Gewicht verlieren ist für unglaublich viele Menschen ein Thema. Wie kann ich am besten abnehmen? Wie sollte ich essen? Wie sollte mein Körper aussehen? Dazu kommen all die Bilder, die wir davon haben, wie ein Körper sein sollte. Ich hatte vor Kurzem schon eine Podcastfolge über den aktiven und passiven Körper und vor allem über den passiven Körper. Für mich läuft an dieser Stelle sehr viel zusammen, weil auch beim Thema Gewicht die Grundlage immer wieder dieselbe ist: Strategie und Autorität.
Strategie und Autorität sind für mich die Grundlage dafür, überhaupt in ein Ernährungsexperiment einzusteigen. Wenn man eine Weile Strategie und Autorität lebt, beginnt sich etwas zu verändern. Es entwickelt sich eine Liebe für Differenzierung und daraus kann eine echte Selbstliebe entstehen, die aus dem Körper kommt. Man beginnt anzuerkennen, dass wir nicht alle gleich sein können, dass der eigene Körper differenziert ist und dass auch die eigenen Limitationen dazugehören. Ich habe ganz am Anfang meines Podcasts einmal über Limitationen gesprochen, darüber, das zu lieben, was man ist, und nicht mental dem hinterherzujagen, was man nicht ist und was der Verstand gern hätte. Diese Selbstliebe entsteht natürlich nicht innerhalb von ein paar Monaten. Auch das ist Training und Dekonditionierung. Für mich ist genau das eine wichtige Grundlage dafür, den eigenen passiven oder aktiven Körper überhaupt wahrnehmen zu können und irgendwann ein immer präziseres Körpergefühl dafür zu bekommen, was dieser Körper wirklich braucht.
Darauf baut für mich PHS auf. Und ich sage das immer wieder sehr deutlich: PHS Ernährungsstrategie ist kein weiteres mentales Ernährungskonzept. Es ist eine frequenzbasierte Ernährungsstrategie. Es geht nicht darum, seine Ernährungsstrategie herauszufinden und anschließend mit dem Mind zu beschließen: Okay, ich habe diese Ernährungsstrategie, also mache ich jetzt A, B und C. Die Ernährungsstrategie funktioniert für mich innerhalb des Experiments über Strategie und Autorität. Als Generatorin reagierst du darauf und deine Autorität sagt Ja. Als Projektorin braucht es die korrekte Einladung und dann wiederum deine Autorität. Bei mir als Milzprojektorin kann das beispielsweise diese ganz leise, nüchterne Wahrnehmung sein: Das schätzt hin. Das ist jetzt gesund für dich. Mach mal. Wenn der Körper kein Go hat, kann ich mental noch so viel an meiner Ernährung herumdoktern. Genau deshalb sage ich immer wieder: Strategie und Autorität. Das ganze Human Design Wissen ist super mega geil, aber unterm Strich geht es darum, es zu leben. That’s it.
Das Spannende ist, dass viele Menschen beim Kennenlernen ihrer Ernährungsstrategie sofort etwas wiedererkennen. Vielleicht war das als Kind schon da. Jemand hat sein Essen immer getrennt gegessen. Ein anderer konnte im Restaurant besonders gut essen. Jemand merkt, dass Essen beim Telefonieren gut funktioniert oder dass er schon immer nachts gern gegessen hat. Wenn die eigene Körperwahrnehmung nicht komplett verschüttet ist, gibt es häufig irgendwo eine Affinität zu dieser Ernährungsstrategie. Gleichzeitig ist Ernährung für mich eine der tiefsten Konditionierungen überhaupt, weil sie in dem Moment beginnt, in dem wir geboren werden. Jede Generation hat ihre eigenen generalisierten Konzepte. Früher sollten Kinder möglichst schnell allein schlafen, heute ist es eher das Familienbett. Heute muss möglichst alles frisch gekocht sein und bei Zucker wird schnell ein riesiges Thema daraus. Solche Konzepte haben alle irgendwo ihren Platz. Wir sind trotzdem differenzierte Wesen. Jedes generalisierte Ernährungskonzept da draußen kann für irgendeinen Menschen korrekt sein. Entscheidend ist, ob es für diesen einen Menschen korrekt ist.
Ich mache deshalb auch keine einzelne Ernährungsanalyse und sage danach: Das ist jetzt deine Ernährung, viel Spaß damit. Für mich ist Ernährung Prozessarbeit. Man kann unglaublich viel aus einem Human Design Chart herauslesen. Braucht jemand Fleisch oder generell tierisches Eiweiß? Funktioniert schneller Zucker gut? Sind komplexe Kohlenhydrate wichtig? Wie ist der Körper aufgebaut? Wie sensibel ist das Verdauungssystem? Man kann unglaublich tief in einen Chart hineinschauen. Trotzdem beginnt die Ernährung für mich mit Strategie und Autorität und entwickelt sich dann über das Experiment. Irgendwann entsteht daraus eine Basis: Mein Körper ist so ausdifferenziert, wie er ist. Ich habe einen passiven oder einen aktiven Körper. Ich bekomme langsam ein Gefühl dafür, wie viel ich wirklich brauche, wann ich etwas brauche und was mein Körper überhaupt möchte. Erst dann wird die Frage interessant: Wie sieht meine frequenzbasierte Ernährung tatsächlich aus?
Gerade beim passiven Körper habe ich das in meinem eigenen Experiment sehr deutlich erlebt. Ich wusste mental schon lange, dass mein Körper sehr wenig braucht, weil mein Körper und mein Gehirn passiv sind und nicht so viel Energie benötigen. Aber was bedeutet „wenig“ konkret? Das kann mir keine Ernährungstabelle sagen. Das entsteht durch Beobachtung. Welche Lebensmittel tun mir gut? Wie viel brauche ich? Wann will mein Körper überhaupt essen? Es gibt Tage, an denen ich unglaublich wenig esse, weil ich schlicht keinen Hunger habe. Und dann gibt es andere Tage, an denen ich das Gefühl habe, heute verhält sich mein Körper fast wie ein aktiver Körper. Auch hier gibt es keinen Kopfplan. Human Design gibt eine präzise Richtung vor, in der ich anfangen kann zu experimentieren. Innerhalb dieses Rahmens bleibt es ein Experiment. Jede einzelne Ernährungsstrategie kann bei zwei Menschen noch einmal völlig unterschiedlich aussehen, weil der gesamte Mensch dazugehört. Ein Generator, der permanent Energie generiert, hat eine andere Ausgangslage als ein Projektor ohne Motor, vielleicht noch mit passivem Körper und viermal rechts. Genau deshalb braucht es Zeit, generalisierte Ernährungskonzepte loszulassen. Das ist Dekonditionierung.
Und genau an dieser Stelle sind wir für mich bereits mitten im Thema Gewicht verlieren. Die Schritte dahin beginnen nicht erst bei irgendeinem Plan, der mir sagt, was ich essen soll. Sie beginnen bei einer präzisen Körperwahrnehmung. Irgendwann weiß der Körper immer genauer, wie viel er braucht. Dann kann auch die Menge ganz anders aussehen. Im PHS kommt dazu die Frequenz, mit der Nahrung aufgenommen wird. Nehmen wir beispielsweise Ernährungsstrategie Nummer drei, links fixiert, warm. Dort geht es darum, Nahrung über Körpertemperatur zu essen. Wie warm genau, ist wiederum individuell und Teil des Experiments. Innerhalb des PHS wird davon ausgegangen, dass der Körper mit dieser für ihn korrekten Frequenz Nahrung präziser verdauen und aufnehmen kann. Wenn dieser Mensch ständig kalt isst, obwohl sein Körper auf warm ausgerichtet ist, kann sich auch sein Erleben von Sättigung verändern. Vielleicht fordert der Körper immer weiter, bis irgendwann etwas kommt, das für ihn tatsächlich passt und er sagt: Boah, jetzt bin ich satt. Jetzt brauche ich nichts mehr.
Bei mir selbst geht es um Klang leise. Meine frequenzbasierte Ernährungsstrategie hängt mit der Umgebung zusammen, in der ich esse. Für mich kann das ein bestimmter leiser Sound sein oder manchmal auch Stille. Genau dort beobachte ich, dass mein Körper anders aufnimmt und verdaut. Dazu kommt meine rechts fixierte Verdauung und mein passiver Körper, der nicht besonders viel braucht. Wenn ich permanent in einer Umgebung essen würde, in der mein Körper nicht gut verdauen kann, beispielsweise ständig in einem lauten Restaurant, kann auch das für mich dazu führen, dass mein Körper immer wieder nachfordert. Ähnlich lässt sich das bei der Ernährungsstrategie Nummer vier beobachten, bei der die energetische Umgebung eine große Rolle spielt. In einer ruhigen Umgebung kann der gesamte Essensprozess völlig anders ablaufen als mitten im Gewusel eines Jahrmarkts.
Bei Appetit, Ernährungsstrategie Nummer eins, ist die Frequenz wieder eine ganz andere. Links fixiert bedeutet hier aufeinanderfolgend essen. Wirklich eine Zutat nach der anderen. Salz separat, Gewürze separat, einzelne Lebensmittel aufeinanderfolgend. Das ist die Art und Weise, wie dieses Verdauungssystem im PHS ausgerichtet ist. Es ist ein robustes und sehr einfaches Verdauungssystem. Auch hier geht es darum, dass der Körper über seine korrekte Frequenz bekommt, was er braucht. Dasselbe Prinzip zieht sich durch die verschiedenen Ernährungsstrategien, und trotzdem sieht jede davon im individuellen Experiment wieder anders aus. Wie viel Fett, Kohlenhydrate oder Protein jemand braucht, welche Lebensmittel passen und welche Mengen stimmen, gehört zur Differenzierung. Vieles davon weiß der Körper häufig längst. Manchmal ist der Zugang dazu nur stärker konditioniert.
Ich merke bei mir selbst inzwischen sehr deutlich, wie viel ich in den letzten Jahren herausgefunden habe. Und das hat wirklich lange gedauert. Was tut meinem Körper gut? Wann hat eine Mahlzeit wirklich einen Abschluss? Wann brauche ich danach eben nicht noch etwas Süßes? Was bedeutet meine solarplexusbasierte Ernährungsstrategie tatsächlich? Wie will mein Körper mit der Fünf essen? Wie weit fortgeschritten darf meine Ernährung im Vergleich zu einer Eins sein? Wie sensibel bin ich für unterschiedliche Umgebungen? Wie körpersensibel bin ich mit meinem passiven Körper und Low Sound in dieser Welt? Das alles habe ich durch Erfahrung kennengelernt.
Und damit komme ich wieder zum Gewicht. Wenn ich meiner Strategie und Autorität straight folge, meinen passiven Körper ernst nehme und meine Ernährungsstrategie lebe, beobachte ich bei mir, dass mein Gewicht sehr schnell runtergeht. Für mich ist PHS Ernährung eine Ausrichtung der Frequenz von innen nach außen. Es geht darum, den authentischen Körper so zu nähren, dass er sich von innen nach außen ausrichten kann. Im Human Design ist die Ernährung der erste Transformationsschritt. Daraus folgt die Umgebung als nächster Schritt. Auch deshalb geht es bei PHS so viel weiter als um die Frage, welche Lebensmittel auf einem Teller liegen.
Ich habe ähnliche Beobachtungen auch in Ernährungsprozessen gemacht. Bei Ernährungsstrategie Nummer zwei geht es stark um Grenzen und darum, die eigenen Mahlzeiten zu finden, die man immer wieder essen kann. Das kann auch saisonal unterschiedlich aussehen und braucht viel Experiment. Ich habe mich einmal mit jemandem darüber unterhalten, die mir erzählt hat, dass sie deutlich Gewicht verloren hat, nachdem sie angefangen hatte, genau damit zu experimentieren und immer wieder dieselben für sie passenden Mahlzeiten zu essen. In einem anderen Ernährungsstrategieprozess hatte ich eine Frau mit Warm, also Ernährungsstrategie Nummer drei, links fixiert. Sie hat gegessen, worauf sie Bock hatte, und gleichzeitig mit ihrer Ernährungsstrategie experimentiert. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es innerhalb der ersten Wochen etwa fünf oder sechs Kilo, die sich bei ihr verändert haben. Solche Erfahrungen finde ich spannend, weil sie zeigen, wie individuell dieser Prozess verlaufen kann.
Human Design gibt uns für all das eine präzise Richtung vor, in der wir anfangen dürfen zu experimentieren. Es bleibt ein Experiment. Strategie und Autorität müssen für mich dabei immer on board sein. Ich sage das immer wieder, auch wenn es irgendwann langweilig wird. Das generalisierte Konzept im Human Design lautet für mich tatsächlich: Folge Typ, Strategie und Autorität. Alles Weitere darf differenziert werden.
Du möchtest das Thema lieber hören?
In der Podcastfolge „#34 Abnehmen mit Human Design – Strategie, Autorität und PHS-Ernährung“ spreche ich darüber, wie Gewicht, Körperwahrnehmung, Strategie & Autorität und die frequenzbasierte Ernährungsstrategie im Human Design zusammenhängen.
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P.S. Wenn du deine eigene Ernährungsstrategie nicht nur kennen, sondern im Körper und Alltag wirklich damit experimentieren möchtest, findest du hier meine Ernährungsbegleitung.