Human Design Beziehungen: Nichtkommunikation ist nicht folgenlos – auch wenn sie korrekt ist
IHuman Design Beziehungen: Nichtkommunikation ist nicht folgenlos – auch wenn sie korrekt ist Ich habe mich in den letzten Wochen und Monaten unglaublich viel mit Kommunikation in Beziehungen beschäftigt. Eigentlich begleitet mich dieses Thema schon seit vielen Jahren, weil ich immer wieder erlebt habe, dass Menschen plötzlich nicht mehr kommunizieren, sich zurückziehen und manchmal einfach aus einer Verbindung verschwinden. Und ich habe mich lange gefragt, warum mich das so sehr beschäftigt. Denn für mich war es immer völlig okay, wenn jemand seinen Rückzug braucht, wenn eine Freundschaft irgendwann nicht mehr passt oder wenn sich eine Beziehung verändert. Ich bin selbst jemand, der unglaublich viel Alleinzeit braucht und anderen Menschen sehr viel Raum gibt. Ich bin eine Sechserlinie, kann Menschen ziemlich objektiv betrachten und sie einfach so stehen lassen, wie sie sind. Gleichzeitig habe ich im Laufe meiner eigenen Dekonditionierung erkannt, dass bei mir ein altes Muster mitspielt. Ich habe schon als Kind gelernt, dass ich geliebt und gesehen werde, wenn ich möglichst unkompliziert bin, den anderen nicht anstrenge und mich selbst ein bisschen zurücknehme. Und das war so selbstverständlich für mich, dass ich lange überhaupt nicht gemerkt habe, wie viel Verantwortung ich dadurch manchmal für andere Menschen übernommen habe. Gerade als Projektorin können Beziehungen für mich unglaublich tief gehen. Ich kann einem Menschen ganz viel Raum geben und trotzdem emotional tief mit ihm verbunden sein. Und irgendwann habe ich für mich verstanden, dass zu einer Beziehung immer zwei Menschen gehören. Jeder bringt seine eigene Mechanik mit, seine Konditionierungen, seine Bedürfnisse und eben auch seine Verantwortung für den eigenen Teil dieser Verbindung. Wenn wir Human Design leben, beschäftigen wir uns unglaublich viel mit Korrektheit. Mit unserer Strategie, unserer Autorität und der Frage, was für uns tatsächlich stimmt. Und ich finde das wahnsinnig spannend, gerade wenn wir anfangen, unsere Strategie und Autorität im Alltag zu leben. Denn es kann absolut korrekt sein, mit einem bestimmten Menschen gerade nicht zu kommunizieren. Vielleicht bin ich vollkommen im Rückzug. Vielleicht habe ich mit meiner Milzautorität ein klares Nein zu einem Kontakt. Vielleicht hat ein Generator eine sakrale Nein-Reaktion oder für einen Projektor ist ein bestimmter Kontakt gerade nicht einladend. Das darf alles da sein. Ich kenne diese Rückzüge selbst unglaublich gut. Es gibt Zeiten, in denen ich überhaupt kein Bedürfnis nach Kommunikation habe, und manchmal habe ich auch mit bestimmten Menschen kein Go. Jetzt kommt aber etwas dazu, das ich unglaublich interessant finde. Ich habe vielleicht seit Jahren eine enge Freundschaft, führe eine Partnerschaft oder bin mit jemandem geschäftlich verbunden. Der andere kennt meinen Zustand überhaupt nicht. Er weiß vielleicht nicht einmal, ob ich gerade einfach meinen Rückzug brauche oder ob sich an unserer Beziehung grundsätzlich etwas verändert hat. Und hier können tatsächlich mehrere Dinge gleichzeitig bestehen. Es kann korrekt sein, gerade nicht zu kommunizieren, und die Freundschaft kann weiterhin vollkommen korrekt sein. Vielleicht ist es gerade einfach eine Phase, in der ich Zeit für mich brauche. Der andere Mensch kann das Schweigen aber als Rückzug aus der gesamten Beziehung erleben. Vielleicht glaubt er irgendwann, dass die Freundschaft beendet ist, obwohl das überhaupt nicht der Fall ist. Das finde ich schon krass, wenn man sich anschaut, welche Auswirkungen Nichtkommunikation haben kann. Gerade im Human Design dürfen wir dabei auch immer wieder unsere eigenen Konditionierungen anschauen. Denn wie schnell ist der Verstand mit einer Erklärung zur Stelle? Ich bin eben eine Fünferlinie, auf mich wird immer projiziert. Ich bin eine Dreierlinie, ich lebe Versuch und Irrtum. Oder ich bin Projektor und warte auf Einladung. Human Design ist unglaublich leckeres Wissen für den Verstand und wir können wahnsinnig viel damit erklären. Aber nur weil wir etwas in unserem Chart sehen, bedeutet das noch lange nicht, dass wir dieses Potenzial in unserem Human Design Chart auch tatsächlich leben. Wir haben schließlich unser ganzes Leben lang Konditionierungen aufgenommen, vor allen Dingen über unsere offenen Zentren. Und gerade wenn es um unangenehme Gespräche geht, können diese Muster unglaublich stark werden. Vielleicht habe ich ein offenes Emotionszentrum und möchte eine Konfrontation vermeiden. Vielleicht habe ich schon als Kind gelernt, dass es besser ist, schwierige Dinge einfach nicht anzusprechen. Vielleicht merke ich längst, dass eine Freundschaft nicht mehr stimmt, und weiß überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll. Und irgendwann sage ich dann: Ich bin eben im Rückzug, es ist gerade nicht korrekt, ich habe kein Go. Aber vielleicht lohnt es sich an dieser Stelle, genauer hinzuschauen. Was nehme ich eigentlich über meine Körperintelligenz wahr und was erklärt mir gerade mein Verstand? Auch emotional definierte Menschen können natürlich Kommunikation vermeiden und in ihren Konditionierungen unterwegs sein. Ich beobachte solche Mechanismen immer wieder bei mir selbst. Wir sind alle in unserem Experiment und niemand lebt ständig vollkommen korrekt. Genau deshalb finde ich diese Beobachtung so wichtig, gerade wenn unsere Entscheidungen auch andere Menschen betreffen. Ich nehme gerne mal extreme Beispiele, weil man daran oft ganz gut erkennen kann, worum es eigentlich geht. Stell dir vor, du lebst seit vielen Jahren mit deinem Partner zusammen. Ihr liebt euch, habt eine gemeinsame Beziehung aufgebaut und irgendwann gehst du in einen ganz intensiven Rückzug. Dein Körper möchte allein sein und du hast gerade auch kein Go, mit deinem Partner zu kommunizieren. Dann könntest du natürlich einfach das Haus verlassen. Vielleicht bist du für Wochen oder sogar Monate weg und dein Partner hat überhaupt keine Ahnung, was passiert ist. Er weiß nicht, ob du wiederkommst, ob eure Beziehung noch besteht oder ob du einfach nur Zeit für dich brauchst. Ich meine, was macht das mit dem anderen Menschen? Und wie gehen wir in solchen Situationen mit unserer Verantwortung für eine bestehende Beziehung um? Vielleicht wäre es möglich, kurz zu sagen: Du, ich bin gerade vollkommen im Rückzug. Ich kann auch mit dir nicht reden. Ich weiß nicht, wie lange das dauert, aber ich melde mich. That’s it. Dann hat der andere zumindest eine Information. Natürlich kann es auch sein, dass selbst diese kurze Kommunikation gerade nicht korrekt ist. Genau deshalb finde ich das Thema so spannend. Vielleicht können wir schon viel früher miteinander darüber sprechen, wie
Heute will ich einfach identifiziert und wütend sein
Ich sage immer wieder: beobachten. Beobachten, was passiert. Beobachten, was der Körper macht. Beobachten, wo der Verstand übernimmt, wo Konditionierung läuft, wo Gefühle hochkommen. Üben, sich nicht sofort mit allem zu identifizieren. Das ist für mich ein riesiger Teil meines Human Design Experiments geworden. Und heute habe ich einfach keine Lust darauf. Heute möchte ich fucking identifiziert sein. Ich möchte traurig sein. Ich möchte wütend sein. Ich möchte enttäuscht sein. Ich möchte weinen und ich möchte es schwer finden dürfen. Ich möchte auch mal in Selbstmitleid baden, ohne sofort wieder daneben zu stehen und zu beobachten, was da gerade in mir passiert. Ich kann es sowieso beobachten. Diese Fähigkeit geht nicht mehr weg. Aber heute möchte ich das alles einfach mal erleben. In den letzten Wochen ist unglaublich viel zusammengekommen. So viel Nichtkommunikation in meinem Umfeld. Menschen, mit denen Deals da sind, Absprachen da sind, Beziehungen da sind, und trotzdem habe ich immer wieder das Gefühl, dass niemand Verantwortung für seinen Teil übernimmt. Freundschaften verändern sich. Zusammenarbeit verändert sich. Selbst geschäftliche Dinge fühlen sich teilweise wahnsinnig herausfordernd an, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht und Verantwortung irgendwie immer weitergeschoben wird. Und parallel trage ich seit ungefähr 15 Monaten einen Prozess, über den ich hier noch nie geschrieben habe. Einen Prozess, der mich körperlich und emotional an Grenzen gebracht hat, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Ich bin müde. Ich bin so fucking müde. Ich war in meinem Leben noch nie so erschöpft wie in den letzten anderthalb Jahren. Vielleicht sogar in den letzten sieben Jahren. Und manchmal kommt dann einfach diese Frage hoch: Wer hält eigentlich mich? Wer gibt mir einmal Sicherheit? Wer übernimmt einfach seinen Teil, damit ich für einen Moment nicht alles mittragen muss? Und gleichzeitig weiß ich, dass ich keine Wahl habe. Ich folge meiner Korrektheit, respektive meiner Mechanik. Ich gehe weiter. Ich beobachte trotzdem. Ich merke trotzdem, was passiert. Und gerade merke ich, dass meine Wahrnehmung sich verändert hat. Dieser Prozess der letzten anderthalb Jahre hat mir eine wahnsinnig präzise Wahrnehmung geschenkt. Teilweise macht mir das Angst. Vor ein paar Tagen hatte ich zum ersten Mal ganz deutlich das Gefühl, dass diese Wahrnehmung sich erweitert. Dass sie sich nicht mehr nur auf diesen einen Prozess bezieht, sondern dass ich Dinge auch bei anderen Menschen anders oder präziser wahrnehme. Und da war plötzlich dieses: Oh mein Gott, was passiert hier eigentlich mit mir? Ich habe dafür bis heute keine richtigen Worte. Ich weiß nicht, wohin sich das entwickelt. Ich sehe einfach, dass sich etwas verändert. Vielleicht ist das auch ein Teil von dem Frequenzwechsel, über den ich immer wieder spreche. Ich weiß es nicht. Ich hatte vor ein paar Tagen zum ersten Mal auf einen Schlag diese Wahrnehmung: Okay, vielleicht ist das genau das. Vielleicht verändert sich etwas so grundlegend, dass ich Menschen, Situationen, Verantwortung, Kommunikation und Dynamiken inzwischen viel schneller sehe. Und ehrlich gesagt macht mir das teilweise überhaupt keinen Spaß. Präzise Wahrnehmung klingt immer so wahnsinnig schön, bis man anfängt Dinge zu sehen, die man vielleicht gar nicht sehen möchte. Bis man merkt, wie viel Nichtkommunikation da ist. Wie viel Verantwortung nicht übernommen wird. Wie viele Menschen sich persönlich angegriffen fühlen, obwohl es eigentlich nur darum geht, dass jeder seinen Teil trägt. Und dann sitze ich da und denke mir: Ich möchte das gerade nicht Human Design technisch auseinandernehmen. Ich möchte keine Zentren analysieren, keine Linien, keine Konditionierung, keine Mechanik. Ich nehme einfach wahr, was passiert. Das reicht mir gerade völlig. Und vielleicht gehört genau das genauso zu meinem Experiment. Dass ich nicht jeden Tag die perfekte Beobachterin bin. Dass ich nicht jeden Tag über allem schwebe und sage: Ah, interessant, da ist gerade Wut. Heute bin ich wütend. Heute bin ich enttäuscht. Heute bin ich traurig. Heute ist es mir teilweise zu viel. Heute frage ich mich, wer mich eigentlich hält. Heute finde ich das alles fucking anstrengend. Und morgen kann ich wieder beobachten. Oder übermorgen. Mein Experiment läuft trotzdem weiter. Meine Mechanik läuft trotzdem weiter. Ich muss nicht jeden einzelnen Moment perfekt machen. Es darf Tage geben, an denen alles nebeneinandersteht und ich einfach nur mitten drin bin. Vielleicht ist genau das heute mein Experiment. In Liebe, Rita
Human Design und Schlaf: Was dein Körper nachts braucht
Schlaf ist ein riesiger Teil unseres Lebens und trotzdem schauen wir oft erst dann genauer hin, wenn er nicht mehr funktioniert. Wenn wir schlecht schlafen, zieht sich das meistens durch den ganzen nächsten Tag. Genau deshalb wollten Franziska und ich in meinem Podcast „Human Design Leben“ einmal anschauen, wie Human Design auf Schlaf blickt und was sich im eigenen Experiment beobachten lässt. Dabei ging es vor allem um die Unterschiede zwischen sakraldefinierten und sakraloffenen Menschen, um das Alleineschlafen und um unsere ganz persönlichen Erfahrungen damit. Für sakraloffene Typen – also Projektoren, Manifestoren und Reflektoren – spielt das Runterfahren am Abend eine große Rolle. Über den Tag nehmen wir unglaublich viel Energie aus unserem Umfeld auf. Irgendwann braucht der Körper Zeit, um wieder leerer zu werden. Franziska und ich kennen beide diese Erfahrung, dass es nicht reicht, erst dann ins Bett zu gehen, wenn man komplett erschöpft ist. Der Körper braucht vorher bereits Raum. Bei mir sind das teilweise zwei Stunden, in denen ich einfach in die Waagerechte gehe, lese, etwas anschaue oder einfach nur da bin. Besonders deutlich habe ich das einmal nach einem Theaterbesuch beobachtet. Ich war völlig aufgeladen von den vielen Menschen, Emotionen und Energien um mich herum. Zu Hause wusste ich sofort: Schlafen funktioniert jetzt noch nicht. Ich konnte richtig beobachten, wie mein Körper nach und nach wieder herunterfuhr und irgendwann Ruhe entstand. Ich habe schon ziemlich früh gemerkt, dass gemeinsames Schlafen für meinen Körper schwierig ist. Auch in Beziehungen habe ich immer lieber allein geschlafen oder mochte Fernbeziehungen und getrennte Wohnungen. Wenn ich mehrere Nächte mit jemandem zusammen geschlafen habe, war ich teilweise vollkommen erschöpft. Lange wusste ich gar nicht, warum das so ist. Im Human Design habe ich dafür irgendwann eine Sprache gefunden. Gerade für sakraloffene Menschen kann der eigene Schlafraum ein sehr interessanter Teil des Experiments sein. Es geht dabei für mich gar nicht darum, daraus eine neue Regel zu machen. Es geht darum, den eigenen Körper zu beobachten. Wie schlafe ich allein? Wie schlafe ich neben einem anderen Menschen? Wie fühle ich mich am nächsten Morgen? Wie viel Zeit brauche ich am Abend, bis mein System tatsächlich heruntergefahren ist? Bei sakraldefinierten Generatoren und manifestierenden Generatoren sieht das wieder anders aus. Dort kann es hilfreich sein, die vorhandene Energie tatsächlich zu verbrauchen. Gerade bei Kindern sieht man oft sehr schön, dass sie abends noch einmal herumrennen, spielen oder körperlich aktiv sein wollen und danach plötzlich schlafen können. Auch als Erwachsene kann die Frage spannend sein: Habe ich meine Energie heute überhaupt eingesetzt? Braucht mein Körper vielleicht noch Bewegung? Diese Unterschiede fand ich immer wieder faszinierend, weil sie zeigen, wie wenig Sinn eine einzige Schlafregel für alle Menschen ergibt. Meine eigene Geschichte mit Schlaf ging irgendwann allerdings weit über Schlafhygiene hinaus. Ende 2018, Anfang 2019 hatte ich Phasen, in denen ich teilweise nur noch ein oder zwei Stunden pro Nacht geschlafen habe. Irgendwann waren es Monate, in denen mein Körper kaum noch zur Ruhe kam. Ich lag nachts wach und hatte das Gefühl, als würde Adrenalin durch meinen Körper laufen. Dabei habe ich bereits allein geschlafen und eigentlich vieles von dem gemacht, was man klassischerweise unter guter Schlafhygiene versteht. Rückblickend war mein gesamtes Leben zu diesem Zeitpunkt viel zu voll. Ich habe als Projektorin unglaublich viel gearbeitet und ständig Energie benutzt, die mein Körper irgendwann nicht mehr kompensieren konnte. Schlaf war für mich deshalb irgendwann keine isolierte Frage mehr. Mein Körper hat mich gezwungen, mein gesamtes Leben anzuschauen. Human Design kam genau in dieser Zeit in mein Leben und ich begann Schritt für Schritt Dinge zu verändern. Strategie und Autorität wurden dabei viel wichtiger als irgendeine perfekte Schlafroutine. Ich konnte anfangen zu beobachten, wie viel ich überhaupt tue, wann mein Körper genug hat und was tatsächlich meine Energie ist. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen. Gerade deshalb finde ich dieses Thema heute so spannend. Schlaf kann manchmal unglaublich viel darüber zeigen, wie wir tagsüber mit unserem Körper umgehen. Wenn ein System permanent unter Strom steht, hilft es irgendwann wenig, nur noch eine weitere Abendroutine hinzuzufügen. Franziska hat mit dem Alleineschlafen eine ganz andere Entwicklung erlebt. Sie war es seit ihrer Kindheit gewohnt, mit anderen Menschen im gleichen Raum oder Bett zu schlafen. Erst über ihr PHS- und Ernährungsexperiment begann ihr Körper irgendwann selbst, nach einem eigenen Schlafraum zu verlangen. Damit waren zunächst viele Ängste verbunden. Was bedeutet es für eine Beziehung, wenn man nicht mehr jede Nacht zusammen schläft? Wird der Partner verletzt sein? Entfernt man sich voneinander? Und trotzdem wurde der körperliche Impuls immer klarer. Sie begann tatsächlich getrennt zu schlafen und beschreibt diese Veränderung heute als eines der großen Geschenke ihres Experiments. Bei ihr veränderten sich gleichzeitig verschiedene körperliche Beschwerden, unter anderem sehr starke Blutungen und wiederkehrende Beschwerden im Intimbereich. Sie selbst verbindet diese Entwicklung mit dem getrennten Schlafen und damit, dass ihr sakraloffener Körper nachts mehr Ruhe bekam. Das ist ihre persönliche Erfahrung aus ihrem Human Design Experiment. Gerade bei körperlichen Beschwerden finde ich es wichtig, den eigenen Körper ernst zu nehmen und medizinische Themen auch medizinisch begleiten zu lassen. Für Franziska war das Entscheidende an diesem Prozess, dass sie etwas ausprobiert hat und anschließend sehr konkret beobachten konnte, was sich in ihrem Körper verändert. Spannend finde ich auch, dass getrennt schlafen überhaupt nichts darüber aussagen muss, wie nah eine Beziehung ist. Man kann abends gemeinsam im Bett liegen, miteinander lesen, reden, kuscheln oder Sexualität leben und anschließend in den eigenen Raum gehen. Man kann morgens wieder zusammenkommen. Es entstehen einfach andere Rituale. Gerade daran merkt man, wie stark wir gesellschaftlich darauf konditioniert sind, bestimmte Vorstellungen von Beziehung automatisch für richtig zu halten. Zusammen wohnen, zusammen schlafen, jede Nacht dasselbe Bett. Sobald man davon abweicht, entsteht schnell die Frage, ob mit der Beziehung etwas nicht stimmt. Im eigenen Experiment darf auch diese Vorstellung irgendwann überprüft werden. Für mich ist Schlaf deshalb ein unglaublich schönes Beobachtungsfeld im Human Design. Wie viel Energie trage ich am Abend noch in meinem Körper? Wie lange brauche ich, um herunterzufahren? Wie verändert sich mein
Warum hat mein Körper so heftig auf einen Feueralarm reagiert? Ernährungsstrategie Nr. 5 Klang leise im Human Design
Ich experimentiere seit einigen Jahren mit meiner Human Design Ernährungsstrategie Low Sound, auf Deutsch Klang leise. Und ich merke immer mehr, dass sich dieses Experiment längst nicht mehr nur beim Essen zeigt. Bei den Ernährungsstrategien 4, 5 und 6 spielt die äußere Umgebung eine immer größere Rolle. Für mich bedeutet das inzwischen sehr konkret: Wie verdaue ich mein Leben? Welche Frequenzen kann mein Körper gerade aufnehmen? Welche Geräusche, welche Lautstärke, welche Menschen, welche Musik sind für mich stimmig? Gerade bei Low Sound ist das für mich mit den Jahren immer feiner und präziser geworden. Ich bevorzuge inzwischen sehr viel mehr Stille und Ruhe als früher. Ich merke relativ schnell, wenn Musik für mich gerade nicht passt oder wenn jemand sehr laut spricht und die Frequenz für meinen Körper unangenehm wird. Wenn mein Verdauungssystem sowieso herausgefordert ist, zieht es mich häufig noch stärker in die Stille. Dann möchte mein Körper teilweise überhaupt keinen zusätzlichen Input mehr. Genau daran merke ich, wie sehr mein Ernährungsexperiment inzwischen in mein ganzes Leben hineingreift. Ernährungsstrategie 5 ist im Human Design solarplexusbasiert und ich erlebe diese Sensibilität sehr deutlich über meinen Körper und mein Nervensystem. Heute hatte ich damit ein Erlebnis, das mich wirklich umgehauen hat. In dem Projekt, in dem ich gerade bis Dezember arbeite, gab es Feueralarm. Dieser Alarm hatte für mich eine unglaublich heftige Frequenz. Innerhalb von ungefähr zehn Minuten wurde mir extrem übel, mein kompletter Bauch und mein Verdauungssystem haben reagiert und später kamen auch Kopfschmerzen dazu. Der Alarm lief eine ganze Weile, bis die Feuerwehr da war und ihn abgestellt hat. Ich habe danach mehrere Stunden gebraucht, bis sich mein Körper wieder normalisiert hatte. So unmittelbar und so stark habe ich den Einfluss von Sound auf meinen Körper bisher noch nie erlebt. Ich fand daran vor allem spannend, wie eindeutig mein Körper reagiert hat. Ich kenne die Sensibilität auf Lautstärke und Frequenz schon länger. Dieses Mal war sie kaum zu übersehen. Während des Alarms hätte ich mir überhaupt nicht vorstellen können zu essen. Allein der Gedanke daran war für meinen Körper vollkommen absurd. Und genau in solchen Momenten wird für mich sichtbar, was dieses Human Design Experiment eigentlich bedeutet. Es ist irgendwann kein Wissen mehr. Du beobachtest deinen Körper über Jahre und bekommst immer präzisere Rückmeldungen darüber, was für ihn stimmt und was er nicht mehr gut verarbeiten kann. Ein Kollege von mir hat übrigens Klang laut als Ernährungsstrategie. Ihm hat dieser Alarm körperlich überhaupt nichts ausgemacht. Für mich war auch das wieder interessant zu beobachten. Zwei Menschen stehen im gleichen Raum, hören den gleichen Sound und erleben etwas völlig anderes. Genau deshalb ist für mich bei Human Design die individuelle Körperintelligenz so zentral. Mein Erlebnis sagt nichts darüber aus, wie ein anderer Mensch auf Lautstärke reagieren muss. Es zeigt mir sehr deutlich, wie mein eigener Körper inzwischen reagiert und wie weit sich mein Low-Sound-Experiment bei mir ausdifferenziert hat. Wenn ich auf die letzten sieben Jahre zurückblicke, bestand ein großer Teil meiner Dekonditionierung zunächst darin, mentale Ernährungskonzepte abzubauen. Ich habe mich über viele Jahre intensiv mit Ernährung beschäftigt und entsprechend viel Wissen gesammelt. Das eigentliche körperliche Experiment mit meiner Human Design Ernährungsstrategie nimmt im Verhältnis dazu einen viel kleineren Zeitraum ein. Genau dort merke ich inzwischen die größte Veränderung. Es wird enger, differenzierter und präziser. Ich spüre immer deutlicher, wann genug genug ist, welches Essen mein Körper überhaupt will, welche Umgebung stimmt und wie wenig mein passiver Körper teilweise tatsächlich braucht. Gerade als Projektor gehört für mich auch das Thema „genug“ sehr stark dazu. Strategie und Autorität sind deshalb auch bei Ernährung für mich die Grundlage des gesamten Experiments. Bei meiner Ernährungsstrategie 5 spielt außerdem Vielfalt eine große Rolle. Auch damit experimentiere ich inzwischen viel konkreter. Bei mir hat sich über die Zeit gezeigt, dass Vielfalt sehr stark über die Kombination von Gemüse, Getreide und Gewürzen entstehen kann. Irgendwann kam Ayurveda in mein Leben und ich war plötzlich stark damit in Resonanz. Erst später habe ich verstanden, dass mein Körper weniger an einem Ernährungskonzept hing als an dieser Komplexität und Vielfalt innerhalb einer Mahlzeit. Das Interessante daran war für mich, dass ich das überhaupt nicht mental geplant hatte. Es kam über Resonanz, über Einladung, über Strategie und Autorität und wurde erst im Nachhinein für meinen Verstand nachvollziehbar. Heute nach diesem Feueralarm habe ich noch einmal sehr deutlich gespürt, wie ernst mein Körper diese Frequenz nimmt. Je länger ich mit Low Sound experimentiere, desto weniger fühlt sich ein Zurück in alte Gewohnheiten für mich überhaupt noch realistisch an. Im Human Design wird oft vom No-Choice-Prinzip gesprochen, und genau darin erkenne ich inzwischen etwas sehr Konkretes: Wenn der Körper einmal sehr präzise geworden ist, lässt sich diese Wahrnehmung nicht einfach wieder abschalten. Für mich ist das inzwischen einer der faszinierendsten Teile meines Ernährungsexperiments. Ich lerne nicht nur, was ich esse. Ich lerne immer genauer, wie mein Körper dieses Leben verdaut. Best, Rita P.S. Wenn du deine Human Design Ernährungsstrategie nicht nur verstehen, sondern im eigenen Körper damit experimentieren und herausfinden möchtest, wie sie sich in deinem Alltag tatsächlich zeigt, findest du hier meine Ernährungsbegleitung. → Mehr zur Ernährungsbegleitung
Human Design Ernährungsstrategie 5: Was bedeutet Vielfalt bei Klang leise und Klang laut?
Die Ernährungsstrategie Nummer 5 im Human Design ist Sound. Im Human Design PHS, dem Primary Health System, wird diese Determination auch als Sound High oder Sound Low bezeichnet. Und über diese Human Design Ernährungsstrategie kann ich mittlerweile wirklich aus meinem eigenen Experiment heraus sprechen, denn ich habe selbst Sound Low, also Klang leise, auf der passiven Seite und damit einen passiven Körper. Ich experimentiere damit inzwischen seit einigen Jahren und ich merke tatsächlich, dass jedes Jahr der Groschen noch einmal ein Stück tiefer fällt. Ich verstehe etwas, experimentiere damit, und irgendwann erschließt sich wieder eine weitere Ebene davon, was mit dieser Ernährungsstrategie eigentlich gemeint ist. Die 5 ist im Solarplexus, also im emotionalen Zentrum, angelegt. Und bei der Human Design Ernährungsstrategie Sound geht es natürlich zunächst einmal um Frequenzen und um Klang. Dabei gibt es Frequenzen, die wir hören können, und Frequenzen, die wir nicht hören können. Deshalb gehört für mich inzwischen auch das ganze elektrische Feld dazu. Elektromagnetische Strahlung, Handy, Computer, technische Geräte – auch damit kann man experimentieren. Und das kann unglaublich differenziert aussehen. Sound High und Sound Low sind dabei nur ein Teil der Geschichte, denn gleichzeitig gibt es immer noch den aktiven oder passiven Körper und natürlich die eigene Autorität. Bei mir ist es Sound Low. Manchmal fühlt sich ganz leise Musik während des Essens richtig an, manchmal absolute Ruhe. Meine Milzautorität entscheidet letztendlich darüber, was in diesem Moment in meinem Umfeld gesund für mich ist. Und genau deshalb wird Strategie und Autorität an dieser Stelle so essenziell. Irgendwann lernt man im Human Design Experiment immer feiner zu unterscheiden: Was versucht mein Verstand gerade aus einer Ernährungsstrategie zu machen und was möchte mein Körper tatsächlich? Das ist für mich ein jahrelanger Dekonditionierungsprozess gewesen und er wird immer feiner. Was ich an der 5 unglaublich spannend finde, ist ihre besondere Beziehung zur Vielfalt. Im Human Design sprechen wir bei der 5 von einer Farbe, darunter liegen wiederum die Töne, und keine der Ernährungsstrategien hat diese besondere Beziehung zu den darunterliegenden Tönen wie die 5. Wenn wir uns die 5 grundsätzlich anschauen, dann ist sie transpersonal. Sie universalisiert. Und genau dieses Prinzip findet sich für mich auch in der Human Design Ernährung wieder: Vielfalt, Komplexität, viele verschiedene Informationen. Ra hat diese Vielfalt bei der 5 immer wieder betont. Gleichzeitig ist die 5 ein extrem sensibles Verdauungssystem. Dieses Verdauungssystem ist grundsätzlich dazu angelegt, eine große Bandbreite verarbeiten zu können, wenn der präzise Umstand während des Essens stimmt. Genau dort liegt für mich inzwischen der Schlüssel. Bei Sound ist die Umgebung während des Essens unglaublich wichtig. Der Körper braucht seine korrekte Frequenz, seinen korrekten Sound, seinen korrekten Umstand. Ich kann aus meinem eigenen Leben sehr gut nachvollziehen, wie sich diese Vielfalt zeigen kann. Mein Körper wollte schon sehr früh kein Fleisch mehr. Milchprodukte fühlen sich für mich ebenfalls selten wirklich einladend an. Dafür zieht es mich unglaublich in die Pflanzenwelt. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Wurzelgemüse, Reis, Getreide, Bohnen, Hülsenfrüchte, Amaranth, Gemüse in allen möglichen Varianten – das fühlt sich für meinen Körper einfach einladend an. Und irgendwann kam bei mir die Frage auf, wie sich diese Komplexität und Vielfalt innerhalb meiner Human Design Determination eigentlich ganz konkret in einer Mahlzeit ausdrücken kann. Dazu kommt bei mir die Touch-Kognition. Die Kognition im Human Design beschreibt noch einmal eine sehr feine Ebene der körperlichen Wahrnehmung. Ich nehme sehr viele Informationen über Berührung auf. Beim Kochen fasse ich deshalb unglaublich gerne Lebensmittel an. Gerade mit frischen Lebensmitteln aus der Pflanzenwelt passiert das sowieso ganz automatisch. Ich schneide, wasche, sortiere, berühre die einzelnen Zutaten und habe das Gefühl, dass mein Körper dabei bereits Informationen darüber bekommt, was gleich kommt. Für mich gehört das inzwischen ganz selbstverständlich zum Verdauungsprozess dazu. Mein Körper nimmt die Mahlzeit gewissermaßen schon auf, bevor ich sie esse. Der wirklich große Groschen ist bei mir allerdings über Ayurveda gefallen. Ich habe irgendwann angefangen, ayurvedisch zu kochen und mich intensiver damit zu beschäftigen. Und plötzlich waren da diese Gerichte mit unglaublich vielen Bestandteilen: ein Dal mit Hülsenfrüchten, vielleicht Reis oder einem anderen Getreide, mehreren Gemüsesorten und dazu zehn verschiedene Gewürze. Ganz schnell besteht so eine Mahlzeit aus fünfzehn, zwanzig oder noch mehr verschiedenen Komponenten. Irgendwann erinnerte ich mich auch wieder daran, was meine Human-Design-Lehrerin damals gesagt hatte: Mit der Ernährungsstrategie 5 kann man wunderbar mit Gewürzen experimentieren. Und genau da hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe gemerkt, wie befriedigend diese Komplexität für meinen Körper ist. Besonders dann, wenn alles miteinander gekocht wurde. Wenn Gewürze, Gemüse, Hülsenfrüchte, vielleicht etwas Reis oder Quinoa, ein bisschen Fett und manchmal etwas Tofu oder Tempeh zusammenkommen und daraus eine einzige komplexe Mahlzeit entsteht. Mein Körper liebt diesen Verbund. Er bekommt mit einem Essen ganz viele verschiedene Informationen, Geschmäcker, Konsistenzen und Nährstoffe gleichzeitig. Und dann passiert etwas, das ich inzwischen sehr deutlich wahrnehmen kann: Mein Körper ist danach fertig. Befriedigt. Da fehlt nichts mehr. Es entsteht kein weiteres Suchen nach Essen. Das war für mich eine unglaublich wichtige Erkenntnis, denn genau dadurch habe ich auch verstanden, warum mich diese Art des Kochens so angezogen hat. Das Ayurveda hat mir einen Zugang zu dieser gekochten Komplexität gegeben. Zu Gewürzen, zu verschiedenen Bestandteilen und zu Mahlzeiten, bei denen alles miteinander verbunden wird. Dieses Prinzip kann natürlich in hunderttausend verschiedenen Küchen und Gerichten auftauchen. Für meinen Sound-Low-Körper ist diese Vielfalt innerhalb einer Mahlzeit extrem befriedigend. Selbst beim Salz habe ich das erlebt. Lange hatte ich das Gefühl, mein Körper wolle kein Salz. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Salz für mich ganz anders funktioniert, wenn es Teil des gesamten Kochprozesses ist. Wenn es mit den anderen Zutaten und Gewürzen im Essen verbunden wird. Und genauso ist es bei vielen Gewürzen. Mein Körper möchte diese Komplexität als Gesamtinformation aufnehmen. Gleichzeitig habe ich einen passiven Körper. Auch das spielt in meinem PHS-Experiment eine große Rolle. Mein Körper braucht keine riesigen Mengen an Energieinput. Dadurch wurde es für mich irgendwann sehr spannend zu beobachten, was eigentlich „genug“ bedeutet. Und mit dieser komplexeren Art zu essen brauche ich tatsächlich wesentlich weniger Menge. Eine Mahlzeit kann
Mein siebtes Dekonditionierungsjahr.
Ein Zyklus liegt fast hinter mir. Sieben Jahre klingen nach einer klaren Zahl, fast wie ein Haken auf einer Liste. In der Realität fühlt es sich eher an wie ein langsames Umstellen des ganzen Systems: nicht spektakulär, nicht linear – aber grundlegend. Dinge sind nicht „besser“ geworden, sondern echter. Und vieles, was ich heute als selbstverständlich erlebe, war am Anfang schlicht nicht verfügbar. Ich bin Projektorin. Und ja: In der Human Design Welt gibt es diesen Satz von Ra, dass Projektoren spätestens mit vierzig ausbrennen. Bei mir gab es ein erstes kleines Burnout schon kurz vor dreißig, rund um den ersten Saturn Return. Aber der „eigentliche“ Burnout als Projektorin begann einige Jahre später – kurz bevor ich überhaupt verstand, was da mit mir passiert. Ende 2018, Anfang 2019 fing es an: Inseln von Schlaflosigkeit. Nicht dieses „ich bin unruhig“, sondern ein Zustand, als würde der Körper das Leben, was ich lebe, nicht mehr abbauen können. Wie Adrenalin, das nicht mehr runterfährt. Und dann 2020 wurde es drastisch: Über den Sommer habe ich im Grunde aufgehört zu schlafen. Ich war ausgebrannt – und das Absurde war, dass mein Kopf es nicht begriffen hat. Mental war da permanent dieses: „Warum brenne ich aus? Es ist doch alles okay. Ich arbeite doch nur.“ Diese Diskrepanz zwischen Kopf und Körper war damals brutal deutlich. Der Körper sagte längst: Schluss. Und der Kopf suchte weiter nach einer logisch beruhigenden Erklärung. Aber da war nichts. Alles, was da passierte war: Mein Körper wollte, dass ich mich an das erinnere, was ich längst bin. Und nicht an das, was ich glaubte zu sein.Das war der Punkt, an dem mein Leben sich umstellen musste. Ich war damals noch in der Hotellerie, viel unterwegs, viel Tempo, viel Außen. Und irgendwann war da keine Verhandlung mehr möglich. Mein Körper hat mich aus diesem Leben herausgedrückt. So direkt, so kompromisslos, dass ich aus dem Job raus musste. Ich habe anderthalb Jahre nicht gearbeitet. Nicht als Plan. Sondern als Konsequenz. Ich wusste damals sehr klar: Wenn ich im Außen nach einer Diagnose suche, werde ich höchstens Leere finden. Genau so war es auch. Es gab nichts, was „repariert“ werden konnte, kein Etikett, das mich erklärt hätte. Also habe ich aufgehört, im Außen Antworten zu sammeln, und habe mich selbst zum Mittelpunkt gemacht: eine radikale Pause, in der ich ohne Behandlungsplan, ohne Medikamente, ohne fremde Vorgaben Schritt für Schritt zurück in meinen eigenen Rhythmus gegangen bin. Ich war einmal bei einer Psychiaterin – und ihr Satz war sinngemäß: Ich sehe nicht, was mit dir „nicht stimmt“. Du bist in Ordnung. Mehr noch: sehr bewusst. Und all das passte zu dem, worüber ich eh schon Klarheit hatte.Und parallel wurde noch etwas genauso klar: Die Umgebung, in der ich damals war, war nicht mehr stimmig. Ich habe das nicht nur gedacht – ich habe es körperlich gespürt. Wie ein permanenter Druck: Du musst gehen. Du musst weg. Es gab keine andere Chance. Das war heftig. Auch, weil wir alle trotzdem unseren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Aber irgendwann bleibt nur noch Hingabe an das, was der Körper längst weiß. In genau dieser Zeit – 2019 – kam Human Design in mein Leben. Und rückblickend kann ich es nicht anders sagen: Human Design hat mir den Arsch gerettet. Nicht als Konzept, nicht als „das erklärt jetzt alles“. Sondern als Praxis der Selbstbeobachtung. Ich habe angefangen, Körper und Mind wirklich zu unterscheiden. Nicht theoretisch, sondern live. Und ich habe begonnen, Schicht für Schicht abzutragen, was ich nicht bin. In vielen Dingen war ich schon immer sehr authentisch unterwegs. Aber die großen Fragen – wie viel Energie habe ich wirklich, wie viel Output verträgt mein System, was ist meine Geschwindigkeit, welche Themen sind wirklich korrekt, was ist mein Maß – die sind erst durch das Human Design Experiment sichtbar geworden. Und es gab da eine klare Grenze: Oberflächlichkeit ging nicht mehr. Schnelligkeit ging nicht mehr. „Einfach so weiter“ ging nicht mehr. Ich brauchte Tiefe. Und ich brauchte etwas, in dem ich Meisterschaft entwickeln kann. Human Design hat mich nicht mehr losgelassen – auch wenn mein Mind sich lange dagegen gewehrt hat. Es ist nicht gesellschaftlich anerkannt, es ist nicht wissenschaftlich übermauert, es wirkt für viele „zu spirituell“. Was es eigentlich gar nicht ist. Es ist pure Mechanik. Und deshalb liebe ich es. Mein Kopf hatte damals tausend Gründe dagegen. Und trotzdem war es korrekt. Ich hatte, ehrlich gesagt, gar keine Wahl. Die letzten sechs Jahre waren bei mir deshalb vor allem eins: Rückzug, Lernen, Beobachten, Umsetzen. Viel allein sein – was für mein 6/2-Profil ohnehin typisch ist. Und gleichzeitig: tiefer Austausch mit wenigen Menschen, der mich wirklich genährt hat. In den letzten Jahren habe ich einige der intimsten und stimmigsten Freundschaften meines Lebens gefunden. Allein dafür war dieser Weg schon ein Geschenk. Ich merke das gerade beim Schreiben, Gänsehaut im Körper, weil da so viel Resonanz drin ist. Und trotzdem: Wenn ich auf die äußeren Bewegungen schaue, wirkt es fast, als hätte sich „nicht viel“ getan. Ich habe gelernt, ich habe mich ausgebildet, ich habe nebenbei gearbeitet, ich habe mich erholt. Schlaflosigkeit hat sich stabilisiert – nicht perfekt, aber tragfähig. Und ich habe etwas sehr Konkretes gelernt: meine Grenzen als Projektorin. Wie viel Input ich vertrage. Wie viel Output realistisch ist. Wie schmal manchmal das Fenster ist – und wie unfassbar teuer es wird, wenn ich es übergehe. Ich weiß nicht, was mein Körper in den ersten vierzig Jahren alles kompensiert hat. Heute sehe ich es deutlicher. Früher habe ich es einfach gemacht. Jetzt – im beginnenden siebten Jahr – spüre ich, dass sich wieder etwas bewegt. Ich gehe auf meinen Chiron zu. Als 6/2 war ich die letzten zwanzig Jahre ohnehin „auf dem Dach“: Beobachten, sammeln, reifen. Und jetzt beginnt langsam dieses leise Zurück-ins-Leben. Ich kann es noch nicht sauber benennen, aber ich kann es beobachten. Da ist ein anderer Zug nach außen, ein anderes Timing, ein anderer Impuls. Nicht als Druck, eher als Veränderung in der inneren Gravitation. Teaser: Ja, es gab in diesen Jahren noch ein weiteres Erlebnis oder einen
Herzlich Willkommen auf meinem Blog „Human Design Leben!
Vor zwei Jahren habe ich meine Website offline gestellt. Ich habe auch den Podcast runtergenommen. Nicht, weil ich plötzlich nicht mehr für Human Design gebrannt hätte, sondern weil mir schlicht die Energie gefehlt hat. In mir war viel Stille, viel Rückzug, viel „erst mal nur noch funktionieren“. Und gleichzeitig lief im Hintergrund genau das, was mich heute wieder an diesen Punkt bringt: mein eigenes Human Design Experiment wurde tiefer, ernster, echter. Die letzten sechs Jahre lagen mein Fokus und meine Kraft vor allem in meiner Ausbildung. Ich habe die Analyst*innen-Ausbildung über die IHDS (International Human Design School, Kalifornien/USA) gemacht – dreieinhalb Jahre fundierte, strukturierte Tiefe. Parallel dazu das Postgraduate DDP-Programm bei Dr. Andrea Reikl-Wolf in Wien, zwei Jahre. Wer Human Design kennt, weiß: Das ist nicht „ein bisschen Wissen sammeln“. Das ist ein Weg. Und dieser Weg fordert Aufmerksamkeit, Zeit, Präsenz. Es hat meinen Kopf beschäftigt, mein Leben auf den Kopf gestellt und gleichzeitig ein Fundament gelegt, das ich heute nicht mehr missen möchte. Und ja: Diese letzten Jahre waren auch persönlich herausfordernd. Nicht nur, weil man neben Ausbildung und Alltag eben nicht unendlich Energie hat. Sondern weil mein eigenes Human-Design-Experiment mich wirklich in jede Ecke geführt hat. Ich bin jetzt im siebten Jahr – ein Dekonditionierungszyklus im Human Design ist rund. Und auch wenn ich lange dachte, ich komme „nicht vorwärts“, merke ich inzwischen, wieviel still in mir umgeschichtet wurde. Nicht spektakulär. Nicht als Aha-Moment. Sondern als Veränderung, die sich erst im Rückblick zeigt. Ich bin ein 6/2er-Profil. Viel Rückzug aufs Dach, viel Alleinsein ist in meinem Design angelegt – und ich habe es auch gelebt, weil mein Körper sich keinen Millimeter ins Außen bewegte. Ich war viel für mich, habe gelernt, gelesen, gehört, beobachtet. Ich liebe diesen Nerd-Modus zu Hause, und ich liebe die tiefen Gespräche mit den wenigen Menschen, mit denen es wirklich stimmt. Und trotzdem hatte ich zwischendurch oft das Gefühl: Ich kann meine Milzautorität (Human Design) als Entscheidungskraft immer noch nicht richtig greifen. Aber genau das ist der Punkt: Autorität ist selten ein Heute-auf-Morgen-Integrieren. Es ist kein Konzept, das man einmal intellektuell begreift und dann „kann“. Es ist ein Experiment. Ein Vorwärtslaufen. Ein Sich-dem-Leben-Hingeben, ohne zu wissen, was morgen passiert. Strategie und Autorität im Alltag leben. Körperintelligenz nutzen (Human Design) – und erleben, dass Dinge entstehen können, die der Verstand nie geplant hätte. Und hier liegt auch der Kern, warum ich wieder da bin. Weil sich in mir etwas sehr klar herauskristallisiert hat: Human Design Wissen kann wunderschön sein. Es ist Mind-Candy. Lecker, faszinierend, komplex. Du kannst dich darin verlieren, und ein Teil von dir fühlt sich dabei sogar „weiter“. Aber wenn du weiterhin Entscheidungen aus dem Kopf triffst, bleibt es genau das: Wissen. Und es wird nicht zu Leben. Meine Arbeit wird deshalb nicht noch mehr Wissen sein. Sondern Praxis. Wie funktioniert deine Entscheidungskraft wirklich? Was ist deine Autorität – und wie ist das so im Alltag? Wie interagierst du mit der Welt, damit weniger Widerstand entsteht – nicht als Optimierungsprojekt, sondern als Rückkehr zu dem, was du längst bist, unter all dem, was du gelernt hast zu sein. Wir werden permanent von außen konditioniert: wie man zu sein hat, wonach man Entscheidungen zu treffen hat, was richtig ist, was falsch ist, was „vernünftig“ ist. Und Individualität hat in dieser Welt immer noch viel zu wenig Platz – obwohl genau das unsere Wahrheit ist: Wir sind einzigartig. Wir tragen unterschiedliche Potenziale. Wir sind nicht dafür gemacht, die gleiche Blaupause zu leben. Ein authentisches, einzigartiges Leben entsteht nicht durch mehr Konzepte. Es entsteht durch korrekte Entscheidungen. Immer wieder. Im Kleinen. Im Alltag. Und es entsteht im Staunen darüber, das auf einmal Dinge passieren können, die sich unser Verstand nicht einmal erträumen kann. Mein Podcast wird künftig aus Solo-Folgen und Interviews bestehen. Ich möchte mit Menschen sprechen, die unterschiedliche Autoritäten leben – damit sichtbar wird, wie verschieden Entscheidungskraft erlebt wird. Es wird Raum geben für Ernährung und Umgebung (PHS) als Teil von Dekonditionierung: nicht als Dogma, sondern als Rückweg in Stabilität und Körperkontakt. Und es wird sehr klar auch um Beziehungen gehen: Partnerschaft, Familie, Intimität, Sexualität. Wie verlierst du dich nicht im Außen? Wie bleibst du bei dir, ohne dich über den Verstand zu verlieren? Und ja: Auch die größere Veränderung ab 2027 spielt für mich mit hinein. Es wird wichtiger, Eltern zu unterstützen, damit Kinder in einer Welt, die sich verändert, überhaupt eine Chance haben, korrekt begleitet zu werden – und nicht noch früher noch härter in etwas gepresst zu werden, das nicht ihres ist. Auch das wird ein Teil meiner zukünftigen Arbeit sein. Was heißt das konkret? Der Human Design Podcast ist zurück. Er heißt Human Design Leben! Du findest ihn überall, wo es Podcasts gibt – und natürlich auch hier auf der Website. Für das gängige Social Media habe ich weiterhin kein „Go“. Instagram werde ich nutzen, aber eher als Archiv: ein paar Mal pro Woche Hinweise auf neue Blogartikel und neue Podcast Folgen. Tiefere Inhalte wird es bei mir nicht als „Content-Dauerfeuer“ geben. Wenn du hierbleiben möchtest: Du kannst den Blog lesen, meinen Podcast hören, dich für den monatlichen Newsletter eintragen oder mir über die Website schreiben. Willkommen zurück bei Human Design Leben. Nicht als Wissen. Sondern als Realität. Best, Rita Du möchtest weitergehen und dein Human Design nicht nur verstehen, sondern anfangen, es wirklich zu leben? In meiner Human Design Basisanalyse schauen wir auf deinen Typ, deine Strategie und Autorität und legen damit die Grundlage für dein eigenes Experiment im Alltag. → Mehr zur Human Design Basisanalyse