Was ist Substack- und warum nutze ich es
Ich habe mich gegen klassische Social-Media-Plattformen entschieden, weil es einfach nicht korrekt für mich ist. Social Media ist schnell, fragmentiert, laut und hochgradig beeinflussend. Für meine Arbeit – und für mein eigenes Leben – brauche ich etwas anderes. Ich brauche Tiefe, Ruhe, Kontinuität und einen Ort, an dem Inhalte nicht sofort wieder verschwinden oder durch den nächsten Reiz ersetzt werden.
Substack ist für mich genau so ein Ort.
Es ist im deutschsprachigen Raum noch weitgehend unbekannt, international jedoch schon lange eine Plattform für Journalist:innen, Autor:innen und Menschen, die Prozesse, Geschichten und Entwicklungen begleiten und dokumentieren. Inhalte auf Substack sind nicht dafür gedacht, schnell konsumiert und wieder vergessen zu werden, sondern um gelesen, gespeichert, wiedergefunden und weitergedacht zu werden. Es gibt ein Archiv, eine klare Struktur und keinen algorithmischen Druck, permanent sichtbar sein zu müssen.
Ich nutze Substack bewusst auch reduziert. Keine App, kein Dauer-Scrollen, keine ständige Reizüberflutung. Ich arbeite ausschließlich am Desktop, weil mir wichtig ist, selbst zu bestimmen, wann ich lese, wann ich schreibe und womit ich mich beschäftige. Nur so kann meine eigene Wahrnehmung klar bleiben, ohne von fremden Meinungen, Trends oder Erwartungshaltungen überlagert zu werden.
Auf Substack teile ich mein Human Design Experiment, nicht als Wissensvermittlung, sondern als gelebte Praxis. Es geht nicht um Konzepte, oder Theorien, sondern um Human Design im Alltag, Entscheidungen, Körperprozesse und Dekonditionierung über Zeit. Einmal pro Woche gibt es öffentliche Inhalte, die für alle zugänglich sind. Zusätzlich gibt es einmal pro Woche Inhalte hinter der Paywall, in denen ich mein rohes, ungefiltertes Experiment teile – nah, echt. Einfach ohne Schönfärberei.
Dazu gehören auch Themen, die in der öffentlichen Darstellung oft ausgeklammert werden: körperliche Veränderungen, Erschöpfung, Körperintelligenz, Regeneration, Ernährung und Umgebung (PHS), Beziehungsdynamiken, Intimität, Sexualität und tiefe Dekonditionierungsprozesse. Gelebtes Human Design. Einfach als dokumentierte Erfahrung eines realen Lebens.
Ein weiterer Teil meiner Inhalte betrifft einen Prozess, für den es bislang kaum Sprache gibt: eine nervensystemische Kopplung, häufig auch als Spiegelprozess bezeichnet. Es handelt sich um ein Feld, das gesellschaftlich noch wenig verstanden ist und das sehr intim, körpernah und tiefgreifend wirkt. Für dieses Thema entsteht eine eigene Website (www.beziehungsspiegel.de), auf der zunächst nur grundlegende Informationen veröffentlicht werden. Die tieferen Einblicke, Beobachtungen und Prozessverläufe teile ich anonym und sehr bewusst ausgewählt auf Substack hinter der Paywall, weil dieser Inhalt Schutz, Zeit und einen klaren Rahmen braucht.
Substack ist für mich kein Ort für Reichweite oder schnelle Skalierung. Es geht mir nicht um viele Abonnent:innen, sondern um die richtigen. Um Menschen, die wirklich interessiert sind, die lesen, mitgehen und sich einlassen wollen. Wenige, klare Verbindungen sind für mich wertvoller als große Zahlen ohne Tiefe.
Mir ist bewusst, dass Substack in Deutschland noch im Aufbau ist und dass es Zeit braucht, bis sich dort eine relevante Leserschaft entwickelt. Trotzdem habe ich ein klares inneres Go dafür. Nicht, weil es strategisch „klug“ erscheint, sondern weil es meiner Strategie und Autorität entspricht. Ich bin gespannt, wie sich dieser Weg in den kommenden Monaten und Jahren entfaltet – und ob Substack auch hier zu einem Ort wird, an dem Tiefe wieder Raum bekommt.
Hier ist mein Link zu Substack: https://substack.com/@ritazocher
Herzlichst, Rita