Ich experimentiere seit einigen Jahren mit meiner Human Design Ernährungsstrategie Low Sound, auf Deutsch Klang leise. Und ich merke immer mehr, dass sich dieses Experiment längst nicht mehr nur beim Essen zeigt. Bei den Ernährungsstrategien 4, 5 und 6 spielt die äußere Umgebung eine immer größere Rolle. Für mich bedeutet das inzwischen sehr konkret: Wie verdaue ich mein Leben? Welche Frequenzen kann mein Körper gerade aufnehmen? Welche Geräusche, welche Lautstärke, welche Menschen, welche Musik sind für mich stimmig? Gerade bei Low Sound ist das für mich mit den Jahren immer feiner und präziser geworden.

Ich bevorzuge inzwischen sehr viel mehr Stille und Ruhe als früher. Ich merke relativ schnell, wenn Musik für mich gerade nicht passt oder wenn jemand sehr laut spricht und die Frequenz für meinen Körper unangenehm wird. Wenn mein Verdauungssystem sowieso herausgefordert ist, zieht es mich häufig noch stärker in die Stille. Dann möchte mein Körper teilweise überhaupt keinen zusätzlichen Input mehr. Genau daran merke ich, wie sehr mein Ernährungsexperiment inzwischen in mein ganzes Leben hineingreift. Ernährungsstrategie 5 ist im Human Design solarplexusbasiert und ich erlebe diese Sensibilität sehr deutlich über meinen Körper und mein Nervensystem.

Heute hatte ich damit ein Erlebnis, das mich wirklich umgehauen hat. In dem Projekt, in dem ich gerade bis Dezember arbeite, gab es Feueralarm. Dieser Alarm hatte für mich eine unglaublich heftige Frequenz. Innerhalb von ungefähr zehn Minuten wurde mir extrem übel, mein kompletter Bauch und mein Verdauungssystem haben reagiert und später kamen auch Kopfschmerzen dazu. Der Alarm lief eine ganze Weile, bis die Feuerwehr da war und ihn abgestellt hat. Ich habe danach mehrere Stunden gebraucht, bis sich mein Körper wieder normalisiert hatte. So unmittelbar und so stark habe ich den Einfluss von Sound auf meinen Körper bisher noch nie erlebt.

Ich fand daran vor allem spannend, wie eindeutig mein Körper reagiert hat. Ich kenne die Sensibilität auf Lautstärke und Frequenz schon länger. Dieses Mal war sie kaum zu übersehen. Während des Alarms hätte ich mir überhaupt nicht vorstellen können zu essen. Allein der Gedanke daran war für meinen Körper vollkommen absurd. Und genau in solchen Momenten wird für mich sichtbar, was dieses Human Design Experiment eigentlich bedeutet. Es ist irgendwann kein Wissen mehr. Du beobachtest deinen Körper über Jahre und bekommst immer präzisere Rückmeldungen darüber, was für ihn stimmt und was er nicht mehr gut verarbeiten kann.

Ein Kollege von mir hat übrigens Klang laut als Ernährungsstrategie. Ihm hat dieser Alarm körperlich überhaupt nichts ausgemacht. Für mich war auch das wieder interessant zu beobachten. Zwei Menschen stehen im gleichen Raum, hören den gleichen Sound und erleben etwas völlig anderes. Genau deshalb ist für mich bei Human Design die individuelle Körperintelligenz so zentral. Mein Erlebnis sagt nichts darüber aus, wie ein anderer Mensch auf Lautstärke reagieren muss. Es zeigt mir sehr deutlich, wie mein eigener Körper inzwischen reagiert und wie weit sich mein Low-Sound-Experiment bei mir ausdifferenziert hat.

Wenn ich auf die letzten sieben Jahre zurückblicke, bestand ein großer Teil meiner Dekonditionierung zunächst darin, mentale Ernährungskonzepte abzubauen. Ich habe mich über viele Jahre intensiv mit Ernährung beschäftigt und entsprechend viel Wissen gesammelt. Das eigentliche körperliche Experiment mit meiner Human Design Ernährungsstrategie nimmt im Verhältnis dazu einen viel kleineren Zeitraum ein. Genau dort merke ich inzwischen die größte Veränderung. Es wird enger, differenzierter und präziser. Ich spüre immer deutlicher, wann genug genug ist, welches Essen mein Körper überhaupt will, welche Umgebung stimmt und wie wenig mein passiver Körper teilweise tatsächlich braucht. Gerade als Projektor gehört für mich auch das Thema „genug“ sehr stark dazu. Strategie und Autorität sind deshalb auch bei Ernährung für mich die Grundlage des gesamten Experiments.

Bei meiner Ernährungsstrategie 5 spielt außerdem Vielfalt eine große Rolle. Auch damit experimentiere ich inzwischen viel konkreter. Bei mir hat sich über die Zeit gezeigt, dass Vielfalt sehr stark über die Kombination von Gemüse, Getreide und Gewürzen entstehen kann. Irgendwann kam Ayurveda in mein Leben und ich war plötzlich stark damit in Resonanz. Erst später habe ich verstanden, dass mein Körper weniger an einem Ernährungskonzept hing als an dieser Komplexität und Vielfalt innerhalb einer Mahlzeit. Das Interessante daran war für mich, dass ich das überhaupt nicht mental geplant hatte. Es kam über Resonanz, über Einladung, über Strategie und Autorität und wurde erst im Nachhinein für meinen Verstand nachvollziehbar.

Heute nach diesem Feueralarm habe ich noch einmal sehr deutlich gespürt, wie ernst mein Körper diese Frequenz nimmt. Je länger ich mit Low Sound experimentiere, desto weniger fühlt sich ein Zurück in alte Gewohnheiten für mich überhaupt noch realistisch an. Im Human Design wird oft vom No-Choice-Prinzip gesprochen, und genau darin erkenne ich inzwischen etwas sehr Konkretes: Wenn der Körper einmal sehr präzise geworden ist, lässt sich diese Wahrnehmung nicht einfach wieder abschalten. Für mich ist das inzwischen einer der faszinierendsten Teile meines Ernährungsexperiments. Ich lerne nicht nur, was ich esse. Ich lerne immer genauer, wie mein Körper dieses Leben verdaut.

Best, Rita

P.S. Wenn du deine Human Design Ernährungsstrategie nicht nur verstehen, sondern im eigenen Körper damit experimentieren und herausfinden möchtest, wie sie sich in deinem Alltag tatsächlich zeigt, findest du hier meine Ernährungsbegleitung.

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