein nach Hause geht. Für mich ist Ernährungsstrategie Prozessarbeit. Es braucht Zeit, Beobachtung und häufig auch Begleitung über einen längeren Zeitraum. Im Prozess sieht man überhaupt erst, an welcher Stelle es hängt. Ist es wirklich die Ernährung? Ist Strategie und Autorität noch nicht stabil genug? Ist der Mind voll mit alten Ernährungskonzepten? Fehlt im Alltag eine Struktur? Gibt es keinen Support? Oder sagt der Körper gerade schlicht noch nicht Ja zu diesem nächsten Schritt? Für mich ist es deshalb völlig normal, an irgendeinem Punkt zu hängen. Es hat Gründe. Und genau diese Gründe sind wichtig, weil sie den Unterschied zwischen „Ich weiß meine Ernährungsstrategie“ und „Ich lebe meine Ernährungsstrategie“ ausmachen. Human Design Wissen kann unglaublich spannend sein. Irgendwann geht es aber darum, dass der Körper dieses Wissen übernimmt und daraus eine eigene Erfahrung entsteht. Genau dort beginnt für mich das eigentliche Ernährungsexperiment. Du möchtest das Thema lieber hören? In der Podcastfolge „#13 Ernährungsstrategie – ich krieg’s nicht hin“ spreche ich darüber, warum es völlig normal sein kann, die eigene Human Design Ernährungsstrategie zu kennen und trotzdem Schwierigkeiten damit zu haben, sie im Alltag wirklich zu leben. → Podcastfolge auf Spotify anhören P.S. Wenn du deine Human Design Ernährungsstrategie im eigenen Alltag und Körper wirklich kennenlernen möchtest, findest du hier meine Ernährungsbegleitung. → Meine Ernährungsbegleitung

Warum nehme ich nicht ab, obwohl ich auf meine Ernährung achte? – Strategie, Autorität & PHS

Gewicht verlieren ist für unglaublich viele Menschen ein Thema. Wie kann ich am besten abnehmen? Wie sollte ich essen? Wie sollte mein Körper aussehen? Dazu kommen all die Bilder, die wir davon haben, wie ein Körper sein sollte. Ich hatte vor Kurzem schon eine Podcastfolge über den aktiven und passiven Körper und vor allem über den passiven Körper. Für mich läuft an dieser Stelle sehr viel zusammen, weil auch beim Thema Gewicht die Grundlage immer wieder dieselbe ist: Strategie und Autorität. Strategie und Autorität sind für mich die Grundlage dafür, überhaupt in ein Ernährungsexperiment einzusteigen. Wenn man eine Weile Strategie und Autorität lebt, beginnt sich etwas zu verändern. Es entwickelt sich eine Liebe für Differenzierung und daraus kann eine echte Selbstliebe entstehen, die aus dem Körper kommt. Man beginnt anzuerkennen, dass wir nicht alle gleich sein können, dass der eigene Körper differenziert ist und dass auch die eigenen Limitationen dazugehören. Ich habe ganz am Anfang meines Podcasts einmal über Limitationen gesprochen, darüber, das zu lieben, was man ist, und nicht mental dem hinterherzujagen, was man nicht ist und was der Verstand gern hätte. Diese Selbstliebe entsteht natürlich nicht innerhalb von ein paar Monaten. Auch das ist Training und Dekonditionierung. Für mich ist genau das eine wichtige Grundlage dafür, den eigenen passiven oder aktiven Körper überhaupt wahrnehmen zu können und irgendwann ein immer präziseres Körpergefühl dafür zu bekommen, was dieser Körper wirklich braucht. Darauf baut für mich PHS auf. Und ich sage das immer wieder sehr deutlich: PHS Ernährungsstrategie ist kein weiteres mentales Ernährungskonzept. Es ist eine frequenzbasierte Ernährungsstrategie. Es geht nicht darum, seine Ernährungsstrategie herauszufinden und anschließend mit dem Mind zu beschließen: Okay, ich habe diese Ernährungsstrategie, also mache ich jetzt A, B und C. Die Ernährungsstrategie funktioniert für mich innerhalb des Experiments über Strategie und Autorität. Als Generatorin reagierst du darauf und deine Autorität sagt Ja. Als Projektorin braucht es die korrekte Einladung und dann wiederum deine Autorität. Bei mir als Milzprojektorin kann das beispielsweise diese ganz leise, nüchterne Wahrnehmung sein: Das schätzt hin. Das ist jetzt gesund für dich. Mach mal. Wenn der Körper kein Go hat, kann ich mental noch so viel an meiner Ernährung herumdoktern. Genau deshalb sage ich immer wieder: Strategie und Autorität. Das ganze Human Design Wissen ist super mega geil, aber unterm Strich geht es darum, es zu leben. That’s it. Das Spannende ist, dass viele Menschen beim Kennenlernen ihrer Ernährungsstrategie sofort etwas wiedererkennen. Vielleicht war das als Kind schon da. Jemand hat sein Essen immer getrennt gegessen. Ein anderer konnte im Restaurant besonders gut essen. Jemand merkt, dass Essen beim Telefonieren gut funktioniert oder dass er schon immer nachts gern gegessen hat. Wenn die eigene Körperwahrnehmung nicht komplett verschüttet ist, gibt es häufig irgendwo eine Affinität zu dieser Ernährungsstrategie. Gleichzeitig ist Ernährung für mich eine der tiefsten Konditionierungen überhaupt, weil sie in dem Moment beginnt, in dem wir geboren werden. Jede Generation hat ihre eigenen generalisierten Konzepte. Früher sollten Kinder möglichst schnell allein schlafen, heute ist es eher das Familienbett. Heute muss möglichst alles frisch gekocht sein und bei Zucker wird schnell ein riesiges Thema daraus. Solche Konzepte haben alle irgendwo ihren Platz. Wir sind trotzdem differenzierte Wesen. Jedes generalisierte Ernährungskonzept da draußen kann für irgendeinen Menschen korrekt sein. Entscheidend ist, ob es für diesen einen Menschen korrekt ist. Ich mache deshalb auch keine einzelne Ernährungsanalyse und sage danach: Das ist jetzt deine Ernährung, viel Spaß damit. Für mich ist Ernährung Prozessarbeit. Man kann unglaublich viel aus einem Human Design Chart herauslesen. Braucht jemand Fleisch oder generell tierisches Eiweiß? Funktioniert schneller Zucker gut? Sind komplexe Kohlenhydrate wichtig? Wie ist der Körper aufgebaut? Wie sensibel ist das Verdauungssystem? Man kann unglaublich tief in einen Chart hineinschauen. Trotzdem beginnt die Ernährung für mich mit Strategie und Autorität und entwickelt sich dann über das Experiment. Irgendwann entsteht daraus eine Basis: Mein Körper ist so ausdifferenziert, wie er ist. Ich habe einen passiven oder einen aktiven Körper. Ich bekomme langsam ein Gefühl dafür, wie viel ich wirklich brauche, wann ich etwas brauche und was mein Körper überhaupt möchte. Erst dann wird die Frage interessant: Wie sieht meine frequenzbasierte Ernährung tatsächlich aus? Gerade beim passiven Körper habe ich das in meinem eigenen Experiment sehr deutlich erlebt. Ich wusste mental schon lange, dass mein Körper sehr wenig braucht, weil mein Körper und mein Gehirn passiv sind und nicht so viel Energie benötigen. Aber was bedeutet „wenig“ konkret? Das kann mir keine Ernährungstabelle sagen. Das entsteht durch Beobachtung. Welche Lebensmittel tun mir gut? Wie viel brauche ich? Wann will mein Körper überhaupt essen? Es gibt Tage, an denen ich unglaublich wenig esse, weil ich schlicht keinen Hunger habe. Und dann gibt es andere Tage, an denen ich das Gefühl habe, heute verhält sich mein Körper fast wie ein aktiver Körper. Auch hier gibt es keinen Kopfplan. Human Design gibt eine präzise Richtung vor, in der ich anfangen kann zu experimentieren. Innerhalb dieses Rahmens bleibt es ein Experiment. Jede einzelne Ernährungsstrategie kann bei zwei Menschen noch einmal völlig unterschiedlich aussehen, weil der gesamte Mensch dazugehört. Ein Generator, der permanent Energie generiert, hat eine andere Ausgangslage als ein Projektor ohne Motor, vielleicht noch mit passivem Körper und viermal rechts. Genau deshalb braucht es Zeit, generalisierte Ernährungskonzepte loszulassen. Das ist Dekonditionierung. Und genau an dieser Stelle sind wir für mich bereits mitten im Thema Gewicht verlieren. Die Schritte dahin beginnen nicht erst bei irgendeinem Plan, der mir sagt, was ich essen soll. Sie beginnen bei einer präzisen Körperwahrnehmung. Irgendwann weiß der Körper immer genauer, wie viel er braucht. Dann kann auch die Menge ganz anders aussehen. Im PHS kommt dazu die Frequenz, mit der Nahrung aufgenommen wird. Nehmen wir beispielsweise Ernährungsstrategie Nummer drei, links fixiert, warm. Dort geht es darum, Nahrung über Körpertemperatur zu essen. Wie warm genau, ist wiederum individuell und Teil des Experiments. Innerhalb des PHS wird davon ausgegangen, dass der Körper mit dieser für ihn korrekten Frequenz Nahrung präziser verdauen und aufnehmen kann. Wenn dieser Mensch ständig kalt isst, obwohl sein Körper auf warm ausgerichtet ist, kann sich