Aktiver und passiver Körper im Human Design – warum dein Körper anders funktioniert

Passive und aktive Körper gehören für mich zu den spannendsten Themen im Human Design, weil man hier so unmittelbar beobachten kann, dass Körper eben nicht alle gleich funktionieren. Genau darüber habe ich mit Franziska in einer Podcastfolge von Human Design Leben gesprochen. Franziska hat einen aktiven Körper, ich habe einen passiven Körper, und dadurch konnten wir beide sehr konkret aus unserem eigenen Experiment erzählen: über Bewegung, Essen, Energie, Wahrnehmung und darüber, was der eigene Körper eigentlich braucht. Denn genau das interessiert mich an Human Design. Wissen gibt es da draußen genug. Für mich wird es immer dort spannend, wo dieses Wissen im Alltag landet und man irgendwann wirklich beobachten kann: Ah, okay, mein Körper funktioniert tatsächlich so. Wenn du in dein Human Design Chart schaust, findest du oben die vier Pfeile, die Variablen. Auf der linken Seite liegt die Körperseite, die Designseite. Der obere linke Pfeil gehört zur Ernährung beziehungsweise Determination und damit zu Gehirn und Körper. Zeigt dieser Pfeil nach links, sprechen wir von einem aktiven Gehirn und einem aktiven Körper. Zeigt er nach rechts, von einem passiven Gehirn und einem passiven Körper. Für mich war genau diese Zuordnung irgendwann unglaublich wichtig, weil mir ursprünglich beigebracht wurde, mein oberer Pfeil würde nur mein Gehirn beschreiben und der Umgebungspfeil darunter meinen Körper. Dadurch hätte ich nach dieser damaligen Erklärung ein passives Gehirn und einen aktiven Körper gehabt. Damit war ich nie in Resonanz. Ich habe meinen Körper beobachtet und gedacht: Das kann einfach nicht stimmen. Später wurde genau diese Zuordnung noch einmal korrigiert und für mich fiel damit ein riesiger Groschen. Gehirn und Körper gehören hier zusammen. Mein oberer linker Pfeil zeigt nach rechts und ich habe einen passiven Körper. Und je länger ich damit experimentiere, desto deutlicher wird mir das. Bei Franziska zeigt sich ihr aktiver Körper sehr stark über Bewegung. Sie beschreibt, dass Bewegung ihr hilft, besser zu denken und besser zu funktionieren. Sie war schon als Kind viel in Bewegung und hatte später Pferde, Garten, Haus, Selbstständigkeit und Sport gleichzeitig. Für sie lag die Lernkurve deshalb irgendwann darin, herauszufinden, wann es genug ist. Gerade als Projektorin kann sie einen aktiven Körper haben und trotzdem nicht dieselbe dauerhafte Energie wie ein Generator. Das fand ich im Gespräch so spannend, weil man daran wieder sieht, wie differenziert Human Design wird. Ein aktiver Körper braucht Bewegung und trotzdem entscheidet Strategie und Autorität darüber, wie viel Bewegung heute korrekt ist. Manchmal reichen Franziska dreißig Minuten, manchmal sind zwei Stunden Bewegung passend. Inzwischen beobachtet sie viel genauer, wann eine Pause dran ist und wann der Körper wieder weiter möchte. Dasselbe hat sie beim Essen beobachtet. Früher hat sie teilweise sechs Stunden durchgearbeitet, ohne etwas zu essen oder überhaupt eine richtige Pause zu machen. Danach kamen starke Essensimpulse, weil ihr Körper sich offenbar nachträglich die Energie geholt hat, die vorher gefehlt hatte. Heute isst sie regelmäßiger und merkt, dass dadurch auch diese extremen Ausschläge am Abend deutlich weniger werden. Für sie hängt das alles zusammen: Bewegung, Energiezufuhr, Gehirnleistung, Verdauung und Pausen. Wenn sie zu wenig Energie bekommt, merkt sie es körperlich. Sie wird kalt, das Denken funktioniert schlechter und irgendwann ist schlicht keine Energie mehr da. Bewegung unterstützt bei ihr wiederum die Verdauung und das Denken. Das ist für mich genau die Stelle, an der man begreifen kann, was ein aktiver Körper überhaupt bedeutet. Es geht um einen Körper, dessen System Aktivität braucht und der gleichzeitig lernen darf, diese Aktivität wirklich körperlich zu regulieren. Bei meinem passiven Körper erlebe ich das vollkommen anders. Ich bin selbst immer noch in einer riesigen Lernkurve, gerade was das Zusammenspiel von Essen und Bewegung angeht. Ich bin Energieprojektorin und dadurch kommt bei mir noch einmal eine eigene Dynamik hinein. Trotzdem gibt es etwas, das ich eigentlich mein ganzes Leben lang beobachten konnte: Mein Körper braucht erstaunlich wenig Nahrung, wenn ich wirklich korrekt esse. Ich staune teilweise selbst darüber. Und gleichzeitig bedeutet ein passiver Körper für mich überhaupt nicht, dass Bewegung keine Rolle spielt. Ich brauche Bewegung. Ich sitze viel am Computer und merke ganz deutlich, dass mein Körper einen Ausgleich möchte. Bei mir sind es zum Beispiel Spaziergänge, Wandern und inzwischen vor allem Yin Yoga. Wenn ich korrekt esse, beobachte ich sogar, dass ich mich manchmal etwas mehr bewege. Dann mache ich vielleicht eine Yogaeinheit mehr oder gehe fünf- statt viermal in der Woche eine halbe Stunde laufen. Es sind Nuancen. Mein Körper wird dadurch nicht plötzlich zu einem aktiven Körper. Er bekommt einfach genau die Bewegung, die für ihn korrekt ist. Gerade beim Essen hat sich für mich über die Jahre unglaublich viel ausdifferenziert. Ich kann inzwischen sehr fein wahrnehmen, wann mein Körper genug hat. Manchmal geht es wirklich nur noch um eine sehr kleine Menge und mein Körper sagt trotzdem ganz klar: Vergiss es, das war es jetzt. Genau deshalb kann ich mit diesen ganzen generalisierten Kalorienangaben für mich wenig anfangen. Bei einem passiven Körper darf man sehr genau beobachten, was der eigene Körper tatsächlich braucht. Und natürlich spielt auch hier wieder der Typ mit hinein. Ein Generator oder Manifestierender Generator mit passivem Körper wird möglicherweise einen anderen Energiebedarf haben als ich als Projektorin. Genau deshalb lande ich am Ende immer wieder bei Strategie und Autorität. Der Verstand kann aus „passiver Körper“ sofort wieder eine neue Ernährungsregel machen. Im Experiment geht es viel mehr darum zu beobachten: Hat mein Körper genug? Braucht er noch etwas? Was sagt er gerade tatsächlich? Was mich am passiven Körper inzwischen fast noch mehr fasziniert, ist seine Wahrnehmungsfähigkeit. Bei mir hat sich diese Körperwahrnehmung über die Jahre enorm verfeinert, und Yin Yoga hat dabei noch einmal etwas geöffnet. Ich hatte vorher nie eine Bewegungsform gefunden, die ich wirklich regelmäßig machen wollte. Spazierengehen und Wandern waren eigentlich immer das, was sich für meinen Körper natürlich angefühlt hat. Dann kam Yin Yoga und plötzlich war da diese tiefe Resonanz. Seitdem beobachte ich meinen Körper noch viel genauer. Ich kann teilweise wahrnehmen, wie nach bestimmten Übungen über Stunden oder Tage etwas im Körper weiterarbeitet. Beim Beckenboden habe ich zum Beispiel beobachtet, wie

Human Design Ernährungsstrategie 5: Was bedeutet Vielfalt bei Klang leise und Klang laut?

Die Ernährungsstrategie Nummer 5 im Human Design ist Sound. Im Human Design PHS, dem Primary Health System, wird diese Determination auch als Sound High oder Sound Low bezeichnet. Und über diese Human Design Ernährungsstrategie kann ich mittlerweile wirklich aus meinem eigenen Experiment heraus sprechen, denn ich habe selbst Sound Low, also Klang leise, auf der passiven Seite und damit einen passiven Körper. Ich experimentiere damit inzwischen seit einigen Jahren und ich merke tatsächlich, dass jedes Jahr der Groschen noch einmal ein Stück tiefer fällt. Ich verstehe etwas, experimentiere damit, und irgendwann erschließt sich wieder eine weitere Ebene davon, was mit dieser Ernährungsstrategie eigentlich gemeint ist. Die 5 ist im Solarplexus, also im emotionalen Zentrum, angelegt. Und bei der Human Design Ernährungsstrategie Sound geht es natürlich zunächst einmal um Frequenzen und um Klang. Dabei gibt es Frequenzen, die wir hören können, und Frequenzen, die wir nicht hören können. Deshalb gehört für mich inzwischen auch das ganze elektrische Feld dazu. Elektromagnetische Strahlung, Handy, Computer, technische Geräte – auch damit kann man experimentieren. Und das kann unglaublich differenziert aussehen. Sound High und Sound Low sind dabei nur ein Teil der Geschichte, denn gleichzeitig gibt es immer noch den aktiven oder passiven Körper und natürlich die eigene Autorität. Bei mir ist es Sound Low. Manchmal fühlt sich ganz leise Musik während des Essens richtig an, manchmal absolute Ruhe. Meine Milzautorität entscheidet letztendlich darüber, was in diesem Moment in meinem Umfeld gesund für mich ist. Und genau deshalb wird Strategie und Autorität an dieser Stelle so essenziell. Irgendwann lernt man im Human Design Experiment immer feiner zu unterscheiden: Was versucht mein Verstand gerade aus einer Ernährungsstrategie zu machen und was möchte mein Körper tatsächlich? Das ist für mich ein jahrelanger Dekonditionierungsprozess gewesen und er wird immer feiner. Was ich an der 5 unglaublich spannend finde, ist ihre besondere Beziehung zur Vielfalt. Im Human Design sprechen wir bei der 5 von einer Farbe, darunter liegen wiederum die Töne, und keine der Ernährungsstrategien hat diese besondere Beziehung zu den darunterliegenden Tönen wie die 5. Wenn wir uns die 5 grundsätzlich anschauen, dann ist sie transpersonal. Sie universalisiert. Und genau dieses Prinzip findet sich für mich auch in der Human Design Ernährung wieder: Vielfalt, Komplexität, viele verschiedene Informationen. Ra hat diese Vielfalt bei der 5 immer wieder betont. Gleichzeitig ist die 5 ein extrem sensibles Verdauungssystem. Dieses Verdauungssystem ist grundsätzlich dazu angelegt, eine große Bandbreite verarbeiten zu können, wenn der präzise Umstand während des Essens stimmt. Genau dort liegt für mich inzwischen der Schlüssel. Bei Sound ist die Umgebung während des Essens unglaublich wichtig. Der Körper braucht seine korrekte Frequenz, seinen korrekten Sound, seinen korrekten Umstand. Ich kann aus meinem eigenen Leben sehr gut nachvollziehen, wie sich diese Vielfalt zeigen kann. Mein Körper wollte schon sehr früh kein Fleisch mehr. Milchprodukte fühlen sich für mich ebenfalls selten wirklich einladend an. Dafür zieht es mich unglaublich in die Pflanzenwelt. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Wurzelgemüse, Reis, Getreide, Bohnen, Hülsenfrüchte, Amaranth, Gemüse in allen möglichen Varianten – das fühlt sich für meinen Körper einfach einladend an. Und irgendwann kam bei mir die Frage auf, wie sich diese Komplexität und Vielfalt innerhalb meiner Human Design Determination eigentlich ganz konkret in einer Mahlzeit ausdrücken kann. Dazu kommt bei mir die Touch-Kognition. Die Kognition im Human Design beschreibt noch einmal eine sehr feine Ebene der körperlichen Wahrnehmung. Ich nehme sehr viele Informationen über Berührung auf. Beim Kochen fasse ich deshalb unglaublich gerne Lebensmittel an. Gerade mit frischen Lebensmitteln aus der Pflanzenwelt passiert das sowieso ganz automatisch. Ich schneide, wasche, sortiere, berühre die einzelnen Zutaten und habe das Gefühl, dass mein Körper dabei bereits Informationen darüber bekommt, was gleich kommt. Für mich gehört das inzwischen ganz selbstverständlich zum Verdauungsprozess dazu. Mein Körper nimmt die Mahlzeit gewissermaßen schon auf, bevor ich sie esse. Der wirklich große Groschen ist bei mir allerdings über Ayurveda gefallen. Ich habe irgendwann angefangen, ayurvedisch zu kochen und mich intensiver damit zu beschäftigen. Und plötzlich waren da diese Gerichte mit unglaublich vielen Bestandteilen: ein Dal mit Hülsenfrüchten, vielleicht Reis oder einem anderen Getreide, mehreren Gemüsesorten und dazu zehn verschiedene Gewürze. Ganz schnell besteht so eine Mahlzeit aus fünfzehn, zwanzig oder noch mehr verschiedenen Komponenten. Irgendwann erinnerte ich mich auch wieder daran, was meine Human-Design-Lehrerin damals gesagt hatte: Mit der Ernährungsstrategie 5 kann man wunderbar mit Gewürzen experimentieren. Und genau da hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe gemerkt, wie befriedigend diese Komplexität für meinen Körper ist. Besonders dann, wenn alles miteinander gekocht wurde. Wenn Gewürze, Gemüse, Hülsenfrüchte, vielleicht etwas Reis oder Quinoa, ein bisschen Fett und manchmal etwas Tofu oder Tempeh zusammenkommen und daraus eine einzige komplexe Mahlzeit entsteht. Mein Körper liebt diesen Verbund. Er bekommt mit einem Essen ganz viele verschiedene Informationen, Geschmäcker, Konsistenzen und Nährstoffe gleichzeitig. Und dann passiert etwas, das ich inzwischen sehr deutlich wahrnehmen kann: Mein Körper ist danach fertig. Befriedigt. Da fehlt nichts mehr. Es entsteht kein weiteres Suchen nach Essen. Das war für mich eine unglaublich wichtige Erkenntnis, denn genau dadurch habe ich auch verstanden, warum mich diese Art des Kochens so angezogen hat. Das Ayurveda hat mir einen Zugang zu dieser gekochten Komplexität gegeben. Zu Gewürzen, zu verschiedenen Bestandteilen und zu Mahlzeiten, bei denen alles miteinander verbunden wird. Dieses Prinzip kann natürlich in hunderttausend verschiedenen Küchen und Gerichten auftauchen. Für meinen Sound-Low-Körper ist diese Vielfalt innerhalb einer Mahlzeit extrem befriedigend. Selbst beim Salz habe ich das erlebt. Lange hatte ich das Gefühl, mein Körper wolle kein Salz. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Salz für mich ganz anders funktioniert, wenn es Teil des gesamten Kochprozesses ist. Wenn es mit den anderen Zutaten und Gewürzen im Essen verbunden wird. Und genauso ist es bei vielen Gewürzen. Mein Körper möchte diese Komplexität als Gesamtinformation aufnehmen. Gleichzeitig habe ich einen passiven Körper. Auch das spielt in meinem PHS-Experiment eine große Rolle. Mein Körper braucht keine riesigen Mengen an Energieinput. Dadurch wurde es für mich irgendwann sehr spannend zu beobachten, was eigentlich „genug“ bedeutet. Und mit dieser komplexeren Art zu essen brauche ich tatsächlich wesentlich weniger Menge. Eine Mahlzeit kann

Definiertes Kopfzentrum im Human Design: Wenn Denken einfach läuft

Ich wollte schon länger einmal über das definierte Kopfzentrum im Human Design schreiben. Da draußen gibt es ungefähr 30 Prozent Menschen mit definiertem Kopfzentrum. Wir sind die, die inspirieren. Wir sind die, bei denen ein permanenter Denkprozess läuft. Das Kopfzentrum ist ein Druckzentrum. Da ist Druck zu denken, Druck zu reflektieren, Druck, Inspiration aufzunehmen und gedanklich etwas damit zu machen. Und ich möchte hier gar nicht so sehr ins Wissen einsteigen, welche Aktivierungen, welche Kanäle, welcher Prozess logisch, abstrakt oder individuell läuft. Mir geht es eher darum, wie das im Leben aussieht. Wie es sich anfühlt, wenn da oben einfach immer etwas läuft. Wenn der Verstand rattert. Wenn Denkenergie da ist. Wenn es keine wirkliche Pause gibt, weil die Mechanik einfach da ist. Früher konnte ich das überhaupt nicht beobachten. Ich war damit identifiziert. Ich dachte, viel denken ist irgendwie schlecht. Überall hört man ja: Du musst meditieren, du brauchst einen ruhigen Verstand, der Mind muss still werden. Und bei mir hat das nie funktioniert. Ich habe meditiert und mein Verstand hat einfach etwas anderes getan. Heute kann ich darüber schmunzeln, weil ich es über die Human Design Brille ganz anders sehe. Ein definierter Kopf, ein definiertes Ajna, eine mentale Definition, eine konstante Denkenergie – das ist Mechanik. Das ist nicht falsch. Das ist nicht schlecht. Das ist einfach da. Und je früher du das akzeptierst, desto leichter wird es. Für mich war es eine riesige Erleichterung, als ich Human Design kennengelernt habe und verstanden habe: Ja, du bist immer am Denken. Ja, bin ich. Und es ist okay. Es war wirklich so ein Relief, dass ich nicht mehr versuchen muss, diesen Teil von mir abzustellen. Weil genau dieses Abstellenwollen den Druck oft noch lauter macht. Je mehr man versucht, etwas runterzudrücken, desto lauter kommt es wieder hoch. Der beste Skill ever ist für mich wirklich, beobachten zu können, was da im Verstand passiert, und sich nicht damit zu identifizieren. Ich sage das inzwischen in fast jeder Podcastfolge und in fast jedem Blogartikel, weil es für mich so entscheidend ist. Gerade mit einem definierten Verstand hat mir dieser Skill wirklich den Arsch gerettet. Früher war Denken für mich mit Bewertung verbunden. Wir ordnen ja ständig ein: gut, schlecht, positiv, negativ, richtig, falsch. Und genau da hat sich bei mir so viel gewandelt. Der Denkprozess läuft weiter. Der Druck zum Denken ist da. Aber ich bewerte ihn nicht mehr so. Ich kann beobachten: Ah, da läuft gerade etwas. Da sortiert etwas. Da reflektiert etwas. Da sucht etwas Sinn. Und dadurch ist es nicht mehr dieser gleiche Druck wie früher. Vor kurzem habe ich das noch mal sehr präzise bei mir gemerkt. Ich habe seit Juni einfach viele Projekte am Laufen und irgendwann kam in mir dieser Satz hoch: Ich möchte einfach denken können. Und das fand ich so faszinierend. Ich habe gemerkt, dass mir Raum fehlt, mich zurückzuziehen und zu denken. Bei mir hängt das stark mit meinem 33-13 und meinem 64-47 zusammen. 33-13 hat viel mit Rückzug, Zuhören, Geschichten, Geheimnissen und Erfahrungen zu tun. Und 64-47 ist dieser abstrakte Prozess, in dem Sinn gefunden wird. Da kommen Fragmente, Bilder, Erinnerungen, Eindrücke aus der Vergangenheit. Der Verstand bewegt sich durch Vergangenes, sortiert, versucht etwas zusammenzusetzen, und irgendwann ist der Sinn da. Das kannst du nicht mit dem Verstand erzwingen. Du kannst nicht entscheiden: In einem Jahr bin ich fertig. Vielleicht dauert es drei Jahre. Vielleicht dauert es länger. Der abstrakte Prozess ist abgeschlossen, wenn der Sinn gefunden ist. Und ich fand es so spannend zu merken: Wenn ich diesem Teil von mir keinen Raum gebe, fehlt mir das Denken. Ich liebe es mittlerweile, mich zurückzuziehen und zu denken. Ich liebe meinen definierten Mind. Ich liebe diesen Anteil. Ich liebe es, einfach zu sitzen, nichts zu tun und zu denken. Vorzugsweise im Zug oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und ich liebe diese Sinnfinden-Prozesse. Das ist so weit weg von diesem früheren „Warum denke ich so viel, wie kann ich das abstellen, das muss doch falsch sein“. Heute denke ich einfach: Bullshit. Viel denken ist nicht automatisch ein Problem. Für manche von uns ist Denken ein angelegtes Potenzial. Und genau deshalb finde ich dieses generalisierte Konzept von Meditation, ruhigem Mind und nichts denken so schwierig. Ein definierter Verstand kann natürlich auch meditieren. Aber auch da geht es wieder ums Experiment. Ich mag manchmal geführte Meditationen mit Musik, weil mein Nervensystem runterfährt und mein Verstand Fokus auf die Stimme bekommt. Dann kann das stimmig sein. Wenn ich aber gerade in einem aktiven Denkprozess bin, kann es passieren, dass mein Verstand selbst in einer geführten Meditation sofort weggaloppiert. Dann kann ich es auch lassen. Da darf man mit einem definierten Kopfzentrum einfach experimentieren. Was ist für dich stimmig? Wann funktioniert es? Wann nicht? In welchem abstrakten, individuellen oder logischen Prozess steckst du gerade? Wenn du schon länger im Human Design Experiment bist und ein definiertes Kopf-Ajna hast, wirst du wahrscheinlich sehr genau wissen, wovon ich spreche. Mein Verstand ist über die letzten sieben Jahre trotzdem leiser geworden. Sehr viel leiser. Nicht, weil ich ihn ausgeschaltet habe. Sondern weil ich ihn nicht mehr bekämpfe. Weil ich ihn beobachte. Weil ich ihm Raum gebe. Weil ich nicht mehr jeden Gedanken für die absolute Wahrheit halte. Und ich glaube, gerade bei Menschen mit definiertem Kopfzentrum ist es unglaublich wichtig, sich auch mental nicht permanent von außen überfluten zu lassen. Ich habe mich vor ein paar Jahren komplett von Social Media verabschiedet, weil ich gemerkt habe, wie sehr es meinen Denkprozess, meinen Sinnfinden-Prozess und meine Individualität beeinflusst. Ich konnte das nicht mehr händeln, mich mental so stark von außen beeinflussen zu lassen. Und ich glaube, ein großer Teil davon ist mein definierter Verstand, der sagt: Ich brauche Raum für meinen Prozess. Ich brauche Raum für meine Inspiration. Ich brauche Raum, damit das angelegte Potenzial wirklich sauber laufen kann. Definierte Kopfzentren sind hier, um andere zu inspirieren. Und wir brauchen gesunde, inspirierende definierte Kopfzentren. Gerade jetzt. Menschen, die ihren Verstand beobachten können. Menschen, die ihre mentale Energie nicht im Nicht-Selbst verpulvern.

Der Verstand kann sich nicht ausmalen, woher korrekte Entscheidungen kommen

Gestern habe ich eine Podcastfolge aufgenommen: Human Design Projektor: Uneingeladen. Und in dieser Folge geht es wirklich um die Projektorstrategie der Einladung. Um dieses Thema, das für Projektoren so riesig ist. Um Geduld. Um Energie. Um das Nicht-Verpulvern der eigenen Energie in die Welt, wenn es nicht korrekt ist und wenn es vor allem nicht eingeladen ist. Und ich habe in dieser Folge auch darüber gesprochen, wie sehr der Verstand am Anfang damit beschäftigt sein kann. Wo bleiben denn jetzt die Einladungen? Warum kommt denn jetzt keine Einladung? Wie soll ich denn so existieren? Was passiert denn, wenn ich nicht ständig selber losgehe? Und schlussendlich ist es ja so: Du bekommst als Projektor nicht unbedingt viele Einladungen. Du bekommst die Einladungen, die gerade korrekt sind. Die energetisch korrekt sind. Die gesund für dich sind. Die du umsetzen kannst. Und genau das finde ich gerade wieder so spannend, weil mein Verstand sich niemals hätte ausmalen können, aus welcher Ecke vor ein paar Wochen eine Einladung kommt. Ich wurde zu einem Online-Kongress eingeladen. Und zwar zu einem richtig spannenden Online-Kongress von der wunderbaren Iris Pointinger. Der Kongress heißt: Hätt ich doch mal. Er findet vom 09.11. bis 18.11. statt. Und ihr könnt euch hier anmelden:https://musterbrechen.coaching-iris.de/login Ich fand diese Einladung so faszinierend, weil sie für mich wieder genau gezeigt hat: Der Verstand kann sich einfach nicht ausmalen, was für Einladungen kommen. Ich hätte mir das nicht ausgedacht. Ich hätte nicht geplant: Ach, da kommt jetzt eine Einladung für einen Online-Kongress. Und dann auch noch für einen Kongress, der thematisch so passend ist. Denn bei diesem Kongress geht es im Grunde um Muster. Um Konditionierung. Um die Frage, warum wir bestimmte Dinge nicht tun. Warum wir unserer Körperintelligenz nicht folgen können. Warum wir Dinge, die eigentlich korrekt für uns wären, trotzdem nicht umsetzen. Und in Human Design Sprache würde ich sagen: Es geht um Dekonditionierung. Um Muster, die brechen dürfen. Um den Weg zurück zu sich selbst. Und was ich dabei so faszinierend finde: Bei diesem Kongress arbeiten alle anders. Es sind ganz unterschiedliche Menschen dabei, mit ganz unterschiedlichen Brillen, mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen. Und trotzdem teilen sie alle etwas miteinander: Verstehen alleine reicht nicht. Es geht um das Umsetzen. Um das Leben. Um die Praxis. Um das, was wirklich im Alltag passiert. Und genau das ist ja auch das, was ich immer wieder sage. Es gibt auf dieser Welt so viele Brillen. Human Design ist eine Brille. Eine sehr präzise Brille, ja. Aber es ist eine Brille. Es gibt 100 Millionen Brillen, durch die man Konditionierung, Muster, Körperintelligenz, Entscheidungen und dieses Zurückfinden zu sich selbst anschauen kann. Die eine Person geht über Human Design. Eine andere über das Nervensystem. Eine andere über Psychologie. Eine andere über Körperarbeit. Eine andere über Sucht, Gewohnheiten, Kindheitsmuster oder Generationenthemen. Und unterm Strich geht es oft um etwas sehr Ähnliches: Wie komme ich wieder zu mir zurück? Wie kann ich Muster erkennen? Wie kann ich das, was ich verstanden habe, wirklich leben? Für mich als objektive sechste Linie ist das extrem spannend. Weil ich immer wieder sehe: Es gibt nicht nur eine Brille. Es gibt viele. Und je nachdem, was für dich korrekt ist, womit dein Körper ein Go hat, genau damit gehst du weiter. Das ist dann richtig für dich. Das muss nicht Human Design sein. Und wenn es Human Design ist, dann geht es trotzdem nicht darum, einfach nur dein Chart schön lesen zu können. Human Design kam mit Wissen in diese Welt, weil wir sonst kaum einen Zugang zurück zum Körper hätten. Wir treffen seit 85.000 Jahren Entscheidungen mit dem Verstand. In dieser Zeit, in diesem Leben, in dieser Prägung, in dieser Welt, kommt der Zugang für viele erst einmal über den Verstand. Deshalb bringt Human Design dieses präzise Wissen mit. Aber am Ende geht es um Strategie und Autorität. Um Körperintelligenz. Um Experiment. Um Umsetzung. Und genau deshalb wurde meine Perspektive eingeladen. Meine Human Design Brille auf Konditionierung und Dekonditionierung. Meine Wahrnehmung dazu, warum wir Dinge nicht umsetzen, obwohl wir sie wissen. Warum wir wieder in alte Muster fallen. Warum der Verstand so laut sein kann. Warum der Körper etwas anderes sagt. Und warum Human Design erst dann wirklich lebendig wird, wenn es im Alltag gelebt wird. Bei diesem Kongress sind ganz unterschiedliche Expertinnen und Experten dabei. Menschen, die sich mit Gewohnheiten, Sucht, Kindheitsmustern, Generationenthemen, Nervensystem, Psychologie, Veränderung, Rollen und Konditionierung beschäftigen. Unter anderem sind dabei Annette und Herbert Himmelstoss mit dem Thema Sucht und die Macht der Gewohnheit. Birgit Haus mit Kindheitsmustern, die sich im Leben wiederholen. Dr. Ivona Schönwald mit dem, was durch Generationen weitergegeben wird. Saskia Merz mit dem Nervensystem. Mailin Motrak mit Psychologie im Alltag. Floris Weber, Arzt, mit Veränderung, Muster und Bewusstsein. Und viele mehr.  Und genau das mag ich daran so sehr. Es ist nicht alles dieselbe Sprache. Es ist nicht alles dieselbe Methode. Es sind unterschiedliche Brillen. Unterschiedliche Wege. Unterschiedliche Menschen. Aber diese eine gemeinsame Richtung ist spürbar: Verstehen alleine reicht nicht. Und das ist auch der Punkt, an dem es für mich wieder direkt mit Human Design zusammenläuft. Weil Human Design im Kern genau das ist. Es geht nicht um Wissen sammeln. Es geht nicht darum, noch mehr Konzepte im Kopf zu haben. Es geht darum, wieder Zugang zum Körper zu finden. Strategie und Autorität zu leben. Den eigenen Körper wieder lesen zu lernen. Zu beobachten. Zu experimentieren. Zu merken, was korrekt ist und was nicht. Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum diese Einladung für mich so korrekt war. Weil sie nicht aus meinem Kopf kam. Weil ich mir das nicht ausgedacht habe. Weil sie von außen kam. Weil ich gesehen wurde mit dem, was ich tue. Mit meiner Brille. Mit meiner Arbeit. Mit meinem Fokus auf Human Design leben, Körperintelligenz, Strategie und Autorität. Und deswegen teile ich diesen Kongress hier mit euch. Wenn euch das Thema Muster, Konditionierung, Körperintelligenz, Umsetzung und Dekonditionierung ruft, dann schaut euch den Online-Kongress „Hätt ich doch mal.“ von Iris Pointinger an. Er findet vom 09.11. bis 18.11. statt. Hier könnt

Human Design-Brille: Körperintelligenz oder Schmerz

Human Design ist eine Brille. Punkt. Und genau so sollte man es auch nehmen: als eine Möglichkeit, das Leben zu betrachten, nicht als endgültige Wahrheitsschablone. Menschen begegnen Dingen und machen sofort daraus: richtig oder falsch, Wahrheit oder Irrtum. In der Realität laufen hier hunderte Millionen Brillen nebeneinander, aus gutem Grund, weil jeder Mensch mit etwas anderem Resonanz hat. Du kannst zwanzig verschiedene Zugänge haben, die am Ende denselben Outcome bedienen, nur über eine andere Sprache, eine andere Praxis, einen anderen Einstieg. Human Design ist eine dieser Brillen. Human Design musste mit diesem Wissen in die Welt kommen. Nicht, damit wir es sammeln und dann in den Kopf stellen wie ein hübsches Regalstück. Dieses Wissen hat eine Aufgabe: es soll dich durch dieses präzise Wissen zurück in deine Körperintelligenz bringen. Wir kommen aus 85.000 Jahren Verstandesentscheidungen. Wir sind darauf trainiert, zu planen, zu bewerten, Konzepte zu übernehmen, Sicherheit im Außen zu suchen und uns von äußeren Autoritäten sagen zu lassen, was korrekt für uns ist. Genau deshalb ist der Zugang über präzises Wissen in dieser Zeit so ein Gamechanger, weil du sonst oft nicht mal weißt, wo du überhaupt anfangen sollst. Sag jemandem „geh in deine Körperintelligenz“ und du bekommst sehr häufig nur ein Fragezeichen zurück. Human Design gibt dir einen Anhaltspunkt, eine Richtung, eine Startlinie. Der Kern bleibt Körperintelligenz, Strategie und Autorität. Und ja, das hat mit der Zeitqualität zu tun. Ab 2027 kippt die Hintergrundfrequenz. Das Außen wird nicht mehr dieses weiche Auffangbecken bleiben, das viele gewohnt sind: Gemeinschaft, Support, Tribe, Verträge, Absicherung, dieses „es hält schon irgendwer“. Das fällt auseinander, nicht als Lichtschalter von heute auf morgen, sondern als Bewegung, die sich durchzieht. Wenn äußere Autoritäten anfangen wegzubrechen, stehst du da mit deinem Leben. Dann brauchst du etwas, das dich trägt, und das ist nicht mehr das nächste generalisierte Konzept, das dir erklärt, wie man es „machen sollte“. Dann ist dein eigener Körper dein Kompass. Dann ist deine Körperintelligenz dein Auffangbecken. Und das betrifft jeden gottverdammten Lebensbereich: Gesundheit, Versorgung, Human Design Ernährung, Beziehungen, Familie, Beruf, Geld, Marketing, Verkaufen, alles. Diese Zeit verlangt, dass du dich selbst im Alltag navigieren kannst. Das heißt nicht, dass generalisierte Konzepte keinen Platz haben. Sie stehen da, weil sie für irgendwen passen. Der Punkt ist nur: der Körper entscheidet, ob es für dich passt. Resonanz oder keine Resonanz. Und genau da setzt Human Design an. Es geht nicht um Recht-haben, es geht nicht um ein neues Dogma, es geht nicht um den nächsten Instagram-Post, an dem du dich festhängst. Es geht um den Skill, dich zu beobachten, ohne dich zu identifizieren. Es geht um den Skill, deinen Verstand als Verstand zu erkennen und ihn nicht als Führungsinstanz für dein eigenes Leben zu behandeln. Strategie und Autorität sind dafür die Tür. Und dieser Skill ist riesig. Einer der größten überhaupt. Wenn du mit Human Design in Resonanz bist, dann hol dir deinen Chart, hol dir deine Strategie und Autorität, und geh in dein eigenes Experiment. Du wirst Widerstände merken, du wirst Flow merken, du wirst Frieden merken, Befriedigung, Erfolg, Überraschung. Du wirst merken, wie dein Körper sich entspannt, wenn du aufhörst, dein Leben über Kopfkonzepte zu pressen. Und du wirst merken, wie sich dein echtes Leben durchsetzt, wenn du aufhörst, dich von außen zu konditionieren, von Eltern, von Plattformen, von Meinungen, von Autoritäten, die gar nicht dein Leben leben müssen. Human Design ist keine äußere Autorität. Human Design ist eine Brille. Diese Brille ist präzise, und sie zeigt dir, wo du anfangen darfst. Der Rest passiert durch dein Experiment. Und das ist der einzige Punkt, der am Ende zählt: Körperintelligenz zurückholen, Entscheidungskraft aus dem Körper, in jedem einzelnen Bereich.  Von mir zu dir in Liebe, Rita P.S. Wenn du dein Design bereits kennst und an einem konkreten Thema rund um Körperwahrnehmung, Entscheidungen oder Dekonditionierung weiterarbeiten möchtest, können wir das in einer Human Design Session gemeinsam anschauen. 60 Minuten 160 €→ Termin vereinbaren

Projektor & Job: Einladung oder nichts

Einladungen sind für Projektoren kein Nice-to-have. Das ist die Art, wie wir mit der Welt in Kontakt kommen, ohne unsere Energie zu verheizen. Wir haben ein offenes Sakral, wir generieren keine Energie wie Generatoren, und genau deshalb ist dieses Thema so gnadenlos praktisch: Wenn wir da draußen einfach loslaufen, „machen“, „anbieten“, „reinrennen“, dann wird es früher oder später bitter. Wir sind hier, um zu sehen, um zu erkennen, um zu guiden, und das funktioniert sauber, wenn wir gesehen werden für das, was wir mitbringen. Und dieses Gesehenwerden ist in der Praxis sehr oft die Einladung. Bei den großen Themen ist das für Projektoren der entscheidende Punkt. Wohnort, Liebe, Freundschaften, Job. Und ja, bei den kleinen Dingen kannst du im Alltag ständig schauen: ist es einladend, ist es einladend für mich, was sagt meine Autorität. Was für Projektoren aber nochmal ein eigenes Minenfeld ist: wann teile ich meine Einsichten, Ansichten, Wahrnehmung. Projektoren sehen viel, tief, schnell. Und wenn du das raushaust, ohne dass da wirklich ein Gegenüber ist, das genau dafür offen ist, kann das richtig eklig werden. Das ist dieser Moment, wo du merkst: du hast etwas gebracht, was eigentlich stimmt, aber es landet nicht, es kippt, es prallt ab, und du sitzt danach da mit dieser ganz speziellen Projektor-Verbitterung. Das ist so ein präziser Marker, das kennen Projektoren wirklich bis in die Zellen. Und jetzt zu dem Teil, der mich im beruflichen Kontext so interessiert, gerade Corporate, Firmen, offizielle Einladungen von außen. Da wird so viel spekuliert, weil wir konditioniert sind auf „du musst ja Geld verdienen“, „du brauchst ja den Job“, „du musst ja aktiv werden“. Und dann kommt dieses Anzeigen-Thema: Eine Firma stellt eine Stelle online, du findest die Anzeige einladend, du denkst dir „okay, das ist es“. Ich habe lange genau da mitgedacht und mitdiskutiert, weil ich genau wissen wollte, wie sich eine echte berufliche Projektor-Einladung anfühlt. Und ich kann inzwischen sagen: ich habe den Unterschied erlebt. Es gibt in meiner Branche eine Plattform, eine große, bekannte. Da habe ich seit Ewigkeiten ein Profil, schon seit über 20 Jahren, und ich aktualisiere das ab und zu. Lebenslauf, Stationen, einfach dass man mich finden kann. Als ich Ende letztes Jahr meinen Job gekündigt habe, habe ich mein Profil nochmal aktualisiert und dann wieder vergessen, dass es überhaupt existiert. Und dann kam plötzlich eine Nachricht von einer Firma. Nicht „wir haben eine Stelle, bewirb dich“. Sondern: wir haben dein Profil gesehen, wir möchten dich kennenlernen. Da war dieses klare „wir sehen, was du gemacht hast, wir sehen, was du kannst, und wir wollen dich genau dafür kennenlernen“. Als ich das gelesen habe, war in mir sofort dieses: Einladung. Gesehenwerden. Und dann hat sich diese Einladung von vorne bis hinten so angefühlt, wie ich Projektor-Einladung inzwischen erkenne: leicht. Flow. Keine Anstrengung. Ich musste nichts schieben, nichts beweisen, nichts ziehen. Angefangen bei ganz praktischen Sachen wie Abholung vom Bahnhof, Übernachtung, Abendessen, Frühstück. Für mich war gesorgt. Ich musste nichts tun. Und auch die Gespräche hatten genau diese Qualität: ich konnte einfach ich selbst sein. Kein verkrampftes Vorstellungsgespräch, kein performen, kein „bitte erkenne mich doch“. Diese Entspanntheit ist für mich der Punkt. Das ist Projektor-Korrektheit. Wenn es korrekt ist, fühlt es sich nicht nach Kampf an. Es fühlt sich nach Zahnrädchen an, die greifen. Und genau deshalb ist diese Unterscheidung so wichtig, gerade im Beruf. Projektoren verlieren in beruflichen Kontexten so viel Energie, wenn sie in Rollen reinrutschen, wo sie nicht wirklich eingeladen sind. Wo sie sich über Anzeigen, über Druck, über „ich muss doch“ reinziehen. Diese echten Einladungen kommen anders. Die kommen nicht als „hier ist eine offene Stelle“, die kommen als „ich will dich“. „Ich sehe dich.“ „Ich möchte dich dafür kennenlernen.“ Und ja, manchmal kommt das aus einer Richtung, wo du denkst: warum jetzt, warum da, warum diese Stadt, warum dieser Ort. Das ist deine Frequenz, die da nach außen hin arbeitet. Aber es fühlt sich an wie aus dem Nichts. Und genau dadurch habe ich kapiert: es funktioniert. Es funktioniert wirklich. Das Leben kommt auf dich zu. Und hier wird es dann wieder sehr schlicht: halb funktioniert das nicht. Wenn du Strategie und Autorität nur als Idee hast, wird es im Leben nichts bringen. Wenn du dich hingibst, wenn du dem vertraust, wenn du wirklich wartest, dann kommt es. Es braucht keine zehn Einladungen zur Auswahl. Eine einzige reicht. Und diese eine kann korrekt sein. Für Projektoren ist das keine Theorie, das ist Energie-Management, Lebensführung und Gesundheit. Das heisst nicht, dass du nichts tust und passiv bleibst. Du folgst deinem Bliss. Du übst dich in Hingabe an Strategie & Autorität, deiner Körperintelligenz. Und ja, manchmal heisst das Geduld haben und warten. Aber für einen Projektor kann selbst das schon eine Offenbarung sein.  Für mich ist das der Kern im beruflichen Kontext: Projektor-Einladungen sind real. Sie haben eine Qualität. Du erkennst sie. Und wenn du sie einmal erlebt hast, verwechselst du sie nicht mehr mit „das klingt irgendwie nett“ oder „die Anzeige fühlt sich gut an“. In dem Moment wird das ganze Thema plötzlich praktisch. Und genau dafür liebe ich dieses Projektor-Thema so sehr: Es ist brutal simpel, wenn du es einmal erlebt & verstanden hast.  Best, Rita Du möchtest das Thema lieber hören?In der Podcastfolge „Human Design Projektor: Uneingeladen“ spreche ich darüber, wie sich Einladung im echten Leben zeigt und was passiert, wenn wir versuchen, sie mental zu erzwingen.→ Podcastfolge auf Spotify anhören P.S. Wenn du dein Design bereits kennst und ein konkretes Thema rund um Arbeit, Einladungen oder deine Entscheidungen genauer anschauen möchtest, können wir das in einer Human Design Session gemeinsam vertiefen. 60 Minuten · 160 €→ Termin vereinbaren

Die 12 Human Design Ernährungsstrategien: Der erste Transformationsschritt beginnt im Körper

Die 12 Human Design Ernährungsstrategien: Der erste Transformationsschritt beginnt im Körper  Ich will über die 12 verschiedenen Möglichkeiten der frequenzbasierten Ernährungsstrategien im Human Design schreiben, weil das bei so vielen im Kopf hängen bleibt, obwohl es im Körper entschieden werden muss. Diese Ernährungsstrategien sind frequenzbasierte Ernährungsstrategien. Sie brauchen Körperintelligenz. Sie brauchen Strategie und Autorität. Wenn man das mit dem Verstand versucht umzusetzen, läuft man sehr schnell gegen eine Wand, weil es eben frequenzbasierte Ernährungsstrategien sind und diese nicht als Konzept aus dem Verstand heraus funktionieren. Es geht nicht. Im besten Fall wirkt es nicht und im schlimmsten Fall kannst du dir damit sogar schaden. Ernährung ist der erste Transformationsschritt im Human Design. Und da geht es um so viel mehr als nur um „Nährstoffe“ oder „Essensplan“. Es ist die korrekte Ausrichtung des Körpers von innen nach außen. Danach folgt die korrekte Umgebung, Sehen, Motivation. Human Design musste mit diesem präzisen Wissen kommen, damit das überhaupt Zugang findet. Wir treffen seit 85.000 Jahren Entscheidungen mit dem Verstand. Und jetzt müssen wir zurück zur Körperintelligenz. Wir müssen lernen, Entscheidungen aus dem Körper zu treffen. Das ist essenziell, auch mit Blick auf den Hintergrundsfrequenzwechsel nächstes Jahr, weil wir uns auf äußere Autoritäten und generalisierte Konzepte immer weniger verlassen können. Viele sind weich gefallen über Support und Gemeinschaft. Das wird in der Zukunft so nicht mehr tragen. Und das betrifft auch Gesundheit, Medizin, Versorgung, alles. Wenn ich dir sage: fang mal an mit deiner Körperintelligenz – dann stehen viele erst mal da. Hä? Keine Ahnung. Genau da kommt Human Design als Brille ins Spiel: es gibt dir eine präzise Richtung, wo du anfangen kannst zu experimentieren. Am Ende geht es um Körperintelligenz: Strategie & Autorität. Wie interagiere ich mit der Welt und wie treffe ich korrekte Entscheidungen für mich. Wenn man sich die 12 Ernährungsstrategien im Human Design anschaut, sieht man diesen Übergang, diese Evolution: von wirklich einfachen Verdauungssystemen bis hin zu sensiblen, hochentwickelten Verdauungssystemen. Man sieht dieses Anpassen des Körpers an unsere hochentwickelte Nahrung, und man sieht gleichzeitig, dass höhere Verdauungssysteme sensibler werden auf Umgebung und Umwelt. Da gibt es sogar Menschen, die sehr nachtaktiv sind, weil das ein Ergebnis unseres Lebens im Laufe der Zeit ist. Und dann gibt es Verdauungssysteme, die noch viel vertragen, bei denen es wirklich rein ums Essen geht und nicht um Umgebung, und die vom Essen her das Einfachste vom Einfachsten vertragen: einfache, naturbelassene Nahrungsmittel. Das Spektrum ist groß. In der Mitte sieht man auch, dass irgendwann angefangen wurde, Nahrung zu manipulieren, in Kälte und Wärme, auch das ist Teil unserer Evolution. All das ist in diesen Ernährungsstrategien vereint und all das ist in unserem Menschsein vorhanden. Das ist der Grund, warum diese generalisierte Idee von “eine Ernährung für alle” mechanisch nie rund wird. Und weil Ernährung so tief konditioniert ist, braucht es dafür erst recht Strategie und Autorität. Essen hat viel mit Überleben zu tun. Und diese Konditionierung dauert lang an, weil wir sie von Kind an tragen. Ich sehe es an mir: ich habe Jahre gebraucht, um Ernährungskonzepte loszulassen. Ich habe mich in den letzten 25 Jahren ausgiebig mit Ernährung beschäftigt, ich hatte alle möglichen Konzepte konditioniert. Das musste dekonditioniert werden, bevor ich überhaupt meine Ernährungsstrategie umsetzen konnte. Und deshalb ist es so wichtig, korrekt in diesen Prozess reinzugehen: wann ist es für den Körper korrekt, damit zu experimentieren, wann kann der Körper das halten, wann macht es Sinn. Ich kenne auch Menschen, die haben das von heute auf morgen praktisch umgesetzt und ziehen das seitdem durch. Das ist alles höchst individuell. Als ich meine eigene Ernährungsstrategie kennengelernt habe, war mein Verstand so: Ach Bullshit. Und gleichzeitig war da eine ganz krasse Resonanz. Ich konnte Parallelen ziehen, ich habe mit der Zeit Übereinstimmungen gesehen, und dann kam dieses: ah ja, deshalb und deshalb. Ein Verstand, der ganz laut Bullshit ruft, kann vorkommen. Eine nicht vorhandene Resonanz vom Verstand kann vorkommen. Und wenn man ein bisschen mit dem Körper unterwegs ist, merkt man oft trotzdem: da ist eine körperliche Resonanz, ein Impuls, irgendwas. Und dann hört man den Kopf dagegen quatschen, weil diese Ernährungskonditionierung so stark ist. Das ist auch okay. Human Design Ernährungsstrategie ist eine Richtung, in der du experimentieren kannst. Am Ende entscheidet Strategie und Autorität. Körperintelligenz. Und diese Ernährungsstrategie richtet dich, nährt dich, so dass sich dein Körper von innen nach außen ausrichtet und deine Frequenz von innen nach außen ausdifferenziert wird, so dass du diese authentische Frequenz nach außen trägst. Viele setzen das allein um, das geht. Andere haben damit Mühe. Ich hatte viele Jahre Mühe. Ich denke immer noch, ich hätte mir vielleicht einfach mal jemanden an die Hand nehmen sollen, der mich da begleitet. Gleichzeitig musste ich meine eigenen Erfahrungen machen, und die sind wertvoll, auch wenn es länger gedauert hat, weil ich dadurch viele Fallstricken sehen konnte. Ich habe viel gelernt. Über die Zeit sammelt man so viel auf: wo trifft der Mind immer noch Entscheidungen, wo sind die Fallstricke, wo greift alte Konditionierung rein. Das kann man in einer Ernährungsbegleitung, in einem Ernährungsprozess, sehr gut anschauen, weil Human Design Wissen diese Selbstermächtigung geben kann: ah ja, ich habe es immer gewusst. Und am Ende bleibt es trotzdem immer das Gleiche: Strategie und Autorität. Best, Rita Du möchtest das Thema lieber hören?In der Podcastfolge „Warum deine Human Design Ernährung nur mit Strategie & Autorität funktioniert“ spreche ich darüber, warum PHS nicht als Ernährungskonzept aus dem Verstand funktioniert.→ Podcastfolge auf Spotify anhören P.S. Wenn du deine Human Design Ernährungsstrategie im eigenen Körper wirklich ausprobieren und vertiefen möchtest, findest du hier meine Ernährungsbegleitung. → Mehr zur Ernährungsbegleitung

Ernährung muss kein Rätsel sein. Dein Körper gibt Feedback, wenn du ihn lässt.

Ernährung muss kein Rätsel sein. Dein Körper gibt Feedback, wenn du ihn lässt. Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Ernährung. Ich habe Ausbildungen gemacht, ich habe viel gelernt, ich habe mich in Nährstoffe, Stoffwechsel, „Heilung über Ernährung“ und all diese Themen reingefuchst, und trotzdem hat es sich für mich nie wirklich rund angefühlt. Ich war natürlich mit Konzepten in Resonanz, klar, das hat ja einen Grund, ein Körper reagiert auf bestimmte Richtungen, und trotzdem blieb dieses innere Fragezeichen. Mein Verstand hat immer wieder versucht, das zu klären: Was ist denn jetzt richtig? Dann kommt eine Studie, dann kommt ein Konzept, dann kommt ein Erfahrungsbericht, der nächste heilt sich mit dem Gegenteil, der nächste schreit wieder Bullshit, und jedes Jahr steht irgendwas Neues als Trend im Raum. Früher, als ich noch mehr Social Media konsumiert habe, konnte man diese Kriege richtig beobachten. Da werden Videos über andere gemacht, Reaktionsvideos, Gegendarstellungen, Lagerdenken, dieses „nur wir haben’s verstanden“. Und ich saß da oft und dachte: irgendwas daran passt nicht. Es passt nicht zu dem, wie Körper funktionieren. Es passt nicht zu dem, was ich im echten Leben sehe. Und genau da wurde Human Design für mich irgendwann interessant, auch wenn mein Kopf am Anfang komplett dagegen war. Dieses „nein, kann nicht sein“ kenne ich gut. Nur war da gleichzeitig diese tiefe Resonanz, dieses zelltiefe „da ist was dran“. Und je länger ich damit gegangen bin, desto klarer wurde mir: Human Design als Werkzeug gibt mir überhaupt erst eine Richtung, in der ich experimentieren kann, damit ich wieder Zugriff auf Körperintelligenz bekomme. Und das ist für die meisten Menschen die Hürde, weil wir mental so konditioniert sind. Wir hängen an Konzepten, wir hängen an „so macht man das“, wir hängen an „das ist gesund“ und „das ist ungesund“, wir hängen an Studien, an Meinungen, an äußeren Autoritäten, und wir haben verlernt, dem Körper zu glauben. Der Mind identifiziert sich nur mit sich selbst. Der Mind ist von Geburt an konditioniert, er kennt nur das, was er gelernt hat, er kennt deine Erlebnisse, er kennt deine Rückschläge, er kennt deine Schutzmuster, und er versucht, dich mit dem zu navigieren, was er schon kennt. Das ist auch der Grund, warum Ernährung so ein Minenfeld ist. Diese Konditionierung sitzt tief. Sie beginnt, sobald du auf der Welt bist. Da ist nichts „falsch“ an Eltern oder an Menschen, es ist einfach so: dieses Wissen gab es nicht, diese Differenzierung gab es nicht, und dann wird Ernährung früh zu einem mentalen Feld. Als ich Human Design Ernährung irgendwann wirklich verstanden habe, haben sich für mich die Puzzleteile zusammengefügt. Plötzlich war klar, warum es da draußen so viele Konzepte gibt. Plötzlich war klar, warum es so viele unterschiedliche Wahrheiten gibt. Plötzlich war klar, warum das eine bei Person A wirkt und Person B damit komplett abstürzt. Und vor allem wurde klar, warum diese ganze „eine Wahrheit“-Suche in Ernährung so unerquicklich ist. Weil wir nicht gleich sind. Weil wir differenziert sind. Weil jeder Körper anders reagiert. Und dann gibt es diese Ernährungsstrategien im Human Design. Für mich ist das keine weitere Theorie, das ist eine frequenzbasierte Ernährungsstrategie. Und frequenzbasierte Ernährungsstrategien leben über Körperintelligenz. Strategie und Autorität sind dafür die Basis. Wenn du da keinen Zugriff hast, bleibt es im Kopf hängen, du baust dir wieder ein neues Ding, du presst dich wieder in einen Rahmen, du machst wieder „ich muss das jetzt so umsetzen“, und dann kommen die Widerstände, dann kommt der innere Kampf, dann kommt „ich hab keine Disziplin“, dann kommt „ich kann das nicht“, und am Ende bleibt wieder dieses Gefühl, dass irgendwas nicht rund ist. Und es ist so wichtig zu verstehen: der Einstieg in so ein Ernährungsexperiment braucht ein Go aus dem Körper. Der Körper entscheidet, wann er bereit ist, diesen Prozess zu tragen. Bei mir hat das auch gedauert. Und das sage ich so klar, weil es vielen Druck rausnimmt. Allein diese ganzen Ernährungsschubladen loszulassen, kann schon eine eigene Dekonditionierung sein. „Vergiss alles, was du je über gesunde Ernährung gehört hast“ ist ein Satz, der sich leicht sagt, und der in der Umsetzung heftig sein kann, wenn du seit Jahrzehnten in Konzepten gelebt hast. Ich kenne das. Ich war mein ganzes Leben in diesem Thema. Ich hatte Wissen. Ich hatte Richtungen. Ich hatte Dinge, die ich „richtig“ fand. Und dann kommt Human Design Ernährung, und mein Kopf will es erst boykottieren, obwohl der Körper längst eine Resonanz hat. Und irgendwann kommt dieser Punkt, wo der Körper wirklich bereit ist, zu experimentieren. Wo du merkst: jetzt geht es. Jetzt arbeitet der Verstand nicht mehr permanent dagegen. Jetzt wird es ruhiger. Jetzt kann ich wahrnehmen. Jetzt kann ich beobachten. Jetzt kann ich wirklich sehen, was mein Körper macht, statt ihn dauernd zu übersteuern. Und genau das ist der Punkt, warum mich Human Design und Ernährung so fasziniert. Es geht nicht darum, was die Person am Nachbartisch isst. Es geht nicht darum, welche Lebensmittel „gesund“ sind für alle. Es geht darum, in welcher Frequenz du Nahrung zu dir nimmst, und wie dein Körper darauf reagiert, wenn du ihn von innen nach außen ausrichtest. Das ist für mich das Gigantische daran. Du richtest nicht einfach „Essen“ aus, du richtest dich aus. Und daraus kann sich so viel bewegen. Es kann sich deine Energie verändern, dein Schlaf, dein Körpergefühl, deine Klarheit. Es kann sein, dass dadurch Dinge im Leben mitziehen, weil du innerlich anders stehst, weil deine Frequenz anders läuft. Und genau deshalb will ich darüber so viel sprechen, Erfahrungsberichte sammeln, Menschen mit unterschiedlichen Ernährungsstrategien einladen, damit sichtbar wird, wie differenziert das ist, wie unterschiedlich das aussieht, wie krass das wirken kann, wenn es wirklich gelebt wird. Ich freue mich auf diese Forschungsarbeit in den nächsten Jahren, weil das Feld riesig ist, und weil es am Ende immer wieder um denselben Kern geht: Körperintelligenz ernst nehmen, statt den Mind weiter entscheiden zu lassen. Best, Rita Du möchtest das Thema lieber hören?In der Podcastfolge „Warum deine Human Design Ernährung nur mit Strategie & Autorität funktioniert“ spreche ich darüber, warum Ernährung im Human Design nicht

85.000 Jahre Verstand – und warum wir jetzt Entscheidungen aus dem Körper treffen müssen

85.000 Jahre Verstand – und warum wir jetzt Entscheidungen aus dem Körper treffen müssen Der Mind identifiziert sich nur mit sich selbst. Und ich finde, wenn man das einmal wirklich greift, dann wird plötzlich so viel klarer, warum Strategie und Autorität (Körperintelligenz) für so viele Menschen so schwer sind. Warum es so schwer ist, sich darauf einzulassen, das im Experiment zu erleben, den Skill von Wahrnehmung und Beobachtung wirklich zu schulen. Ich ziehe vor jedem den Hut, der da reingeht, der die Eier hat, seinen Mind anzufangen zu beobachten – und ihn nicht mehr als Intelligenzgewalt für das eigene Leben zu nehmen. Und gleichzeitig verstehe ich’s komplett. Ich bin jetzt ein Dekonditionierungszyklus im Experiment und es ist einfach ein Pain in the ass, seine Autorität kennenzulernen, wenn du so konditioniert bist, wenn du so verschüttet bist, wenn der Körper so lange „unten“ war und der Verstand so lange „oben“. Wir haben unserem Mind 85.000 Jahre lang Beachtung geschenkt. Warum soll das jetzt einfach gehen, wieder in die Körperintelligenz zurückzufinden? Wenn man sich mal anschaut, wo wir herkommen: zuerst fünfzentrig, dann siebenzentrig – und im Sprung dahin kam der Ajna dazu, das Mentale, das Sprechen, der abgesenkte Kehlkopf, diese ganze Welt von Denken und Benennen. Und vom sieben- zum neunzentrigenWesen, von Homo sapiens sapiens zu Homo sapiens transitus, 1781 – das ist die neueste Wandlung. Wir sind ein Übergangsmodell. Dazu kam der Solarplexus, noch nicht voll ausgebildet, Vorform. Und wenn man sich die Welt anguckt: 50% definiert, 50% nicht definiert. Eine komplexe Gruppe und genau das hat einen Grund. Es war zum „üben“ da. Und wir können damit nicht umgehen, weil uns Strategie und Autorität fehlt. Weil wir alles über den Verstand machen. Der Mind identifiziert sich nur mit sich selbst – und du siehst das so schön, wenn du dir einen Human Design Chart anschaust und versuchst zu verstehen. Schwarz bewusst, rot unbewusst. Du kannst in manchen Programmen die rote Seite einfach ausblenden. Zack. Weg. Und plötzlich siehst du, womit sich der Verstand identifiziert: ein Bruchteil. Als würde der Körper nicht existieren. Als hätte der Körper kein Mitspracherecht. Als wäre Körperintelligenz nur ein besonders schönes Wort. Und das ist nicht „weil wir doof sind“. Das ist Konditionierung. Das ist Historie. Und bis jetzt hat es irgendwie funktioniert, weil wir von außen stabilisiert wurden. Autoritäten da draußen, Strukturen, Community, Verträge, „man fällt weich“. Das war die Hintergrundfrequenz. Und ab nächstem Jahr beginnt sich das zu drehen. Nicht wie ein Lichtschalter über Nacht, aber über die Jahre und über die nächsten Dekaden. Und dann wird es wehtun, wenn du weiter Entscheidungen aus dem Verstand triffst, weil du nicht mehr so weich aufgefangen wirst. Und genau da kommt Strategie und Autorität rein. Als Kompass. Weil die äußeren Autoritäten wegfallen. Du stehst da und willst dich irgendwo festhalten – und ja: an deiner eigenen Strategie und Autorität. Nur: das ist der Teil, den der Mind am liebsten überspringen würde, weil der Mind sich nur mit sich selbst identifiziert. Der will wieder Kontrolle. Der will wieder „ich hab’s verstanden“. Der will wieder „ich weiß es“. Und das ist der Moment, wo sich so viele in Human Design verlieren: Human Design Wissen bleibt Human Design Wissen. Nett. Spannend. Man kann damit Beziehungen verstehen, Arbeit verstehen, Muster verstehen. Das kann Selbstermächtigung sein, dieses „oh mein Gott, ich hab’s immer gewusst“. Ich kenne das. Ich hatte das. Vor allem bei Strategie und bei der Art, wie ich mit der Welt interagiere. Zelltief. Und trotzdem: dieses Potenzial wird nur freigeschaltet, wenn du Human Design Strategie und Autorität lebst. Daran geht kein Weg vorbei. Wir wollen Human Design im Alltag. Und jetzt ist nicht mehr die Zeit, Human Design nur zu konsumieren. 2020, Corona, da ist es bei vielen erst richtig reingeschwappt, leider oft verzerrt, viel Oberfläche, viel Bla. Und jetzt – sieben Jahre später als Beispiel für einen Zyklus – wird es Zeit, in die Körperintelligenz zu gehen. Nicht perfekt. Ich treffe nach Jahren im Experiment immer noch Entscheidungen, die nicht korrekt sind. Das ist okay. Das ist ein Experiment. Aber die Fähigkeit, dich selbst zu navigieren, die Fähigkeit, dich nicht mehr automatisch mit dem Geschnatter im Kopf zu identifizieren, die Fähigkeit, überhaupt zu merken: „Ah. Das ist mein Verstand und ich muss mich nicht identifizieren – das ist essenziell.Der Mind identifiziert sich nur mit sich selbst. Und genau deshalb braucht es diese Praxis. Beobachtung. Wahrnehmung. Immer wieder. Als Skill. Weil die Zukunft keine Lust mehr hat auf Entscheidungen aus dem Verstand, die nur deshalb „gehen“, weil das Außen dich auffängt. Und weil du am Ende keine Wahrheit brauchst, die du irgendwo liest, sondern einen Körper, der dich führen kann. Best, Rita Du möchtest das Thema lieber hören?In der Podcastfolge „Strategie & Autorität“ spreche ich darüber, wie Entscheidungen im Human Design aus dem Körper statt aus dem Verstand entstehen.→ Podcastfolge auf Spotify anhören P.S. Wenn du dein Design bereits kennst und ein konkretes Thema rund um Entscheidungen, Verstand oder Dekonditionierung genauer anschauen möchtest, können wir das in einer Human Design Session gemeinsam vertiefen. 60 Minuten · 160 €→ Termin vereinbaren

Körperwahrnehmung im Alltag: 15 einfache Wege, die dich schnell in den Körper holen

Körperwahrnehmung für Human Design im Alltag: 15 einfache Wege, die dich schnell in den Körper holen Die letzten Tage habe ich darüber nachgedacht, wie man am besten Körperwahrnehmung fürs Human Design Experiment übt oder einfach mal damit anfängt. Das wichtigste ist ja, dass du beginnst deine eigene Human Design Autorität kennenzulernen und deinen Körper dahingehend wahrzunehmen. Da es für jeden anders sein kann und es nicht die eine Sache gibt, liste ich hier ein paar Möglichkeiten. Vor allem alltagstauglich und gut integrierbar. Vielleicht bist du mit etwas in Resonanz und kommst so in die regelmäßige Beobachtung. Irgendwann wird es dann eine Gewohnheit und du merkst gar nicht mehr bewusst, dass die Wahrnehmung deines Körpers automatisch läuft.  Spazieren ohne Input (kein Handy, Podcast, Musik) und nur Schritte / Atmung wahrnehmen Im Bett: Body Scan, 3-10 Minuten – Kopf bis Fuß durchgehen, atmen Körpertagebuch: Beobachtungen im Tag Beim Zähneputzen: 20 Sekunden nur den Stand spüren (Füße am Boden und Gewicht wahrnehmen) Yin Yoga, Restorative Yoga, langes halten und wahrnehmen Progressive Muskelentspannung (anspannen, lösen) Barfuß gehen mit unterschiedlichen Untergründen, Fußsohlen als Sensor nutzen Sitzen am Laptop: alle 30-60 Minuten (Alarm stellen), kurz Arme, Beine, Nacken etc. checken, schütteln, aufstehen, wahrnehmen Beim Duschen: Wasser auf der Haut auf Nacken, Schulter wahrnehmen Essen: Erster Bissen – wie fühlt es sich im Mund an, Textur, Temperatur, Schlucken Atem beobachten: Nur einatmen und ausatmen für ein paar Minuten Ausdauertraining und Krafttraining allgemein Hund: Gassi als Spiegel, beim Hund beobachten, was er anzeigt und parallel wahrnehmen, was in deinem Körper passiert, oft spiegelt der Hund deinen Zustand Hund: Ko-Regulation über Kontakt: Beim streicheln Fell, Wärme, Atmung wahrnehmen und schauen, wie schnell dein Nervensystem über das Tier runterfährt oder hochgeht. Abends im Bett: Hände auf Brust und Bauch, atmen und wahrnehmen, Körperteile scannen Falls ihr noch Anregungen habt – sehr gern. Best, Rita P.S. Wenn du dein Human Design nicht nur verstehen, sondern wirklich in deinem Alltag leben möchtest, kannst du mit einer Basisanalyse bei mir einsteigen. Dabei schauen wir auf deinen Typ, deine Strategie und Autorität und legen die Grundlage für dein eigenes Experiment. → Mehr zur Human Design Basisanalyse